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KBA: Deutscher Automarkt mit Fehlstart

KBA
Deutscher Automarkt mit Fehlstart
Lediglich ein Drittel der Neuzulassungen gingen im Januar auf das Konto von Privatkäufern.
© Foto: Fotolia

Laut Statistik kamen im Januar 192.090 Pkw neu auf die Straßen – das waren 8,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Vor allem Privatkunden scheuten den Besuch beim Händler.

Der deutsche Automarkt ist schwach aus den Startlöchern gekommen. Im Januar wurden nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) 192.090 Pkw neu in den Verkehr gebracht. Das waren 8,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Der Anteil der privaten Halter sei mit 33,9 Prozent auffallend niedrig gewesen, teilten die Statistiker am Montag in Flensburg mit.

Der Verband der internationalen Kfz-Importeure (VDIK) hält trotzdem an seiner Jahresprognose von über drei Millionen Pkw-Neuzulassungen fest. "Die aktuelle positive wirtschaftliche Entwicklung sollte sich in den kommenden Wochen auf das Konsumverhalten und damit auch auf den Pkw-Markt übertragen", sagte VDIK-Präsident Volker Lange in Bad Homburg. Der Anteil der ausländischen Hersteller lag im Januar bei 35,2 Prozent.

Ein Sprecher des Deutschen Kfz-Gewerbes wertete die Zahl der Neuwagen als "ersten Indikator dafür, dass sich die Entwicklung in diesem Geschäftsfeld unterhalb des Vorjahresniveaus bewegen werde". Der Verband geht 2013 von weniger als drei Millionen Neuzulassungen aus. Im vergangenen Jahr waren die Verkäufe um knapp drei Prozent auf etwas weniger als 3,1 Millionen Autos gesunken (wir berichteten).

Zu Jahresbeginn waren SUV (plus sechs Prozent) und Geländewagen (plus 9,3 Prozent) erneut stark gefragt. Die Minis legten sogar um 11,5 Prozent zu. Dagegen erwiesen sich große Autos als Ladenhüter: In den Segmenten Obere Mittelklasse, Oberklasse und Großraum-Vans wurden Rückgänge von mehr als 30 Prozent beobachtet.

Erstmals gab es laut KBA mehr Neuwagen mit Diesel- (50,2 Prozent) als mit Benzinmotor (48,2). Auch der Anteil der alternativen Antrieb nahm zu – wenngleich auf niedrigem Niveau. Mit reinem Elektromotor wurden 362 Pkw registriert, mit Hybrid 1.768 Pkw. Außerdem wurden 364 Pkw mit Erdgas und 583 mit Flüssiggas neu zugelassen.

Starker Auftakt für deutsche Premiummarken

Gegen den Branchentrend entwickelten sich die Neuanmeldungen von Mercedes-Benz (plus 3,1 Prozent), BMW (plus 10,6 Prozent), Smart (plus 10,9 Prozent) und Porsche (plus 13,2 Prozent). Audi stagnierte auf Vorjahresniveau. Hohe Einbußen mussten indes Ford (minus 32,2 Prozent) und auch VW (minus 13,3 Prozent) verkraften. Opel schlug sich mit minus 5,9 Prozent relativ wacker.

Bei den Importmarken ging es für Seat (plus 26,5 Prozent) und Mazda (plus 17,1 Prozent) steil nach oben. Eine positive Monatsbilanz wiesen unter anderem auch Jaguar, Jeep, Land Rover und Skoda auf. Weit unter Vorjahresniveau lagen hingegen Lancia (minus 64 Prozent) und Lexus (minus 62,8 Prozent). Kaum besser sah es für Alfa Romeo (minus 49,1 Prozent), Mitsubishi (minus 43,3 Prozent) und Suzuki (minus 35,8 Prozent) aus. Auch die großen Fabrikate Peugeot, Toyota und Hyundai verloren zweistellig.

Deutlich besser liefen zu Jahresbeginn die Geschäfte mit Gebrauchtwagen. 574.066 Pkw-Besitzumschreibungen bedeuteten ein Plus von 7,4 Prozent im Vergleich zum Januar 2012. (rp)

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