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Lkw-Markt: Traton muss weiter um Navistar-Kauf bangen

Lkw-Markt
Traton muss weiter um Navistar-Kauf bangen
Mit der Navistar-Übernahme will VW/Traton den US-Markt knacken.
© Foto: Volkswagen

Der US-Lkw-Heller bewertet das auf 43 US-Dollar je Aktie angehobene Übernahmeangebot von Traton als deutlich zu niedrig, will aber weiter verhandeln.

Die VW-Lkw-Holding Traton muss bei der geplanten Übernahme des US-Truckherstellers Navistar weiter Überzeugungsarbeit leisten. Das auf 43 US-Dollar je Aktie angehobene Übernahmeangebot bewerte Navistar und die möglichen Einsparmöglichkeiten eines Zusammenschlusses deutlich zu niedrig, teilte Navistar am Montag in Lisle (Illinois) nach einer Sitzung des Verwaltungsrates mit. Allerdings sei der Preis ein Startpunkt für weitere Verhandlungen. Navistar will Traton nun die Bücher öffnen. Das sei der beste Weg für Traton, den wahren Wert von Navistar zu würdigen, hieß es von den Amerikanern.

Traton hatte sein Angebot am Donnerstag um acht Dollar je Aktie auf 43 Dollar erhöht und will damit nun für die restlichen Anteile 3,6 Milliarden US-Dollar (drei Milliarden Euro) hinblättern. VW hält über Traton bereits knapp 17 Prozent an Navistar und hatte nach jahrelangen Spekulationen im Januar seine Übernahmepläne bekanntgemacht. Mit dem Schritt will VW auf dem wichtigen US-amerikanischen Nutzfahrzeugmarkt einen Fuß in die Tür kriegen, um das Feld nicht dem dort starken Rivalen Daimler zu überlassen.

Die Übernahmegespräche waren auch wegen der Corona-Krise ins Stocken geraten. Navistar-Großaktionär und US-Starinvestor Carl Icahn war dem Vernehmen nach aber auch mit dem Preis nicht zufrieden. Im Juli hatte zudem Andreas Renschler seine Posten als Traton-Chef und VW-Nutzfahrzeugvorstand in einer größer angelegten Managementrochade bei VW räumen müssen.

Im September 2016 war die Sparte mit den schweren VW-Nutzfahrzeugen bei den Amerikanern eingestiegen. Zunächst kooperierten VW und Navistar bei Zulieferteilen, um die Kosten zu senken. Navistar schrieb zuletzt rote Zahlen, hatte aber auch schon vor der Corona-Krise Probleme, dauerhaft in die Gewinnzone zu kommen. (dpa)


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