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IBM-Studie: Neue Mobilitätskonzepte gefragt

IBM-Studie
Neue Mobilitätskonzepte gefragt
Stefan Schumacher
Stefan Schumacher: "Die Automobilhersteller müssen angesichts der rasanten Marktentwicklung sehr schnell reagieren, um sich ihre Anteile an den neuen Mobilitätswertschöpfungsketten zu sichern."
© Foto: IBM

63 Prozent der Top-Entscheider in der Automobilwirtschaft glauben, dass sich der Markt durch neue Mobilitätsangebote verändern wird. Innovative Telematik-Anwendungen sollen dazu beitragen.

Das "vernetzte Automobil" wird eine Schlüsselrolle bei der Etablierung neuer Mobilitätsmodelle spielen. Dies ist das zentrale Ergebnis einer weltweiten Befragung von 125 Führungskräften in der Automobilwirtschaft durch das IBM Institute für Business Value (IBV). So glauben 65 Prozent – in Deutschland sogar 75 Prozent – der Befragten, dass Telematik signifikante Entwicklungsmöglichkeiten für die Fahrzeugindustrie biete.

Außerdem gehen 63 Prozent davon aus, dass sich der Markt durch neue Mobilitätsangebote – auch im Zusammenspiel mit verschiedenen Fortbewegungsmittel – verändern werde. Zwar bleibe das Auto ein unverzichtbares Element im individuellen Verkehrsmix, doch werde es zu einer Abkehr vom traditionellen Besitz hin zu einer bedarfsorientierten Nutzung von Fahrzeugen aller Art kommen, hieß es. Der Umfrage zufolge entwickeln daher 36 Prozent der deutschen Autobauer bereits heute Carsharing-Modelle. Spitzenreiter im internationalen Vergleich ist hier Frankreich mit 58 Prozent.

"Die Automobilhersteller sind bis jetzt noch hervorragend positioniert, um in diesem neuen Ökomodell die Führungsrolle zu übernehmen", sagte Stefan Schumacher, in der Unternehmensberatung der IBM zuständig für Mobilitätskonzepte. "Aber sie müssen angesichts der rasanten Marktentwicklung sehr schnell reagieren, um sich ihre Anteile an den neuen Mobilitätswertschöpfungsketten zu sichern."

IBM entwickelt Batterie

Die IBM-Studie empfiehlt deshalb die Erweiterung des Produktportfolios auf sämtliche Antriebstechnologien – von Elektro über Brennstoffzelle bis Hybrid – sowie die Entwicklung vernetzter Fahrzeuge, die neue Telematik-Angebote – etwa in den Bereichen Infotainmant, Sicherheit, Fahrzeugdiagnostik – bieten. Zudem müsse das Produkt Auto künftig mit anderen Verkehrsträger wie der Bahn kombinierbar werden; hierfür müssten neue Geschäftsmodelle aufgelegt werden.

IBM arbeitet als IT-Dienstleister in Kooperation mit verschiedenen Automobilherstellern bereits an Standards sowie neuen Applikationen für ein "vernetztes Auto". Bis Mitte 2012 soll eine offene Systemplattform für die Verknüpfung verschiedener Telematikanwendungen fertig sein. Zudem entwickelt der Konzern eine neue Generation von Lithium-Sauerstoff-Akkus für Elektroautos, die bis zu 800 Kilometer Reichweite bringen sollen. (se)

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