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Neuzulassungen im Plus: Automarkt müht sich aus Corona-Krise

Neuzulassungen im Plus
Automarkt müht sich aus Corona-Krise
Die Pkw-Nachfrage hat im September wieder angezogen.
© Foto: Mosolf Gruppe
Zum Themenspecial Automarkt Deutschland

Nach mehr oder weniger deutlichen Rückgängen bei den Neuzulassungen gab es im September erstmals wieder einen Zuwachs. Daran hat ein Sondereffekt einen großen Anteil.

Zum ersten Mal seit dem Corona-Lockdown ist der deutsche Automarkt wieder gewachsen. Im September registrierte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) 265.227 Pkw-Neuzulassungen – ein Plus von 8,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Der Zuwachs ist vor allem darauf zurückzuführen, dass der September 2019 wegen der Einführung des RDE-Prüfverfahrens ein vergleichsweise niedriges Zulassungsniveau aufwies. Hinzu kommt, dass der September in diesem Jahr einen Arbeitstag mehr hatte.

Reinhard Zirpel, Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), erklärte, dass der Markt "das tiefe Tal des ersten Halbjahres" zunächst hinter sich gelassen habe. Treibende Kraft seien die Privatkunden. Sie hätten sich im dritten Quartal deutlich kauffreudiger gezeigt als andere Kundengruppen. Im September stiegen die Zulassungen in diesem Marktsegment um 18,3 Prozent (Anteil: 36 Prozent). Die gewerblichen Anmeldungen legten dagegen nur um 3,5 Prozent zu (Anteil 64 Prozent).

Die Gesamtjahresbilanz fällt Corona-bedingt weiter negativ aus und liegt mit 2,04 Millionen Neuwagen nach neun Monaten um 25,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. "Das Minus von 700.000 Neuzulassungen gegenüber den ersten neun Monaten des Vorjahres verdeutlicht die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus", betonte Zirpel. Dieser Verlust sei auch bis zum Jahresende nicht mehr aufzuholen.

Besonders gefragt waren im September erneut elektrifizierte Fahrzeuge. Die Zahl der neuen E-Pkw stieg um 260 Prozent auf 21.188 Einheiten, was einem Marktanteil von acht Prozent entspricht. Die Plug-in-Hybride legten um 464 Prozent auf 20.127 Einheiten zu und erreichten einen Marktanteil von 7,6 Prozent. Begehrt waren außerdem die SUV, die nach einem Plus von 9,7 Prozent einen Marktanteil von 21 Prozent erreichten. Die Geländewagen legten um 5,4 Prozent auf einen Anteil von zehn Prozent zu.

Opel im Tiefflug

Im Marken-Ranking zeigte sich im September eine große Bandbreite: Bei den deutschen Anbietern stach Audi mit einer Wachstumsrate von 42,4 Prozent heraus, dagegen mussten Opel (minus 27,6 Prozent) und Porsche (minus 19,7 Prozent) zweistellige Einbußen hinnehmen. BMW und Mercedes-Benz performten im Gleichschritt (jeweils plus 1,9 Prozent), Branchenführer VW steigerte seine Neuzulassungen um 1,6 Prozent. Bei Ford gab es ein kleines Minus von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Bei den Importeuren hingen unter anderem Tesla (plus 82,7 Prozent), Seat (plus 71,1 Prozent), Subaru (plus 70,4 Prozent), Alfa Romeo (plus 59,5 Prozent) sowie Renault (plus 58,4 Prozent) kräftig am Gas. Die Nummer-eins-Auslandsmarke Skoda verbesserte sich um fast 30 Prozent – beim Marktanteil lagen die Tschechen im September mit 6,8 Prozent deutlich vor Opel (5,0 Prozent) und nur knapp hinter Ford (7,0). Weniger erfolgreich war der Zulassungsmonat hingegen für DS (minus 41,5 Prozent), Ssangyong (minus 29 Prozent) und Mazda (minus 24,7 Prozent).

Das Geschäft mit Gebrauchtwagen setzte im September den Positiv-Trend der vergangenen Monate fort. Das KBA zählte knapp über 664.000 Pkw-Besitzumschreibungen, zwölf Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Damit schrumpfte der kumulierte Rückstand zu 2019 auf 4,2 Prozent zusammen. Ingesamt wechselten im bisherigen Jahresverlauf mehr als 5,24 Millionen Autos ihre Halter. (rp/SP-X)

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