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Nissan: Scharfe Kritik von den Händlern

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Scharfe Kritik von den Händlern
Der neue Vorstand des Nissan-Händlerverbands (v.l.): Jürgen Mattern, Marlies Wegener und Alfred Gabrisch. Die drei Unternehmer, die schon bisher im Vorstand waren, wurden einstimmig wiedergewählt. Markus Walter stellte sich nicht mehr zur Wahl. Rechts im Bild: Geschäftsführer Thorsten Herzog
© Foto: Doris Plate/AUTOHAUS

Der Marktanteil von Nissan befand sich zuletzt im freien Fall. Jetzt ist für Deutschland-Geschäftsführer Guillaume Pelletreau die Talsohle erreicht. Von nun an soll es wieder aufwärtsgehen. Es gibt aber viele Baustellen.

Von Doris Plate/AUTOHAUS

In den letzten Monaten war der Marktanteil von Nissan in Deutschland im freien Fall. In den Schlagzeilen war der Skandal um den geschassten Vorstandsvorsitzenden Carlos Ghosn. Hierzulande war nicht mehr die Rede von dem noch vor wenigen Jahren verkündeten Ziel, die stärkste asiatische Marke in Europa werden zu wollen. Der Erfolgsgarant Qashqai rückte zurück ins Glied. Andere Marken überholten. Per Oktober 2019 hatte Nissan in Deutschland gerade mal noch einen Marktanteil von einem Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Zulassungen laut KBA um 30 Prozent zurück.

Lager bereinigt

Aber es ist nicht so schlimm, wie diese Zahlen vermuten lassen. Das teilte Nissan Center Europe-Geschäftsführer Guillaume Pelletreau bei einer Pressekonferenz einen Tag vor der Nissan-Händlerverbandstagung am 7. November in Berlin mit. Das letzte Jahr sei geprägt gewesen von der Bemühung, die im Handel aufgestauten Tageszulassungen abzuverkaufen und die Bestände wieder zu bereinigen. Schaue man sich die aktuellen Verkäufe an, liege das Minus bei der Nettoverkaufsleistung lediglich bei zehn Prozent, so der Deutschland-Chef der japanischen Marke.

Rendite nicht ausreichend

Bei der Rendite liege der Handel in absoluten Zahlen sogar wieder auf dem Niveau von 2017, obwohl viel weniger Autos verkauft werden. Nach 1,1 Prozent Händlerrendite in 2018 stieg diese wieder auf 1,5 Prozent per September 2019. Das sei aber trotzdem nicht ausreichend, um die Arbeitsplätze zu sichern, meinte der Großteil der anwesenden Händler. Es wurde begrüßt, dass Pelletreau anstrebt, wieder die zwei Prozent zu erreichen.

Modellpalette und Lieferzeiten kritisiert

Die angekündigte Modellpolitik mit einer stark geschrumpften Palette treibt bei den Händlern die Sorgenfalten ins Gesicht. Vermisst würde ein kleines Auto für unter 10.000 Euro, ein kleines Elektroauto und ein Hybrid. Teilnehmer beklagten auch lange oder in Extremfällen gar nicht genannte Lieferzeiten sowohl für Fahrzeuge als auch für Ersatzteile.

Was sonst noch auf der Nissan-Händlerverbandstagung besprochen wurde, lesen Sie in AUTOHAUS 22, das am 18. November erscheint.

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