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Onlinemarkt: Mobile.de übernimmt Motor-Talk

Onlinemarkt
Mobile.de übernimmt Motor-Talk
Malte Krüger (Geschäftsführer mobile.de), Kooperation: Malte Krüger (Mobile.de) mit Tom Kedor und Bert Schulzki (Motor-Talk).
© Foto: Mobile.de

Die Kooperation soll dem Autohandel Zugang zu einer noch größeren Zahl potenzieller Kunden ermöglichen und den Anteil an hochqualifizierten Leads steigern.

Ab sofort wird die Autocommunity Motor-Talk Teil von Mobile.de. Mit dieser Akquisition will der Fahrzeugmarkt seine Marktführerschaft noch weiter ausbauen und Konsumenten, Autohandel und Werbewirtschaft weitere Vorteile bieten, teilte das Unternehmen am Montag mit. Beide Marken blieben erhalten, die Produkte würden jedoch eng miteinander verbunden, hieß es. Die Neutralität der Motor-Talk-Community solle weiterhin gewahrt werden.

"Motor-Talk ist ein sehr erfolgreiches Unternehmen mit beeindruckenden Wachstumsraten und wertvollen Produkten. Damit ist es die perfekte Ergänzung zu unserem Geschäft", sagte Malte Krüger, Geschäftsführer von Mobile.de. "Gemeinsam wollen wir Autofahrer während ihres automobilen Lebens begleiten und insbesondere beim Autokauf noch besser unterstützen. Gleichzeitig wollen wir der Automobilindustrie helfen, Autofahrer zu erreichen und besser zu verstehen", betonte Tom Kedor, Geschäftsführer von Motor-Talk. Die Firmen arbeiteten seit vielen Jahren erfolgreich zusammen.

Vorteile für Handel und Werbewirtschaft

Gemeinsam erreichen beide Unternehmen rund 13,1 Millionen Unique User pro Monat. In Zukunft erhalte der Autohandel somit Zugang zu einer noch größeren Zahl potenzieller Kunden, hieß es. Darüber hinaus wollen beide Unternehmen den Anteil an hochqualifizierten Leads steigern. "In Zukunft bieten wir die Möglichkeit, enorm viele potenzielle Autokäufer in allen Phasen des Kaufprozesses zu erreichen. Das ist einmalig auf dem deutschen Markt", so Krüger. "Darüber hinaus werden wir die Individualisierung der Werbung erhöhen und Konsumenten damit noch relevantere Werbeinformationen anbieten."

Für Autokäufer werde der Fahrzeugmarkt vor allem in der Orientierungsphase deutlich relevanter, hieß es. Sie erhalten bei Motor-Talk Informationen zu Beginn des Kaufprozesses; Mobile.de bietet den Kunden dann in der Konkretisierungsphase die Fahrzeugauswahl. "Wir werden die Produkte beider Unternehmen eng verzahnen und genau an den Bedürfnissen der Konsumenten ausrichten", so Krüger. "Diese Verzahnung sowie mehr Klarheit zum Auto und Händler ermöglichen einen einfacheren und besser informierten Autokauf."

Mobile.de wurde 1996 gegründet und zählt 10,81 Millionen Unique User pro Monat (AGOF internet facts). Derzeit stehen mehr als 1,4 Millionen Fahrzeuge zur Auswahl. Mobile.de ist Teil der eBay Classifieds Group (eCG). Diese hat zwölf Marken in mehr als 1.000 Städten und bietet maßgeschneiderte Kleinanzeigenseiten für die lokalen Märkte. Motor-Talk ist die größte europäische Auto- und Motor-Plattform im Internet mit mehr als 2,6 Millionen registrierten Nutzern.


Interview mit Malte Krüger und Tom Kedor

AUTOHAUS sprach mit Malte Krüger von Mobile.de und Tom Kedor von Motor-Talk über die Zusammenarbeit beider Plattformen.

Hat Mobile.de Motor-Talk vollständig gekauft?

M. Krüger: Ganz genau, wir übernehmen 100 Prozent. Beide Marken werden aber weiter getrennt geführt. Das Ziel einer solchen Akquisition ist, dass man sich stärkt, und zwei große Partner mit zwei komplementären Produkten miteinander kombiniert. Darum sehen wir in eine sehr rosige Zukunft.

Was sind die Beweggründe für die Kooperation?

M. Krüger: Es ist immer schön, wenn sich zwei Marktführer vereinen und den Autohandel, den Autokauf revolutionieren wollen. Ich glaube, es gibt hier nur Vorteile: Zum einen für die Autokäufer, dann natürlich für unsere Händler und schließlich für die Werbewirtschaft. Die Autokäufer profitieren nicht nur von unserem Fahrzeugangebot, sondern auch durch spannende neue Produkte bei Motor-Talk wie die Kaufberatung Motoragent und die Autodatenbank Carfacto, die dem Autokäufer noch mehr Orientierung in der Customer Journey bieten. Und für Händler und Hersteller: 13,1 Millionen Unique User sind natürlich schon ein Pfund, mit dem wir wuchern können. Und diese Nachfrage wollen wir natürlich, so gut es geht, eins zu eins an Händler und Hersteller weiterleiten.

Der Motoragent ist dann bei Mobile.de eingebunden?

M. Krüger. Tom Kedor und ich kennen uns schon länger kennen und haben vor über einem Jahr gesagt: Da kommen spannende neue Produkte aus der „Motor-Talk-Werkstatt“. Wir merkten, dass das nicht nur produktseitig zusammenpasst, sondern auch gesellschaftsrechtlich. Jetzt wollen wir weitere neue Produkte gemeinsam entwickeln. Carfacto ist beispielsweise schon da – eine Art Wikipedia für Autos – mit dem wir Autokäufern noch besser helfen können, das richtige Auto auszuwählen.

Mobile.de und Motor-Talk haben ja eigentlich unterschiedlich Angebote. Motor-Talk ist eine Community.

M. Krüger: Spannend ist, dass aus der Community, die vor 15 Jahren geboren wurde, jetzt eine Plattform entstanden ist mit knapp fünf Millionen Unique Usern, die dem Autokäufer in fast jeder Phase des Lebens hilft, insbesondere aber in der Orientierungsphase – und die wird immer wichtiger, um bei der Vielzahl von Modellen genau das richtige zu finden und den richtigen Händler auszuwählen. Und so eine Plattform hilft uns natürlich ungemein – durch die Neutralität der Community und durch die Chance, dem Käufer ein noch stärker maßgeschneidertes Produkt anzubieten.

T. Kedor: Anfangs haben sich die Autofahrer bei Motor-Talk einfach unterhalten. Das waren die Enthusiasten. Inzwischen ist es aber so, dass nicht mehr nur die Enthusiasten, sondern ganz viele Menschen beispielsweise über Google zu uns kommen. Wir haben festgestellt, dass es eine große Herausforderung ist, das Wissen der Autoexperten, der Enthusiasten greifbarer zu machen. Daher haben wir vor drei Jahren angefangen, uns neu auszurichten. Und daraus sind Produkte wie der Motoragent oder Carfacto entstanden, die versuchen, das Wissen für alle zugänglich zu machen. Das passt natürlich perfekt zu Mobile.de, wo es um die Themen Kaufen und Verkaufen geht.

Wie schaffen Sie jetzt die Zusammenführung der beiden Plattformen?

M. Krüger. Die Arbeit fängt erst so richtig an. Jetzt geht es um Produkte, Sales und Marketing. Wir haben auf beiden Seiten extrem gute Leute, die sich darum kümmern, dass wir die drei großen Themen – Autokäufer, Autohändler und Werbewirtschaft – voranbringen. Da werden wir natürlich alle Hebel in Bewegung setzen.

T. Kedor: Es gibt natürlich viele Wege, wie man die Plattformen smart verbinden kann. An der Integrationen arbeiten wir jetzt gemeinsam. Wir wollen auch die Community mit einbeziehen, denn die User haben an vielen Stellen echt gute Ideen. Wir sehen eine große Chance, dem Automobilmarkt tatsächlich nochmal neue Impulse zu geben.

M. Krüger: Noch gibt es keine Details zur Zusammenführung der Inhalte, denn die Road Map wird gerade erarbeitet. Es wird auf beiden Seiten Verlinkungen, Produktintegrationen und schlaue Werbung geben. Und es gibt Ebenen, wo wir uns voneinander differenzieren werden, weil die Zusammenführung keinen Sinn macht. Das alles wird jetzt mit Leben gefüllt, und wir werden in den kommenden Wochen und Monaten die eine oder andere Neuigkeit vermelden können. (se/rm)


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