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VW-Konzern: Bernhard Maier startet als Skoda-Chef

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Bernhard Maier startet als Skoda-Chef
Bernhard Maier
Der neue Skoda-Chef Bernhard Maier hat seine Führungsaufgabe bei der tschechischen VW-Tochter gestartet.
© Foto: Porsche
Zum Themenspecial Abgas-Skandal

Zum Amtsantritt in Mladá Boleslav spart der neue Skoda-Vorstandsvorsitzende Bernhard Maier nicht mit Lob für die automobile Tradition im Nachbarland Tschechien.

Der neue Skoda-Chef Bernhard Maier hat seine Führungsaufgabe bei der tschechischen VW-Tochter mit einem Lob für die Autobauer-Tradition des Nachbarlandes gestartet. "Dieses Unternehmen repräsentiert in herausragender Weise die Bedeutung Tschechiens und Böhmens als eine der Wiegen des Automobilbaus in Europa", sagte der 55-Jährige am Montag laut einer Mitteilung zu seinem Amtsantritt. "Die Handwerkskunst und der vitale Ingenieursgeist der Menschen dieses Landes haben in der Welt einen hervorragenden Ruf." Die Wurzeln des Autobauers Skoda reichen zurück bis ins 19. Jahrhundert. 

Maier hatte zuvor als Vertriebschef im Porsche-Vorstand gearbeitet. Er ist gelernter Kfz-Meister und war vor seiner Zeit bei Porsche viele Jahre bei BMW. Maier folgt bei Skoda auf Winfried Vahland, der den VW-Konzern auf eigenen Wunsch verlässt.

Skoda könnte künftig von der VW-Krise profitieren. Das Diesel-Debakel dürfte vor allem am Image der VW-Kernmarke mit Golf und Passat kratzen, da die Affäre "im Kundenbewusstsein direkt mit der Marke VW in Zusammenhang gebracht wird", schrieben die Autoanalysten der Uni Duisburg-Essen am Montag. Dieser Negativeffekt gelte weniger für die VW-Töchter Audi, Seat und Skoda - obwohl diese ebenfalls, wenn auch weit geringer, von dem Anfang 2016 bevorstehenden Rückruf betroffenen sind. "Ein Effekt des VW-Skandals wird damit auch die weitere Stärkung der Marke Skoda gegenüber der Marke VW sein", heißt es in der Studie, die das Rabattniveau der Marken analysiert.

Hausinterner Wettbewerb

Demnach rechnen die Forscher um Ferdinand Dudenhöffer damit, dass die VW-Kernmarke in den nächsten Monaten durch den hausinternen Wettbewerb höhere Verkaufsförderungen und Rabatte gewähren könnte als die tschechische Schwestermarke Skoda. Dieser Trend sei in den ersten Wochen nach Bekanntwerden des Abgas-Skandals bereits abzulesen - auch wenn dabei die Rabattstudie zunächst nur eine Momentaufnahme ist. 

Skoda gilt noch vor Seat als größter konzerninterner Konkurrent für die Hauptmarke mit dem VW-Logo. Dabei war Skoda der zuletzt deutlich bessere Gewinnbringer: Die Renditekraft der Marke mit dem geflügelten Pfeil lag in den ersten neun Monaten 2015 fast dreimal so hoch wie die der Kernmarke. VW-Pkw tritt jedoch auch stark in Vorleistung für die Schwestermarken, etwa in der Forschung und Entwicklung, und ihr brummendes China-Geschäft ist aus buchhalterischen Gründen bei den Renditeangaben nur bedingt mit eingerechnet. Dennoch soll die zuletzt unter drei Prozent liegende Marge bei VW-Pkw bis 2018 stark zulegen. (dpa)


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