Der erste Anschub für klimafreundliche Elektroautos soll mit 115 Millionen Euro aus dem zweiten Konjunkturpaket des Bundes kommen. Die Nutznießer entsprechender Pilotprojekte werden acht Regionen sein, kündigte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) am Dienstag an. Es seien das Rhein-Main-Gebiet, Rhein-Ruhr, Berlin/Potsdam, Bremen/Oldenburg, Hamburg, München sowie Stuttgart und Sachsen (mit den Schwerpunkten Dresden und Leipzig). Beworben hatten sich 130 Regionen. Bis 2020 sollen mindestens eine Million Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb auf der Straße sein. Dieses Ziel der Bundesregierung bekräftigte auch der Vorstandschef des großen Stromkonzerns Vattenfall Europe, Tuomo Hatakka. Die Mittel würden gezielt bis 2011 für die Erprobung und Marktvorbereitung von E-Fahrzeugen bereitgestellt, berichtete der Verkehrsminister. Getestet werden sollen Personenwagen, elektro- oder hybrid-getriebene Stadtbusse und Müllfahrzeuge sowie Fahrräder mit unterstützendem Elektroantrieb im Alltags- und Berufsverkehr. Außerdem werde eine nutzerfreundliche und sichere Stromlade-Infrastruktur aufgebaut. Die Gespräche mit den Regionen und Kommunen über die Ausgestaltung sollten unmittelbar beginnen. Tiefensees Ziel: "Deutschland soll mit seinen hervorragenden Ideen aus dem ganzen Land zum Marktführer für moderne Antriebstechnologien werden. Das sichert wichtige Arbeitsplätze und die Mobilität der Zukunft." Das noch größte Problem ist die Stromspeicherung im Fahrzeug und damit die Leistungskapazität einer "Ladung".
Alternative Antriebe: Tiefensee will Elektrofahrzeuge fördern
Nach Plänen des Bundesverkehrsministeriums soll der Einsatz von Elektro- oder Hybrid-Bussen und Müllfahrzeugen in acht Modellregionen mit 115 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II bezuschusst werden.