Führende US-Demokraten haben von den krisengeschüttelten Autobauern die rasche Vorlage eines konkreten Aktionsplans verlangt, wie sie das Überleben der Industrie sichern wollen. Präsentieren die Konzerne ihre Vorstellungen bis zum 2. Dezember, könne es schon in der Woche darauf zu einer neuen Runde von Anhörungen im US-Kongress kommen, sagte der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Harry Reid, am Donnerstag. "Wir möchten einen Weg erkennen, wie sie ihre Überlebensfähigkeit sichern wollen", fügte die Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, hinzu. "Solange sie uns keinen Plan zeigen, bekommen sie kein Geld zu sehen", betonte sie. Eine parteiübergreifende Gruppe von sechs Senatoren legte derweil ein Kompromissvorschlag vor, der Autoindustrie schnell zu einem Überbrückungskredit zu verhelfen. Dabei sollen die Konzerne über ein bereits bewilligtes Kreditpaket von 25 Milliarden Dollar verfügen können, das eigentlich für die Entwicklung sparsamerer Autos gedacht ist. Das jedoch wollen führende Demokraten nicht. Neben den Herstellern forderten die Gewerkschaften ebenfalls Hilfen. "Die Regierung von Präsident Bush und Kongress müssen jetzt handeln", sagte der Chef der United Auto Workers, Ron Gettelfinger. Sonst drohe einigen Firmen schon zum Jahresende das Geld auszugehen. Entscheidende Ursache der Krise sei die schwache Konjunktur.
Bedingungen für Staatshilfen: US-Demokraten wollen konkreten Aktionsplan
Die amerikanischen Demokraten verlangen von den US-Autobauern einen konkreten Aktionsplan, wie sie das Leben der Industrie sichern wollen. Erst dann soll es Staatshilfen geben. Zudem schafft GM nach harscher Kritik einen Teil seiner Firmen-Jets ab.