Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) bringt die geplante Reform der Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung (Pkw-EnVKV) voran. Wie das Ministerium am Donnerstag in Berlin mitteilte, liegt mittlerweile ein ressortabgestimmter Verordnungsentwurf vor, der heute an Länder und Verbände verschickt wird. Die Anhörungen seien für Ende August/Anfang September geplant.
"Ich freue mich sehr darüber, dass wir bei der Kennzeichnung des Energieverbrauchs von Personenkraftwagen nun einen entscheidenden Schritt vorangekommen sind", sagte Brüderle. Der Entwurf passe die Kennzeichnung auch an neue Technologien an, insbesondere im Bereich der Elektromobilität.
Wie bereits im Mai angekündigt, soll die Regelung Kaufinteressenten in den Autohäusern künftig auf einen Blick Informationen zu Verbrauch, CO2-Emissionen und Energieeffizienz der Fahrzeuge geben. Dazu werden die Hinweisschilder und und Aushänge erstmals eine farbige Energieeffizienzskala enthalten – wie sie etwa bei Kühlschränken Gang und Gäbe sind."Informationen zur Jahressteuer und zu den durchschnittlichen jährlichen Kosten für Kraftstoff oder Strom sind ebenfalls vorgesehen", so Brüderle. Dies schaffe mehr Markttransparenz.
Die Energieeffizienzklasse wird dabei auf der Grundlage der CO2-Emissionen unter Berücksichtigung der Fahrzeugmasse ermittelt. Dadurch sollen Verbrauchsunterschiede innerhalb bestimmter Segmente deutlich gemacht und "Anreize zur energetischen Optimierung" in allen Klassen geschaffen werden. Umweltschützer kritisieren, dass die geplante Kennzeichnung große und schwere Autos bevorzuge. (rp)