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Magna, Volvo, Saab: Brüssel hängt Hersteller an Geldtropf

Magna, Volvo, Saab: warmer Geldregen aus Brüssel
© Foto: Pixelio.de/Archiv/AHO-Montage

Aus dem Globalisierungsfonds der EU fließen Millionen für die Qualifizierung und Jobsuche entlassener Magna- und Volvo-Mitarbeiter. Die EIB gab zudem grünes Licht für die Saab-Kredithilfe.


Datum:
21.10.2009
2 Kommentare

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Die EU zahlt 5,7 Millionen Euro für die Qualifizierung und Jobsuche entlassener Arbeitnehmer in der österreichischen Steiermark. Die Magna Steyr Fahrzeugtechnik AG in Graz, eine Tochtergesellschaft des designierten Opel-Käufers Magna International, habe 588 Menschen entlassen, teilte die EU- Kommission am Mittwoch in Brüssel mit. Das Geld aus Brüssel muss noch vom EU-Parlament und den EU-Staaten freigegeben werden. Es stammt aus dem Globalisierungsfonds, mit dem die EU die Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise auf den Arbeitsmarkt abmildern will. Österreich beteiligt sich mit 3,1 Millionen Euro am Hilfspaket. Insgesamt wurden in der Steiermark 744 Menschen entlassen; von der EU sollen 400 von ihnen Hilfe erhalten. Auch nach Schweden sollen Millionen aus dem Globalisierungsfonds fließen. Dort hatten Volvo sowie seine Zulieferer knapp 4.700 Arbeitnehmern gekündigt, von denen 1.500 keinen neuen Job finden. Brüssel will 9,8 Millionen Euro zu dem 15 Millionen Euro teuren Maßnahmenpaket Schwedens beisteuern. Die EU greift auch dem schwedischen Konkurrenten Saab unter die Arme. Die Europäische Investitionsbank (EIB) in Luxemberg gab grünes Licht für 400 Millionen Euro Kredithilfe. Die Mittel sollen für Forschung und Entwicklung eingesetzt werden. Der schwedische Edel-Sportwagenbauer Koenigsegg hatte die Übernahme der bisherigen Tochter des US-Autobauers General Motors bekanntgegeben. (dpa)

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KOMMENTARE


Jörg-Uwe Banach

21.10.2009 - 17:22 Uhr

So sieht das also aus: Magna entlässt Mitarbeiter, spielt Großinvestor und kauft Opel, und die entlassenen Mitarbeiter werden auf Kosten des Steuerzahlers am Leben gehalten... während nebenbei auf Kosten desselben Steuerzahlers Gelder in das marode Unternehmen Opel gepumpt werden, um das für Magna interessant zu machen... ist das jetzt normal oder nennt man das ein Wirtschaftsparadoxon?


Katja Grieb

22.10.2009 - 13:17 Uhr

Ich glaube, heutzutage gibt es eine neue Definition von "seriös".Man kann doch nicht auf der einen Seite Hilfen für einen Konzern leisten und auf der anderen Seite macht Magna auf "dicke Hose". Die Philosophie von Magna stinkt zum Himmel. Meine Befürchtung geht ja immer noch in die Richtung, dass Magna nach kurzer Zeit Opel in den Konkurs fährt und sich dabei bestens saniert. Wenn Brüssel dazu das Jawort gibt, verstehe ich die Welt nicht mehr.


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