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Opel-Gespräche: Bundesregierung spricht wieder mit GM

GM-Vize John Smith hat um ein Gespräch mit der Bundesregierung gebeten.
© Foto: Philipp Guelland/ ddp

Die Bundesregierung wartet darauf, dass GM ein verlässliches Sanierungskonzept für Opel vorlegt. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers forderte eine Lösung bis Weihnachten.


Datum:
11.11.2009
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Erstmals nach dem geplatzten Opel-Verkauf an Magna haben sich Bundesregierung und General Motors (GM) wieder an einen Tisch gesetzt. GM-Vize John Smith hielt sich am Mittwoch zu Gesprächen auf Arbeitsebene in Berlin auf. Smith habe um das Gespräch gebeten, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums. Ein Treffen mit Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) war nicht vorgesehen. GM versucht nach der überraschenden Kehrtwende im Opel- Poker derzeit, die Wogen zu glätten und die Verstimmung in der Regierung und bei den Opel-Mitarbeitern zu beheben. Der US-Autobauer will seine deutsche Tochter Opel selbst sanieren und dafür bei den Regierungen der Länder mit Opel-Standorten um Unterstützung werben. GM hatte den Finanzbedarf für die Rettung auf drei Milliarden Euro beziffert. Der Konzern will womöglich noch vor Jahresende auch mit der Abzahlung seiner Schulden an die US-Regierung beginnen. Die Bundesregierung wartet darauf, dass GM ein verlässliches Sanierungskonzept für Opel vorlegt. EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes sagte am Mittwoch in Brüssel, GM wolle den neuen Businessplan schon in Kürze den Regierungen vorzustellen. Brüderle warf dem Management des US-Konzerns unterdessen vor, Entscheidungen viel zu lange verzögert zu haben. Dabei sei viel Geld verbrannt worden: "Der Ball liegt jetzt bei General Motors und nicht in Berlin." Details über die von GM geplanten Stellenstreichungen in Deutschland sollen erst in einigen Wochen vorliegen, wie GM-Chef Fritz Henderson am Dienstag erklärt hatte: "Zuerst müssen wir uns mit den Betriebsräten auf einen Restrukturierungsplan einigen." Der Autobauer will rund 10.000 der 50.000 Stellen in Europa streichen und die Fixkosten um 30 Prozent senken. Rüttgers fordert Lösung bis Weihnachten Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) forderte rasch eine Zukunftsperspektive für Opel. "Es wäre ein gutes Zeichen, wenn es bis Weihnachten eine Lösung gäbe", sagte er am Mittwoch und machte sein Misstrauen gegenüber GM deutlich: "Ich will das aber schriftlich haben." Rüttgers warf den GM-Managern vor, "über Monate hinweg Menschen zu Geiseln" ihrer Unternehmenspolitik gemacht zu haben und am Ende auch noch wortbrüchig geworden zu sein.

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