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Privilegien: Bundesregierung will Carsharing fördern

Carsharing boomt in Deutschland. Auch Autohersteller wie Ford mischen mit.
© Foto: Ford

Das Autoteilen boomt. Viele Leute vor allem in Ballungsräumen verzichten gerne auf ein eigenes Fahrzeug – und nutzen stattdessen die Mobilität auf Abruf.


Datum:
12.01.2015
1 Kommentare

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Die Bundesregierung will das Carsharing mit Privilegien wie besonderen Parkplätzen fördern. "Ein Gesetz zur Bevorrechtigung der Verwendung von Carsharing-Fahrzeugen wird derzeit erarbeitet", teilte eine Sprecherin des Verkehrsministeriums am Samstag in Berlin mit und bestätigte damit Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ/Samstag). Inhalte des Gesetzes und ein konkreter Zeitplan stehen laut Ministerium aber noch nicht fest.

"Wir wollen die Mobilität der Zukunft fördern", sagte der SPD-Fraktionsvize Sören Bartol der Deutschen Presse-Agentur. Carsharing reduziere den Verkehr in den Innenstädten. "Wir wollen, dass Kommunen endlich Rechtssicherheit bekommen und extra Parkplätze für Carsharing-Fahrzeuge ausweisen können." Denkbar sei eine Vergabe durch Ausschreibung in den Kommunen an entsprechende Carsharing- Anbieter. "Das muss bundesweit einheitlich im Straßenverkehrsrecht geregelt werden", so Bartol.

Die Grundidee von Carsharing: Ein Auto steht den größten Teil des Tages ungenutzt herum, während sich beim Carsharing mehrere Nutzer einen Wagen teilen können. Gemessen am gesamten Autogeschäft ist es zwar ein Nischenmarkt – allerdings mit kräftigen Wachstumsraten. Etwa 150 Anbieter sind nach früheren Expertenschätzungen am Start, auch Autohersteller mischen mit. Der Bundesverband Carsharing geht von mehr als einer Million Nutzer aus.

Bundesweit einheitliche Regelungen

Die "FAZ" zitierte eine interne Vorhabenliste der Bundesregierung: "Carsharing leistet einen wichtigen Beitrag für die Vernetzung der Verkehrsträger und für einen nachhaltigen Stadt- und Regionalverkehr. (...) Mit den geplanten Regelungen zum Carsharing sollen diese Fahrzeuge im Straßenverkehr privilegiert werden."

Mit dem Gesetz solle die Grundlage geschaffen werden, um Parkplätze für Carsharing-Autos rechtssicher ausweisen zu können. In der Praxis könnten die Kommunen dann Stellplätze festlegen mit einem Verkehrszeichen ähnlich dem für Taxi-Haltestände. "Zudem soll es den Gemeinden ermöglicht werden, auf Parkgebühren bei diesen Fahrzeugen zu verzichten", heißt es laut "FAZ" in dem Vorhaben-Papier weiter. Die Regelungen sollten einheitlich im ganzen Bundesgebiet gelten. (dpa)

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KOMMENTARE


Sauerländer

13.01.2015 - 09:04 Uhr

Sehr geehrter Herr Bartol, es ist ja schön und wichtig und wünschenswert, dass die Regierung sich Gedanken zur Verringerung des Verkehrsaufkommens und der Parkplatznot in Städten macht. Dass dabei aber die Bewohner der ländlichen Gegenden immer wieder und immer weiter benachteiligt werden, scheint niemanden zu stören. Warum sollten extra Parkplätze ausgewiesen werden, die dann auch noch kostenlos sind? - Für Personengruppen, die zwar höhere Mieten - aber auch keine Doppelbelastung durch den Unterhalt von zwei -in Regionen ohne wirklich nutzbaren öffentlichen Nahverkehr notwendigen- Fahrzeugen haben. Wo bleibt da die Solidarität mit der Landbevölkerung? Wie wäre es zur Abwechslung mal mit einer Erleichterung für Bürger, die weit entfernt von Ballungszentren leben? Wir würden uns auch über eine Übernahme der Parkkosten freuen oder eine Reduzierung/Gutschrift der Mineralölsteuer (wir zahlen ja schon die Spritkosten für eine Anreise in die Stadt und kommen trotzdem). Aber jeder ist sich ja selbst der Nächste. - Wer in der Stadt aufgewachsen ist (z.B. in Hamburg), kennt eben nicht unbedingt die Probleme des Landes und umgekehrt. Wie auch immer, ich gönne allen, wenn gespart und gleichzeitig noch was für die Umwelt getan werden kann. - Doch sollte man -gerade als sozialdemokratische Partei- immer beide Seiten betrachten. In diesem Sinne. - Arbeiten Sie für´s ganze Volk. Nicht nur für Lobbyisten.


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