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Staatssekretär: Klärungsbedarf bei Wechselkennzeichen

Die ersten Wechselkennzeichen in Deutschland dürften im Sommer 2011 montiert werden.
© Foto: ddp / Joerg Koch

Laut Bundesverkehrsministerium muss unter anderem noch die Berechnung von Haftpflichtversicherung und Kfz-Steuer sowie die genaue Ausgestaltung der Nummernschilder geregelt werden.


Datum:
09.12.2010
2 Kommentare

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Die ersten Wechselkennzeichen in Deutschland werden im Laufe des Jahres 2011 ausgegeben. Die letzten dafür erforderlichen rechtlichen Änderungen werden nach Angaben von Andreas Scheuer, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, derzeit geklärt und anschließend auf den Weg gebracht. Somit ist ein Start im Sommer wahrscheinlich.

Wechselkennzeichen ermöglichen es, bis zu drei Fahrzeuge abwechselnd mit dem gleichen Nummernschild zu fahren. Nur die gleichzeitige Nutzung der Kraftfahrzeuge ist nicht möglich. Die Höhe der Haftpflichtversicherung und Kfz-Steuer richtet sich voraussichtlich nach dem größten Fahrzeug, die genaue Berechnung soll allerdings noch geregelt werden. Wie Scheuer gegenüber dem Autoclub "Mobil in Deutschland" sagte, herrscht ebenfalls Klärungsbedarf im Bereich der genauen Ausgestaltung der Kennzeichen, der Dokumentation der Hauptuntersuchung auf dem Kennzeichen und der Speicherung in den Fahrzeugregistern. (mid/bp)

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KOMMENTARE


E.Kühlwetter (wallibelli)

09.12.2010 - 14:49 Uhr

Zitat: "Wie Scheuer gegenüber dem Autoclub "Mobil in Deutschland" sagte, herrscht ebenfalls Klärungsbedarf im Bereich der genauen Ausgestaltung der Kennzeichen, der Dokumentation der Hauptuntersuchung auf dem Kennzeichen und der Speicherung in den Fahrzeugregistern." Da hat sich deutscher Perfektionismus wieder selbst ein Bein gestellt. Drei unterschiedliche Autos mit drei unterschiedlichen TÜV-/ASU- Plaketten, die sowohl auf jedem Kennzeichen als auch in den einzelnen Fahrzeugpapieren dokumentiert sein müssen. Daraus mache man bitte e i n Wechselkennzeichen. Schlicht ein Ding der Unmöglichkeit. Also experimentierte man mit geteilten Kennzeichen, wobei der Teil mit TÜV-/ASU-Plakette am jeweiligen Fahrzeuig verbleibt. Das wird nicht nur teuer, da man für alle Fahrzeuige zwei neue Teilkennzeichen mit Steckverbindung zum Wechselteil braucht ( 4 x 2 neue Kennzeichen!!), sondern auch aufwendig, weil die Kennzeichenverordnung eine feste und sichere Anbringung verlangt. Dann gibt es nach Felgenschlössern demnächst auch noch Kennzeichenschlösser. Warum so kompliziert, wenn es auch einfach geht? In etlichen Ländern sind die Prüftermine auf Scheibenplaketten vermerkt. Da gibt es solche Probleme nicht. Der finanzielle Aufwand bei Schildern und Papieren plus einen zusätzlichen bei Ausstausch eines der drei Fahrzeuge schmälert die Wirtschaftlichkeit des Wechselkennzeichens immens. Wie so oft im Leben steckt der Teufel im Detail. Einerseits ist die deutsche Detailversessenheit ein Kernelement des "Made in Germany" anderseits wird sie zum Klotz am Bein.


Detlev Kunde

10.12.2010 - 15:47 Uhr

Das geht noch einfacher: Jedes fahrzeug hat 2 Kennzeichen. Man könnte nun 1 Kennzeichen (vorne oder hinten) wie bisher mit den nötigen Stempeln und der zum Fahrzeug gehörenden Nummer am Fahrzeug lassen. Das 2. Kennzeichen (vorne oder hinten) wird als spezielles Wechselkennzeichen auf den Besitzer zugelassen (ohne Stempel)und nur dieses Kennzeichen wird von einem zum anderen Fahrzeug gewechselt. Bei Straftaten bekommt man über beide Kennzeichen den verursacher ermitteln.


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