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Post-Brexit-Gespräche : Nissan warnt vor Scheitern

Post-Brexit-Gespräche
Nissan warnt vor Scheitern
Nissan warnt vor einem Scheitern der Post-Brexit-Gespräche.
© Foto: picture alliance / Eugene Hoshiko / AP Photo
Zum Themenspecial Brexit

Der Autobauer appelliert an die britische Regierung, bei den Gesprächen über das Brexit-Anschlussabkommen eine Einigung anzustreben. Ansonsten wäre das Geschäft mit höheren Zolltarifen nicht mehr zukunftsfähig.

Der japanische Autohersteller Nissan hat die britische Regierung vor einem Scheitern der Gespräche über ein Brexit-Anschlussabkommen gewarnt. "Wenn wir nicht die aktuellen Zolltarife bekommen, wird das Geschäft nicht mehr zukunftsfähig sein. Das müssen alle verstehen", sagte der fürs Tagesgeschäft zuständige Manager Ashwani Gupta am Mittwoch der BBC. Nissan beschäftigt im nordostenglischen Sunderland 7.000 Mitarbeiter.

Großbritannien ist Ende Januar aus der EU ausgetreten. Bis Ende des Jahres gilt eine Übergangsphase, in der das Land noch zum Binnenmarkt und zur Zollunion gehört. Sollte in dieser Frist aber kein Abkommen über die künftigen Beziehungen gelingen, müssten Zölle und andere Handelsbeschränkungen eingeführt werden.

Die Gespräche gingen in dieser Woche in eine vierte und vorläufig letzte Runde, bevor eine Zwischenbilanz gezogen werden soll. Die Erwartungen sind jedoch sehr gedämpft, nachdem die bisherigen Verhandlungen ohne greifbare Ergebnisse verlaufen waren.

Die Option auf eine Verlängerung der Übergangsfrist um bis zu zwei Jahre steht noch bis Ende Juni offen. Der britische Premierminister Boris Johnson lehnt das aber strikt ab. Man setze darauf, dass es zu einem Durchbruch auf politischer Ebene kommt, hieß es kürzlich aus Verhandlungskreisen in London.

Erst vergangene Woche hatte Nissan angekündigt, sein Werk im spanischen Barcelona zu schließen und seine europäische Produktion auf Sunderland zu konzentrieren. Bei Brexit-Befürwortern in Großbritannien wurde die Entscheidung mit viel Genugtuung aufgenommen. Doch die Freude könnte verfrüht gewesen sein, denn 70 Prozent der in England hergestellten Fahrzeuge werden in die EU exportiert, (dpa)


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