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"Reform für Vertrauen": ADAC verzichtet künftig auf unternehmerische Werkstatt-Aktivitäten

"Reform für Vertrauen"
ADAC verzichtet künftig auf unternehmerische Werkstatt-Aktivitäten
Die Kfz-Branche hat die Entscheidung des ADAC zum Verzicht auf eigene Werkstatt-Aktivitäten vergangene Woche mit spürbarer Erleichterung aufgenommen.
© Foto: ADAC e. V.

Der ADAC wird künftig keine unternehmerischen Aktivitäten mehr im Bereich Werkstätten verfolgen und sich wieder mehr auf Tests von Werkstätten und anverwandten Dienstleistungen konzentrieren.

Vergangene Woche haben Präsidium und Verwaltungsrat des ADAC entschieden, künftig keine unternehmerischen Aktivitäten im Bereich Werkstätten mehr zu verfolgen. Stattdessen konzentriert sich der Automobil-Club auch weiterhin auf das fundierte und objektive Testen von Werkstätten und werkstattnahen Dienstleistungen. Der ADAC Werkstatt-Test ist seit 1970 einer der traditionsreichsten Verbraucherschutz-Tests des Clubs und für viele ADAC Mitglieder eine wichtige Informationsgrundlage.

Kein wirtschaftlicher Schaden für die neun bestehenden ADAC Werkstätten

Im Rahmen seines tiefgreifenden Reformprogramms zur Neuausrichtung hat der ADAC in den vergangenen Monaten zahlreiche Wirtschafts- und Test-Aktivitäten auf mögliche Interessenkonflikte und deren Auswirkungen überprüft. In diesem Zusammenhang wurde jetzt entschieden, dass ab Oktober 2014 keine Werkstattbetriebe mehr mit dem Logo "ADAC Werkstatt" an den Markt gehen. Derzeit gibt es neun ADAC Werkstätten, die vom Club entsprechend weiterqualifiziert worden sind. Den bestehenden Partnern soll durch die Entscheidung allerdings kein wirtschaftlicher Nachteil entstehen, wie es dazu aus München offiziell heißt.

Konzentration auf Optimierung der eigenen Straßendienstpartner

Neben den Verbraucherschutz-Testaktivitäten wird der ADAC sein bestehendes Straßendienst-Partnernetz durch eine Qualitätssicherungsoffensive weiterentwickeln, um ADAC Mitgliedern im Pannenfall auch weiterhin optimale Leistungen und Dienstleistungsangebote zu ermöglichen. Ziel sei es dabei, "dass das Mitglied nach einem Pannenfall mit dem eigenen Auto weiterfahren kann, was schon heute in 85,6 Prozent der Fälle erfolgt". Diese Qualifizierung umfasst jedoch nicht die unternehmerische oder strategische Steuerung von Werkstattleistungen.

Die jetzt getroffene Entscheidung zum Verzicht auf unternehmerische Werkstatt-Aktivitäten bedeute indes nicht, dass der ADAC künftig grundsätzlich auf wirtschaftliche Aktivitäten verzichtet. Der Club werde sich "auch weiterhin unternehmerisch betätigen – allein schon um die hohe Qualität der Mitgliederleistungen dauerhaft sicherstellen zu können".   (wkp)


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