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Strategieplan: Renault ordnet Produktion neu

Strategieplan
Renault ordnet Produktion neu
Ghosn: "Produktion ohne Standortschließungen, Entlassungen oder unnötige Überkapazitäten."
© Foto: Renault/AHO-Montage

Der Konzern will den Rückgang des westeuropäischen Markts mit dem Ausbau der Kapazitäten in wachstumsreichen Schwellenländern ausgleichen. Dadurch sollen Werksschließungen vermieden werden.

Renault passt seine Produktion den jeweiligen Marktgegebenheiten an. Damit will der französische Autobauer seine Werke wettbewerbsfähiger machen. Nach dem am Mittwoch vorgelegten Strategieplan wird der Hersteller in Westeuropa künftig vor allem Mittel- und Oberklassefahrzeuge sowie leichte Nutzfahrzeuge bauen, die einen höheren Deckungsbeitrag erwirtschaften. Hintergrund: In dieser Region sind die Absatzzahlen seit 2007 um ein Fünftel zurückgegangen. Steigende Verkäufe verspricht sich das Unternehmen hier von der Allianz mit Nissan und die Kooperation mit Daimler.

Der Strategieplan erlaube es, die Produktion ohne Standortschließungen, Entlassungen oder unnötige Überkapazitäten an die weltweite Nachfrage anzupassen, betonte Konzernchef Carlos Ghosn. Ziel sei es, die wirtschaftliche Überlebensfähigkeit jedes Standorts dauerhaft zu gewährleisten.

Den Rückgang des westeuropäischen Marktes will Renault mit dem Ausbau der Produktionskapazitäten in Schwellenländern ausgleichen. Investitionsschwerpunkte seien Brasilien, Indien und Russland. Mit dem neuen Werk in Tanger/Marokko soll ab 2012 zudem die steigende Nachfrage nach preisgünstigen Einstiegsmodellen in Afrika, Mexiko und dem Mittleren Osten bedient werden.

Frankreich will der Konzern als Fertigungszentrum für Elektrofahrzeuge und -motoren etablieren. Zentrale Produktionsstätten seien Flins (Modell Zoe) und Mauberge (Kangoo Rapid Z.E.). Ab 2015 sollen rund 80 Prozent aller weltweit von Renault verkauften Stromer aus Frankreich kommen. Die Batterienfabrik in Flins mit einer Kapazität von 100.000 Stromspeichern pro Jahr soll 2013 ihre Arbeit aufnehmen. (rp)

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