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Kommentare () Kommentare (0) 21.04.2015

Sanierung in Eigenregie

Auto Bayer kämpft gegen Krise

Sanierung in Eigenregie
Auto Bayer kämpft gegen Krise
Die Auto Bayer OHG ist ein Sanierungsfall.
© Foto: Auto Bayer OHG

Der Mehrmarkenhändler aus Baden steckt in Schwierigkeiten. Helfen soll eine Sanierung in Eigenverwaltung.

Die Auto Bayer OHG will sich selbst retten. Der Renault-Haupthändler aus Friesenheim-Heiligenzell hat vor dem Amtsgericht Offenburg ein gerichtliches Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung durchgesetzt. Mit Unterstützung eines Sachverwalters und der bisherigen Unternehmensberater will Geschäftsführer Stefan Bayer einen Restrukturierungsplan erarbeiten und so die Wende herbeiführen.

"Durch die Anordnung der Eigenverwaltung bleibt die Auto Bayer OHG selbst handlungsfähig. Der Geschäftsbetrieb läuft in vollem Umfang fort", teilte die Kanzlei Nickert am Dienstag mit. Sie überwacht das gerichtliche Verfahren und kommuniziert mit den Gläubigern. Als vorläufiger Sachwalter wurde Rechtsanwalt Dirk Pehl (Kanzlei Schultze & Braun) eingesetzt. Hinzu kommen die Experten der Hengst Unternehmensberatung und von Rhotert Controlling und Beratung.

Neben Renault vertreibt Auto Bayer auch die Marken Dacia und Skoda. Zudem hat die Firma einen Servicevertrag mit VW und ist Partner eines freies Werkstattkonzepts. An den drei Standorten in Friesenheim-Heiligenzell, Freiburg und Kippenheim sind rund 80 Mitarbeiter beschäftigt. Ihre Lohn- und Gehaltszahlungen würden während des Eigenverwaltungsverfahrens durch die Arbeitsagentur in voller Höhe sichergestellt, hieß es.

26 Millionen Euro Jahresumsatz

Zu den Gründen der finanziellen Schieflage wurden zunächst keine Angaben gemacht. Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftete Auto Bayer einen Umsatz von rund 26 Millionen Euro. Mit Blick auf die bereits eingeleiteten Maßnahmen und die Reputation des Unternehmens zeigte sich Matthias Kühne, Rechtsanwalt bei der Kanzlei Nickert, zuversichtlich: "Die Auto Bayer OHG genießt bei den Kunden und auch in Fachkreisen einen guten Ruf." Gerade im Service-Bereich sei die Kfz-Firma kompetent und breit aufgestellt.

Ziel des Verfahrens sei die zukunftsfähige Ausrichtung des Händlers, so Kühne weiter: "Nach derzeitigem Stand ist davon auszugehen, dass das Verfahren, zumindest in den wesentlichen Punkten, im zweiten Halbjahr 2015 abgeschlossen werden kann." (rp)

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