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8. AUTOHAUS Schadenforum: Vorsicht ist besser als Nachsicht

Peter Meier, Vorstandsmitglied der NÜRNBERGER Versicherungsgruppe, referierte in Potsdam über Managerhaftung und operative Risiken in Kfz-Betrieben.
© Foto: Presse+PR Pfauntsch

Neben der Absicherung durch den optimalen Versicherungsschutz empfiehlt Peter Meier, Vorstandsmitglied der NÜRNBERGER Versicherungsgruppe, Autohäusern, Risiken durch präventive Maßnahmen bereits im Vorfeld zu vermeiden.


Datum:
23.11.2012
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Autohäuser sind hohen Risiken ausgesetzt: Diebstahl, Einbruch, Unwetter – ohne ausreichenden Versicherungsschutz kann innerhalb kürzester Zeit die Existenz eines Unternehmers in Gefahr sein. Auch die persönliche Absicherung der Manager im Autohaus spielt eine große Rolle, da diese bei Fehlentscheidungen haftbar sind – unter Umständen auch, wenn die Fehlentscheidung im Vorfeld nicht absehbar war.

Mit Blick auf die spezifischen Bedürfnisse von Kfz-Betrieben klärte Peter Meier, Vorstandsmitglied der NÜRNBERGER Versicherungsgruppe, zum 8. AUTOHAUS-Schadenforum unter dem Titel "Managerhaftung und operative Risiken: Welchen Rückhalt brauchen Kfz-Betriebe?" über die versicherungstechnischen Möglichkeiten und Erfordernisse für Autohäuser auf. Neben der Absicherung durch die Assekuranz stellte Meier die Bedeutung von Prävention und Risikominimierung in den Vordergrund. Denn, so erklärte er, "die besten Schäden sind die, die wir gemeinsam vermeiden können."

Assekuranz als "Allround-Partner"

Unter dem Motto "Gestern, heute und in Zukunft" ging Meier zunächst auf die NÜRNBERGER Versicherungsgruppe als Partner des Kfz-Gewerbes ein – seit 40 Jahren ist die Assekuranz dem Kfz-Gewerbe verbunden und kennt die spezifischen Gegebenheiten in Autohäusern. Zum einen agiert der fränkische Versicherer als Kooperationspartner in den Autohäusern: Durch den Verkauf der Kfz-Versicherungen direkt vor Ort und der damit verbundenen intensiven Beratung würden unter anderem die Kundenbindung gesteigert und die Werkstattauslastung verbessert, erklärte der Versicherungs-Experte. Zum anderen sei die NÜRNBERGER seit vier Jahrzehnten auch Versicherer für Autohäuser und könne aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung in der Branche maßgeschneiderte Lösungen für Kfz-Betriebe anbieten. Für mehr Sicherheit im Autohaus, so Meier, seien ein optimales Versicherungskonzept sowie eine risiko- und sicherheitstechnische Beratung unerlässlich.

Existenzielles Risiko

Vor allem Arbeitnehmer in leitenden Positionen sind häufig einem hohen unternehmerischen Risiko ausgesetzt – hier setzt die Directors&Officers-Versicherung (D&O-Versicherung) an. Diese sichert den Manager gegen Ansprüche von Dritten, wie Kunden, Lieferanten, Banken oder andere Gläubiger seines Unternehmens (Außenhaftung) sowie bei Ansprüchen des Unternehmens selbst an seine Entscheider (Innenhaftung) ab.

Da die Führungskräfte eines Unternehmens im Zweifel mit ihrem Privatvermögen haften, ist eine D&O-Police auch in Autohäusern nicht zu vernachlässigen, warnte Meier in seinem Vortrag. Bei einem Eigentümerwechsel beispielsweise könne es passieren, dass die Strategie und damit Entscheidungen, die vorher klar getroffen wurden, auf einmal auf dem Prüfstand stehen. Des Weiteren seien, so der Referent, Fälle bekannt, in denen bei finanziellen Engpässen der Insolvenzverwalter den Autohaus-Manager hinzugezogen habe – dieser haftet dann mit seinem Privatvermögen. Der richtige Versicherungsschutz diene also der Existenz-Erhaltung – auch in mittelständischen Betrieben. Deswegen, so Meier, wolle er für das Thema sensibilisieren. Er legte zudem den Zuhörern nahe, sich zur Absicherung der eigenen Existenz damit auseinander zu setzen.

Optimierte Produkte

Als Partner des Kfz-Gewerbes hat die NÜRNBERGER Versicherungsgruppe für Autohäuser eine speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene D&O-Police entwickelt. Im Falle des Falls werden die erhobenen Ansprüche – ob überhaupt und in welcher Höhe Pflicht zum Schadenersatz besteht – geprüft. Ist der Anspruch begründet, sorgt die Assekuranz für eine Wiedergutmachung durch finanziellen Ausgleich oder sie wehrt Ansprüche ab, wenn diese nicht berechtigt sind. Komme es zu einem Rechtsstreit, führt die Versicherung den Prozess und trägt die Kosten. Entscheidend sei zudem, erklärt Meier, dass mit der NÜRNBERGER D&O-Versicherung ein einfaches Produkt geschaffen wurde. Ein Antrag könne schnell und unkompliziert gestellt werden, bei Vertragsverlängerung seien keine neuen Angaben nötig und es werde ein feststehendes Beitragsmodell mit Staffelungen nach Umsätzen hinzugezogen, erläuterte Meier das Versicherungskonzept.

"Klassische" Gefahren

Neben dem unternehmerischen ist das Autohaus vielen weiteren Haftungsrisiken ausgesetzt. "Ein Personen-, Sach-, Vermögens- oder Umweltschaden kann jederzeit passieren – bei Kunden, Vertragspartnern, Lieferanten, in der Werkstatt, den Verkaufsräumen oder der Öffentlichkeit. Betriebsversicherungen für Autohäuser schützen dann vor den finanziellen Folgen und geben die nötige Sicherheit", erklärte Meier.
Seit rund sechs Jahren habe die NÜRNBERGER Versicherungsgruppe dafür den Bereich der Betriebsversicherungen kontinuierlich ausgebaut. Die laufenden Gefahren, mit denen sich der Leiter eines Autohauses befassen sollte, seien unter anderem: das Fahrzeug in der Werkstattobhut, das allgemeine Betriebsrisiko, Bearbeitungsschäden an Kundenfahrzeugen, Umweltschäden sowie der Verstoß gegen das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Die hierfür entwickelten Produktlösungen der NÜRNBERGER seien direkt auf die Bedürfnisse sowie auf die Gegebenheiten in Kfz-Betrieben fokussiert, betonte das Vorstandsmitglied.

Hagelschäden vorbeugen

Beispielsweise Hagelschäden können in sekundenschnelle erhebliche Schäden an den Fahrzeugen anrichten – ein Hagelschaden koste laut Meier im Durchschnitt 4.000 Euro pro Auto. Zusätzlich nehme das Unwetter- und Hagelrisiko aufgrund des Klimawandels messbar zu: Es komme früher im Jahr zu Hagelschauern und das Phänomen zentriere sich auch nicht mehr allein auf den Süden. Zusätzlich fallen Unwetter teils schwerer aus.
In Österreich habe das bereits dazu geführt, dass die Absicherung gegen Hagelschäden aus den Policen herausgenommen wurde, da diese nicht mehr einschätzbar und damit versicherbar waren, berichtete Meier. Ob und wie schnell es bei uns in diese Richtung geht, ist nicht bekannt, doch "Tatsache ist, dass ein Trend dahingehend besteht", weiß Meier.

Gemeinsam mit den Beauftragten der Versicherung könnten Kunden der NÜRNBERGER Versicherungsgruppe überlegen, wie man damit umgehe und adäquate Schutzmaßnahmen ergreifen könne. Zum Beispiel durch innovative Überdachungen mit Photovoltaik-Anlagen zum Schutz der Fahrzeuge – was wiederum zu niedrigeren Beiträgen führt.

Feuer und Diebstahl wieder aktuell

Auch das Thema Diebstahl nehme laut Meier wieder flächendeckend zu. Die Folgen: Umsatzeinbußen, Imageschaden, der Verlust von teuren Diagnosegeräten, Fahrzeugschlüsseln, Reifensätzen oder Bargeld. Ebenso gewinne das Thema Brand wieder an Relevanz. "Wenn es auch nicht das größte Risiko ist, so kam es doch in den letzten fünf Jahren auch aufgrund technischer Standards zu mehr Bränden – häufig ausgelöst durch elektronische Büro-Geräte," berichtete Meier in Potsdam. Vor allem beim Thema Feuer sei die Prävention am allerwichtigsten.

Vorsicht wird honoriert

Operative Risiken zu minimieren und abzusichern sind laut Meier die zentralen Punkte für Unternehmen. Am besten sei der Schaden, der erst gar nicht eintritt. Präventivmaßnahmen honoriere die NÜRNBERGER Versicherungsgruppe durch angepasste Beiträge – je niedriger das Risiko, desto niedriger der Beitrag. Eigens für die Beratung von Präventivmaßnahmen sind sechs Mitarbeiter für die Franken im Einsatz. Sie nehmen vor Ort Risikofaktoren auf und suchen gemeinsam mit dem Leiter des Autohauses nach sinnvollen Lösungen.

Mehr Informationen zu Präventionsmaßnahmen hat die Assekuranz gemeinsam mit dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) auf einer Homepage gebündelt: Unter www.der-sichere-kfz-betrieb.de sind wichtige Faktoren für die Sicherheit im und um das Autohaus zusammengefasst
(sh)

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