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ADAC-Test: "Notbremsassistenten senken Unfallfolgen signifikant"

Notbremsassistenten können beim Aufprall die Unfallfolgen signifikant verringern.
© Foto: ADAC

Der ADAC testete Notbremsassistenten: Dabei kamen unterschiedliche Ergebnisse zu Tage. Volvo schnitt sehr gut ab, weniger gefällig fanden die Prüfer die Systeme von Lexus und BMW.


Datum:
23.11.2012
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"Alle getesteten Notbremsassistenten können die Unfallfolgen durch Auffahrunfälle signifikant senken." Das ist die Kernaussage eines aufwendigen ADAC-Vergleichstests von Notbremsassistenten. Sie bieten schon heute einen hohen Sicherheitsgewinn. Auffahrunfälle gehören zu den häufigsten Unfallarten bei schweren Verkehrsunfällen. Notbremsassistenten gehören deshalb neben ESP zu den wichtigsten aktiven Sicherheitselementen im Fahrzeug. Dennoch gab es bei den Systemen der sechs Hersteller (VW, Volvo, Audi, Mercedes, BMW und Nissan) deutliche Unterschiede. Der Assistent von Volvo überzeugte am ehesten, BMW schaffte nur ein "befriedigend".

Besonders im Stopp-and-Go-Verkehr in der Stadt oder auf der Autobahn kann es schnell krachen: Eine kleine Unaufmerksamkeit und schon touchiert man die Stoßstange des vorausfahrenden Autos. Notbremsassistenten sollen diese Kollisionen verhindern oder zumindest die Folgen minimieren. Solche Systeme sind sehr komplex. Kameras oder Sensoren erfassen die Umgebung und leiten die Daten an einen Bordcomputer weiter. Kommt dieser zu dem Ergebnis, dass ein Crash nicht mehr zu vermeiden ist, warnt er zunächst den Fahrer. Reagiert der nicht, bremst der Wagen automatisch ab. Sind die Kameras oder Sensoren verschmutzt, kann es Probleme geben.

Der Volvo S60 konnte überzeugen

Beim Test des ADAC sticht besonders der schwedische Hersteller hervor. Der Notbremsassistent im V60 überzeugte den Autoclub, weil die Technik besonders gut auf ein stehendes Objekt reagiert und die Geschwindigkeit und damit die Aufprallenergie deutlich reduziert. Deshab vergab der ADAC das Prädikat "sehr gut". Das allein war aber nicht der Grund für die Auszeichnung. Positiv bewerteten die Tester auch das Warnsystem im Volvo. Droht ein Zusammenstoß, wird der Fahrer über einen Ton und ein optisches Signal auf der Windschutzscheibe auf die Gefahr aufmerksam gemacht.

Notbremsassistenten: Volvos System arbeitet "sehr gut"

Die Geschwindigkeit vor dem Zusammenstoß bauen auch die Assistenten des Mercedes CLS und des Audi A7 sehr gut ab. Der Mercedes bremst, im Gegensatz zum Audi, nicht nur bei fahrenden, sondern auch bei vor ihm stehenden Fahrzeugen ab, kann aber Kollisionen nicht komplett vermeiden. Audi punktet dafür mit dem besten Systemablauf von der ersten optisch und akustischen Fahrerwarnung bis hin zu den automatischen Bremseingriffen. Der getestete VW Passat reduziert die Kollisionsgeschwindigkeit nicht so deutlich wie die Vergleichskandidaten von Mercedes und Audi, kann aber bis zu Tempo 30 einen Aufprall gänzlich vermeiden. Weniger gut schnitt die automatische Bremse in der 5er Baureihe von BMW und im Nissan Infiniti M37 ab: Beide erreichten nur das Prädikat "befriedigend".

Der Autoclub begründete die Bewertung damit, dass diese Systeme durch den automatischen Bremseingriff nur wenig Geschwindigkeit abbauen. Außerdem sei die Kollisionswarnung des Infiniti zu unauffällig. Als innovativ bezeichnete der Club das aktive Gaspedal der Japaner, welches den Fahrer bei zu dichtem Auffahren über einen Gegendruck auf die Annäherung aufmerksam macht.
(ses)

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