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ARGES-Bundeskongress: EDV-Gipfel

Hauptakteure auf dem 6. ARGES-Bundeskongress verantwortlich (v.l.): Jens Dürasch (GF ExSoft), Gerd Vogel (GF ARGES), Ferdinand Moers (GF Audatex/Autoonline), Moderator Wolfgang Heintges (GF Heintges Gruppe) und Günther Kopp (GF ARGES).
© Foto: Stefan Endres

Die ARGES bringt seit über 25 Jahren Anwender und Dienstleister an ­einen Tisch, um durch konstruktive Diskussion die bestehenden Systeme weiter zu optimieren. Zudem bietet sie eine Informationsplattform zu brisanten Themen der Sachverständigen-Branche.


Datum:
30.12.2014
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180 Sachverständige aus der ganzen Republik konnte Gerd Vogel – er führt gemeinsam mit Günter Kopp die Geschäfte der als ARGES GmbH abgekürzten "Arbeitsgemeinschaft Kraftfahrzeug-Sachverständiger" – vor kurzem zum 6. Bundeskongress im Darmstädter Maritim Konferenzhotel begrüßen. Dabei galt sein besonderer Dank nicht nur den vielen Teilnehmern, sondern auch den zwölf Ausstellern, die im Rahmen des ARGES-Branchenforums aktuelle Dienstleistungen und Produkte präsentierten – und deren Messestände sich regen Interesses erfreuten. So stellte anschließend der Moderator der Ver­anstaltung, Wolfgang Heintges, auch die Bedeutung der ARGES und des Bundeskongresses für die Sachverständigenbranche noch einmal deutlich heraus, bevor er das Wort an Ferdinand Moers, Geschäftsführer der Audatex Deutschland GmbH und der Autoonline GmbH, übergab.

Kräfte gebündelt

Moers nutzte in seinem Grußwort die Gelegenheit, auf die Herausforderungen, denen sich ein Sachverständiger in Zeiten einer dynamisch zunehmenden Digitalisierung stellen müsse, einzugehen und die Positionierung seines Hauses in dieser Entwicklung vorzustellen. So habe man sich in den vergangenen Monaten neu aufgestellt, die Kräfte gebündelt und eine organisatorische Einheit für die rechtlich noch eigenständigen Firmen Audatex, AUTOonline und Exsoft geschaffen.

Mit dieser neuen Organisationsstruktur könne man nun allen Partnern kurze Kommunikationswege bieten, was er auch gleich mit der persönlichen Vorstellung der Ansprechpartner für Sachverständige unter Beweis stellte. So wie die Digitalisierung das Berufsbild des Sachverständigen zunehmend in Richtung Spezialisierung verändere, so würden sich laut Moers entsprechend auch die Ansprüche an Dienstleister wie Audatex und AUTOonline und an die Werkzeuge, die sie der Branche böten, verändern. Deshalb sei es an der Zeit, den Weg in die Zukunft zu ebnen. Das werde man mit einer Plattform tun, auf der man stets aktuell die benötigten Informationen für alle Endgeräte, insbesondere auch für mobile Lösungen, zur Verfügung stelle.

Die Zeit sei nicht mehr weit, so prognostizierte Moers, in der in Deutschland "niemand mehr eine Offline-Kalkulation durchführen" werde. Würden sich Sachverständige oder Audatex und AUTOonline dem nicht stellen, würden sie von der Entwicklung schlichtweg überholt werden. Konkret hieße das im SV-Bereich, dass das Managementsystem AudaFusion organisch um immer mehr Online-Funktionen erweitert werde. Dazu sei man ­unbedingt – und das mache die große ­Bedeutung der ARGES als Informationskanal aus – auf den Input der Anwender angewiesen, denn nur so könne man marktgerechte Werkzeuge entwickeln. Man werde, versicherte Moers, alles daran setzen, eine moderne Plattform zur Verfügung zu stellen, damit der Sachverständige keine aussterbende Spezies werde.

Software-News

In der Überleitung zu den nächsten Beiträgen unterstrich Moderator Wolfgang Heintges, dass er – angesichts der immer größeren Veränderungsgeschwindigkeit in der Branche – das Vorhaben der Audatex grundsätzlich begrüße und dass Jens Dürasch, Geschäftsführer der Exsoft GmbH, den Ankündigungen Ferdinand Moers’ nun sicherlich Taten folgen lasse.


Dürasch seinerseits wartete dann auch direkt mit einer Neuerung auf. So präsentierte er zu Beginn seines Vortrages ein neu geschaffenes Online-Blog-System für AudaFusion-Anwender, das neben schneller Hilfe bei Anwenderfragen auch eine transparente und offene Kommunikation in Sachen Managementsystem ermögliche. Anschließend stellte Dürasch aktuelle Lösungen wie AudaLis und ­AudaMobile als sinnvolle modulare Ergänzungen für Sachverständige vor und demonstrierte das effiziente Zusammenspiel von AudaFusion und AudaMobile.

Noch konkreter ging anschließend Torsten Werfel auf eine Vielzahl von neuen oder optimierten Funktionen in AudaFusion ein. Daneben konnte er Fragen aus dem ­Plenum beantworten bzw. einige Anregungen der Anwender aufnehmen. Großen Zuspruch fanden auch die im Rahmen des Branchenforums aktiven AudaFusion-Hotspots, an denen Audatex-Supportmitarbeiter sich ganztägig den Anwenderfragen stellten.

Factoring für Sachverständige

Forderungsmanagement war das Thema von Martin Fink, der als Repräsentant der Deutschen Verrechnungsstelle für das Kfz-Wesen, kurz KfzVS, das Leistungsspektrum seines Hauses vorstellte. Angesichts einer steigenden Zahl von Rechnungskürzungen und wachsender Außenstände stellten die verschiedenen Leistungspakete der KfzVS laut Fink "eine attraktive Option" dar, die auch betriebswirtschaftlich Sinn mache und für Sachverständigenbüros eine tatsächliche Entlastung bedeute. Erleichtert würde dies zudem durch eine Schnittstelle zur Rechnungsein­reichung zwischen ­AudaFusion und der KfzVS. Im Anschluss an seinen Vortrag durfte sich Fink zahlreichen Nachfragen zu den Konditionen und Alleinstellungsmerkmalen seiner Dienstleistung stellen.

Schon traditionell sind die Beiträge von Elmar Fuchs, Rechtsanwalt und Geschäftsführer des BVSK. Dieser beschloss den Veranstaltungstag denn auch mit ­einem gewohnt pointiert vorgetragenen Referat, in dem er, eingebettet in die vom AZT ins Rollen gebrachte Beilackierungsdiskussion, die aktuelle Situation des Sachverständigenwesens mit deutlichen Worten beschrieb. Dabei versäumte er es nicht, die Anwesenden aufzufordern, sich nicht nur in Sachen Beilackierung klar und solidarisch als Sachverständige zu positionieren. Auch habe die Zukunft längst begonnen und nur der Sachverständige, der hier in Sachen Werkzeuge und Know-how mithalte, könne seine Daseinsberechtigung deutlich machen. Gerade auch die technische Ausstattung eines Sachverständigenbüros sei ein Schlüssel für die Zukunft. Abschließend widmete sich Fuchs dem Thema Honorare und skizzierte, wie er sich die weitere Entwicklung bezüglich der Honorartableaus vorstelle.


Innovativ bleiben

Wolfgang Heintges dankte Elmar Fuchs für seine "immer wieder offenen, oftmals unbequemen, aber notwendigen Worte" und würdigte dessen "Ver­dienste als Interessenvertreter der Sach­ver­ständigen". Danach verabschie­dete Gerd Vogel, auch im Namen seines Mit-Geschäftsführers Günter Kopp, die Veranstaltungsteilnehmer mit dem Appell, sich den aktuellen Herausforderungen zu stellen und dabei stets innovativ zu bleiben, damit die Zukunft des Sachverständigenwesens gesichert werde. Heintges lud ergänzend alle Sachverständigen zum nächsten Bundeskongress am 12. November 2015 ein. (sez)

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