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Aus 2 wird 1: Audatex und AUTOonline miteinander verschmolzen

Seit 1. September 2010 Geschäftsführer von AUTOonline, seit 30. November 2011 in Personalunion auch von Audatex Deutschland in Minden und seit 20. März 2015 Chef des verschmolzenen Rechtsnachfolge-Unternehmens Audatex AUTOonline GmbH: Ferdinand Moers.
© Foto: Walter K. Pfauntsch

"Im Geiste" und einem gemeinsamen Konzern vereint waren die beiden Unternehmen Audatex und AUTOonline bereits seit Ende 2009, jetzt ist aus den beiden bisher eigenständigen Firmen eine gemeinsame geworden. Neuer, vorläufiger Höhepunkt eines 2006 begonnenen Konzentrationsprozesses.


Datum:
12.04.2015
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Das Schreiben war kurz und knapp: Vor wenigen Tagen informierte Ferdinand Moers (55), in Personalunion sowohl Geschäftsführer der Audatex Deutschland GmbH mit Sitz in Minden, als auch der AUTOonline Informationssysteme GmbH mit Sitz in Neuss, dass es diese beiden Firmen in der bisher jeweils eigenständigen Form nicht mehr gibt.

Nurmehr ein Unternehmen, aber noch mit zwei Standorten

Eine entsprechende Fusionierung habe dazu geführt, dass beide Unternehmen seit dem 20. März 2015 miteinander verschmolzen sind. Der neue Name: Audatex AUTOonline GmbH. "Alle Rechte und Pflichten sind im Rahmen der Gesamtrechtsnachfolge" auf das neue Unternehmen übergegangen, beurkundet ist der Vorgang mit Handelsregistereintrag beim Amtsgericht Bad Oeynhausen. Beide Standorte – Minden und Neuss – bleiben laut der Information von Moers offensichtlich erhalten. Korrepondenzen und Rechnungen müssten ab sofort allerdings jeweils gleichlautend auf die Audatex AUTOonline GmbH ausgestellt werden, egal, ob sie nach Minden oder Neuss gerichtet werden.

Aus den ergänzenden, steuerrelevanten Angaben des offiziellen Schreibens geht hervor, dass neben Ferdinand Moers mit Christian Mutzner ein weiterer Geschäftsführer für die  neue Audatex AUTOonline GmbH bestellt ist. Laut seinem eigenen Profil bei Xing gehört der in der deutschen Schadenwelt bisher weitgehend unbekannte Mutzner bereits seit längerer Zeit zum US-amerikanischen Konzern Solera Holdings Inc. Seit Mai 2014 firmiert er als "CFOO Germany & Regional CFOO" für die Länder Deutschland, Italien und Österreich.

Alles begann 2006 mit dem neuen Eigentümer Solera

Die Verschmelzung von Audatex und AUTOonline zu einem gemeinsamen Unternehmen ist der vorläufige Höhepunkt eines Konzentrationsprozesses, der 2006 – zeitgleich zum offiziellen 40. Geburtstag von Audatex Deutschland – mit dem Kauf von Audatex durch den Privatinvestor Tony Aquila begonnen hat. Aquila übernahm seinerzeit fast sämtliche Ländervertretungen von Audatex, sein amerikanischer Konzern Solera bestand damit "zu 95 Prozent aus Audatex", wie es der neue Eigner selbst so formuliert hatte. Mit dieser Konstellation getraute sich Solera 2006 direkt auch an die New York Stock Exchange (NYSE), der größten Wertpapierbörse der Welt. Zur Erinnerung: Beim vorherigen Eigentümer ADP (ebenfalls USA) war Audatex lediglich eine Art "Anhängsel". Zum Solera-Konzern gehören neben Audatex unter anderem die Firmen ABZ, Sidexa, Informex und HPI.

Solera sieht sich nach eigenen Angaben als "weltweiter, marktführender Anbieter von Serviceleistungen im Bereich Schadenmanagement in der Versicherungswirtschaft und der Automobilindustrie". Aquilas Zielstellung war die Schaffung eines "globalen Netzwerkes". Mit dem frischen Kapital, das er 2006 aus dem (geglückten) Börsengang nutzen konnte, startete Tony Aquila einen breit angelegten internationalen Akquisefeldzug, bei dem er innerhalb von wenigen Jahren die Solera-Präsenz in zahlreichen weiteren Ländern ausbauen konnte.

Audatex, AUTOonline, Exsoft, Sachcontrol, UCS: USA-Tony zieht die Fäden

Die Strategie galt aber im Besonderen auch dem Audatex-Mutterland Deutschland: Ende 2009 wurde Solera Holdings Mehrheitsgesellschafter der AUTOonline GmbH, die enge(re) Verknüpfung mit dem Mindener Branchendienstleister startete unverzüglich. In den Folgejahren wurden hierzulande die Software-Schmieden Exsoft, Sachcontrol und Universal Consulting Software (UCS) in den Solera-Konzern integriert oder – wie im Falle der UCS – gänzlich aufgelöst, nachdem man das einzig relevante Produkt C@risma in die Audatex-Produktwelt "eingepflegt" hatte.

Parallel zum Wegfall einer gewissen Angebotsvielfalt aus unterschiedlichen IT-Häusern verfolgten der US-amerikanische Mutterkonzern Solera und dessen Eigentümer Tony Aquila eine klare Strategie der Nutzung von Synergien und "Human resources": Zahlreiche Führungspositionen wurden in der jüngeren Vergangenheit bereits nicht mehr doppelt besetzt, sondern für die noch verbliebenen beiden Firmen Audatex und AUTOonline meist nurmehr durch einen Gesamtverantwortlichen. Mit der Audatex AUTOonline GmbH ist die Zielstellung eines Lean Management nun allemal erreicht, das Unternehmen soll nicht zuletzt "360 Grad Schadenbusiness" – inklusive Restwert und Flottenmarkt – abdecken, wie es ein Audatex-Slogan bereits in der jüngeren Vergangenheit sehr deutlich machte.   (wkp)

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