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Bilanz 2011: Immer mehr junge Fahrer absolvieren Fahrsicherheits-Trainings

Bei diesem Winter-Fahrsicherheitstraining ist deutlich erkennbar, dass junge Fahrer und Führerscheinneulinge immer mehr dominieren.
© Foto: Walter K. Pfauntsch

Sinn und Nutzen von Fahrsicherheitstrainings sind mittlerweile über jeden Zweifel erhaben und tragen entscheidend dazu bei, dass die Lenker ihre Fahrzeuge auch in kritischen Situationen optimal oder zumindest deutlich besser beherrschen. Erfreulich ist die Tatsache, dass immer mehr junge Fahranfänger die angebotenen Programme nutzen.


Datum:
23.03.2012
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Fahrsicherheitstrainings sind heute für viele Führerscheinneulinge und Fahranfänger genau das, was ihnen die Fahrschule nicht bieten konnte: Sammeln von Erfahrungen im Umgang mit Technik und Straße, Erkenntnisse zu physikalischen Gesetzmäßigkeiten und sukzessives Herantasten an Grenzbereiche auf unterschiedlichen Fahrbahnoberflächen. Das alles unter professioneller Anleitung von exzellent ausgebildeten Trainern auf speziellen Testgeländen mit entsprechenden Auslaufzonen. Sprich: Auch wenn das Fahrzeug die "berühmten" 5 Stundenkilometer zu viel "drauf" hatte, um gerade noch durch die Kurve zu kommen, bleibt hier das darauffolgende Schleudern oder Kreiseln um die eigene Achse ungefährlich.

Grundstock für das unfallfreie Fahren

Bewusste und entsprechend erläuterte Erfahrungen dieser Art wären im normalen Straßenverkehr nicht möglich. Die "Aha-Erlebnisse" aus dem Training aber helfen den Kursteilnehmern nachhaltig, im öffentlichen Verkehr entsprechende Gefahren zu vermeiden oder eben bestmöglich zu beherrschen, sollte die Gefahrsituation durch andere Verkehrsteilnehmer hervorgerufen worden sein. Kurzum: Die Chancen, über Jahre unfallfrei zu bleiben, steigen deutlich und messbar.

224.000 Teilnehmer wurden 2011 von über 500 Trainern geschult

Insgesamt 224.000 Autofahrer haben im Jahr 2011 an einem ADAC Fahrsicherheits-Training oder an der Berufskraftfahrer-Weiterbildung unter Anleitung von über 500 qualifizierten Trainern teilgenommen. "Bei den Kursen geht es darum, sich und das Fahrzeug sicher aus Gefahrensituationen herauszubringen", sagt beispielsweise Christoph Walter, der beim ADAC u.a. für den Bereich Fahrsicherheitstraining verantwortlich ist.

167.000 Teilnehmer absolvierten das Pkw-Training (plus vier Prozent). Den stärksten Zuwachs verzeichnete der Club bei den Motorradprogrammen: 35.000 Biker haben ihre Sicherheit geschult, was einem Plus von 14 Prozent entspricht.

Junge Fahrer mit gut 30 Prozent vertreten

Das Alter der Teilnehmer reicht von 18 bis 80 Jahren. Erfreulich sei aber vor allem die steigende Zahl der jungen Teilnehmer, von denen viele bereits vor den Fahrsicherheitstrainings auch erste Erfahrungen auf den den ADAC Verkehrsübungsplätzen sammelten, indem sie dort für ihren Führerschein übten. Insgesamt hatten im vergangenen Jahr bundesweit 62.000 Jugendliche die Chance auch des Fahrsicherheitstrainings genutzt. Gemessen an der Gesamtzahl von Trainingsabsolventen im Pkw- und Motorradbereich waren dies nicht weniger als 30,7 Prozent aller Teilnehmer.

Programme für Berufskraftfahrer, Brummi- und Buslenker

Darüberhinaus bietet der ADAC seit 2008 auch rund einer Million Berufskraftfahrern die Möglichkeit, die gesetzlich vorgeschriebenen Weiterbildungskurse zu absolvieren. Genutzt wurden diese Kurse 2011 von gut 11.000 Berufskraftfahrern. Weitere über 12.000 Nutzfahrzeuglenker nutzten die Chance des Lkw- bzw. Bus-Fahrsicherheitstrainings.

Im gesamten Bundesgebiet stehen elf Fahrsicherheitszentren und 42 Trainingsanlagen des Münchner Automobilclubs zur Verfügung. Auf ihnen lernen Autofahrer das fahrerische Können zu üben und zu verbessern, sei es mit Auto, Motorrad, Kleintransporter, Lkw oder Bus. Dies sehen Christoph Walter und Ludger Kersting als einen "wesentlichen Beitrag zur Unfallverhütung".

Kersting ist beim ADAC Leiter des B2B-Geschäftes für die Automobilbranche. Anlagen und Trainer für Fahrveranstaltungen und entsprechende Kurse/Schulungen und Trainings stellt der Club auch Automobilherstellern und Händlern in einem eigens dafür ausgearbeiteten Programm entsprechend zur Verfügung.

"Die beste Probefahrt mit seinen Kunden macht der Händler bei uns"

Mit Blick auf Produktpräsentationen, -neueinführungen, Verkaufs- und Technikschulungen etc. stellen Kersting und Walter die fast rhetorische Frage: "Wo sonst kann man einen Neuwagen so gut erlebbar machen? Das Fahrgefühl auf unserem Trainingsgelände ist ein ganz anderes als bei einer gewöhnlichen Probefahrt im Realverkehr. Und für die Verkäufer eröffnet sich die Chance, gemeinsam mit den Kaufinteressenten einmal sämtliche technischen Features auszuprobieren und auch das Verhalten des Fahrzeugs während einer Vollbremsung oder eines Ausweichmanövers zu testen."

Für die Händler sei solch eine Aktion am Ende des Tages "deutlich effizienter, da sie wesentlich zur Kaufentscheidung beitragen" könne und auch dem Kunden mehr Spaß mache – Stichwort Kundenbindung. Aufgrund der regionalen Vernetzung des ADAC sei dies ein Service, den sonst niemand bieten könne, betont Ludger Kersting die Vorteile. Eine weitere Option: Händler könnten sich zusammenschließen und gemeinsam Regionalveranstaltungen anbieten. (wkp)

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