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Crashtests: DEKRA testet für den japanischen Markt

Hybridtechnologie ist absolut sicher – das haben umfangreiche DEKRA-Crashtests erwiesen.
© Foto: DEKRA

Der Prüfkonzern DEKRA hat nach zwei Crashtests mit Hybridfahrzeugen den Mischantrieb für sicher befunden. Gleichzeitig hat die Sachverständigenorganisation das Recht erworben, europäische Fahrzeuge für den japanischen Markt zu testen.


Datum:
25.10.2012
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Die Batterietechnik und andere elektrische Komponenten im hybridbetriebenen Toyota Prius sind bei einem Unfall sicher – das bestätigt nun auch ein DEKRA-Crashtest. Die Sachverständigenorganisation hat auf der eigenen Anlage in Neumünster zwei Exemplare des Hybridfahrzeugs gecrasht. Damit hat sie auch die Zulassung erhalten, in Zukunft Autos für den japanischen Markt mit Blick auf die passive Sicherheit zu zertifizieren.

Auf Herz und Nieren geprüft

Nach zwei simulierten Unfällen mit Crashtests (ein Frontalaufprall mit 50 km/h und ein Heckaufprall mit 49 km/h) war die Bilanz von Peter Rücker, Teamleiter Crash Test Center bei DEKRA: "Die Fahrzeugkonstrukteure haben die Technik rund um Batterie und elektrische Leitungen im Griff. Der Batteriestrom wird bei einem Unfall innerhalb kürzester Zeit abgeschaltet. Die Spannung fällt innerhalb weniger Sekunden von gut 200 Volt unter die Grenze von 60 Volt – genau wie es die Vorgaben verlangen."

Außerdem überprüften die Sachverständigen weitere Punkte, die in einem Auto mit Hochvoltanlage bei einem Unfall wichtig sind: Nach dem Crash dürfen keine Teile unter Strom stehen, die Batterie darf beim Unfall nicht verrutschen und es musste ausreichend Abstand zwischen eindringenden Teilen und der Batterie vorhanden sein. Auch in all diesen Punkten erwies sich der Prius III als sicher.

Verbesserungspotenzial ist vorhanden

Dennoch gäbe es manchmal noch Verbesserungspotenzial, das offenbar auch die Toyota-Ingenieure erkannt haben. "In der Art und Weise, wie zum Beispiel die Hochvolt-Leitungen verlegt sind, hat sich der Prius seit unserem letzten Crashtest mit dem Vorgängermodell eher noch verbessert", erklärt Rücker. "Damals gab es eine Leitung an einer Stelle, wo der Motor hätte eindringen können. Es war noch Abstand vorhanden, aber da hätte es möglicherweise knapp werden können. Inzwischen ist auch dieser Punkt unkritisch."

Prüfer für den japanischen Markt

Anlass für den Crashtest war das Anerkennungsverfahren der japanischen Straßenverkehrsbehörde: Die DEKRA-Experten haben der Behörde damit nachgewiesen, dass sie exakt die Tests zuverlässig durchführen, die Japan von europäischen Autoherstellern verlangt, wenn sie ein neues Fahrzeug auf den japanischen Markt bringen wollen. Als einziger Anbieter in Deutschland dürfe DEKRA jetzt Autos für den japanischen Markt hinsichtlich der passiven Sicherheit zertifizieren.

"Für die Fahrzeugentwicklung haben wir die Versuche nach japanischen Crashvorschriften bereits für viele Hersteller durchgeführt. Nur bei den anschließenden Zertifizierungsversuchen waren wir dann außen vor", erklärte Peter Rücker. "Die Anerkennung durch die japanische Verkehrsbehörde bedeutet für uns jetzt ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal. In Deutschland darf das kein anderer." Für Automobilhersteller in Deutschland sei es wesentlich einfacher und auch kostengünstiger, die für Japan erforderlichen Zertifizierungsversuche hierzulande durchzuführen. (ll)

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