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DEKRA: "Überzieher" haben mehr Mängel

Die Überwachungsorganisationen begründen die 20 Prozent höhere Gebühr bei einer verspäteten HU mit höherem Prüf- und Dokumentationsaufwand.
© Foto: @Christian Jung/www.fotolia.com

Die Überwachungsorganisation DEKRA hat die Ergebnisse von 1,6 Millionen Hauptuntersuchungen ausgewertet. Demnach haben verspätet den Sachverständigen vorgeführte Fahrzeuge bis zu 50 Prozent mehr erhebliche Mängel als pünktliche Autos.


Datum:
30.11.2012
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Fahrzeuge, die über zwei Monate verspätet zur Hauptuntersuchung vorgestellt werden, haben deutlich mehr Mängel. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle DEKRA-Auswertung. Dafür hat die Sachverständigenorganisation bundesweit rund 1,6 Millionen Hauptuntersuchungen an Pkw aus dem dritten Quartal 2012 unter die Lupe genommen.

Bis zu 50 Prozent mehr erhebliche Mängel

Mit der zum 1. Juli eingeführten Neuregelung bei Fristüberschreitung bekommen auch "Überzieher" nach bestandener Hauptuntersuchung die Plakette wieder für die volle Laufzeit. Bisher wurde die Überziehungszeit mitgerechnet. In den Monaten Juli bis September 2012 wurde die Frist zur Hauptuntersuchung bei rund 90.000 Pkw, die bei DEKRA in Deutschland geprüft wurden, um mehr als zwei Monate überschritten. Das machte einen Anteil von 5,8 Prozent aus.

Bei diesen Fahrzeugen stellten die DEKRA Prüfer laut eigenen Angaben eine deutlich erhöhte Mängelquote fest. Die "Überzieher" wiesen eine durchschnittlich mehr als 30 Prozent höhere Mängelzahl und bis zu 50 Prozent mehr erhebliche Mängel auf als Fahrzeuge, die fristgemäß zur Hauptuntersuchung vorgestellt wurden.

Mängel verlängern die Prüf- und Dokumentationszeit

"Die Zahlen zeigen: Wenn die Frist für die Hauptuntersuchung so deutlich überzogen wird, bedeutet das deutlich mehr Mängel und ein Gefahrenpotenzial für alle Verkehrsteilnehmer", erklärte Bruno Möbus, Technischer Leiter bei DEKRA e.V. in Stuttgart.

Der höhere Anteil an technischen Mängeln führe dazu, dass sich die durchschnittliche Prüf- und Dokumentationszeit verlängert. Bei der Neuregelung seit 1. Juli wurde deshalb von einem durchschnittlich um 20 Prozent erhöhten Aufwand für diese Fahrzeuge ausgegangen.

"Zur Ermittlung von Prüfgebühren verlangt der Verordnungsgeber grundsätzlich eine Mischkalkulation. Dabei wird ein durchschnittlicher Aufwand berechnet, um so zum Beispiel für alle Pkw-Kunden eine preisliche Gleichstellung zu sichern, unabhängig vom Fahrzeugtyp, Fahrzeugalter oder Ort der Prüfung", so Bruno Möbus. "Deshalb wurde bereits im Rahmen der Neuregelung für die Überzieher eine höhere Gebühr vorgeschrieben, damit der notwendige Mehraufwand nicht auf die Autofahrer umgelegt werden muss, die sich vorschriftsmäßig verhalten."

Die Sachverständigenorganisation führt die Statistiken in den nächsten Monaten fort und plant gemeinsam mit einem wissenschaftlichen Institut eine umfassende Analyse der Ergebnisse. (ll)

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