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EU-Kommissionsentscheid: Brüssel macht den Weg frei für die neue VW Autoversicherung AG

Am 1. April starten sie das operative Geschäft der gemeinsamen VW Autoversicherung AG: Frank Witter (2.v.l.), Vorstandschef der VW Financial Services AG und Allianz-Vorstand Karsten Crede (2.v.r.), CEO Global Automotive. Aktiv mit dabei: FA AG Vertriebsvorstand Lars-Henner Santelmann (l.) und Allianz CUO Roman Blaser.
© Foto: Walter K. Pfauntsch

Seit Freitag ist es amtlich: Die EU-Kommission in Brüssel hat das Joint Venture der Volkswagen Financial Services AG und dem Versicherer Allianz abgesegnet. Damit kann die bereits zum 1. Januar 2013 offiziell aus beiden Unternehmen heraus gegründete neue Volkswagen Autoversicherung AG wie erwartet am 1. April ihr operatives Geschäft starten.


Datum:
12.03.2013
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Obgleich der Braunschweiger Finanzdienstleister, die Volkswagen Financial Services AG, entsprechend einer AUTOHAUS-Direktanfrage an Pressesprecher Stefan Voges-Staude "keinerlei Meldung herausgegeben" hatte, gab es in den letzten drei Tagen ein ungewohnt breites und nachhaltiges Echo in den Nachrichten-Agenturen sowie den Wirtschafts- und Finanzmedien: Brüssel gibt "grünes Licht" und erlaubt das Joint-Venture von Allianz und VW-Finanztochter", hieß es bereits am Freitagmittag bei der Deutschen Presseagentur (dpa). Und in der Tat war es eine eher kleine Meldung, die seitens der EU-Kommission Ende letzter Woche bekannt gegeben wurde, dann aber doch für ein breites Multiplikatoring sorgte. 

Joint Venture zweier Marktgiganten

Geschuldet ist es vermutlich der Tatsache, dass der Münchner Versicherungsriese Allianz und der Finanzdienstleister von Europas größtem Autobauer Volkswagen in der Branche einen strategisch weitreichenden und auch gänzlich neuen Weg eingeschlagen haben. Bereits zum 1. Januar 2013 haben sie die Gründung der gemeinsamen Volkswagen Autoversicherung AG offiziell vollzogen. Am 1. April sollte plangemäß das operative Geschäft starten, von dem beide Partner in dem Joint Venture partizipieren. In diesem Modell hält die Volkswagen Financial Services AG 51 Prozent der Kapitalanteile und 49 Prozent der Stimmrechte, während die Allianz-Gruppe 51 Prozent der Stimmrechte und 49 Prozent der Kapitalanteile inne hat. 

"Partnerschaft auf Augenhöhe"

Damit sollte eine "Partnerschaft auf Augenhöhe" erreicht werden, sagten bereits am 26. September vergangenen Jahres übereinstimmend VW FS AG Vorstandschef Frank Witter und Allianz-Vorstand Karsten Crede, CEO der neuen Allianz Global Automotive Spezialeinheit für das Geschäft mit der nationalen und internationalen Automobilwirtschaft. 

Verdoppelung der Penetration und gesteigerter Fahrzeugabsatz als Kernziele

Als gemeinsame Ziele hatten sich die Protagonisten – zu ihnen gehörten in der ersten Reihe bei der offiziellen Proklamation des Joint Ventures auch FS AG Vertriebsvorstand Lars-Henner Santelmann und Allianz CUO Roman Blaser – seinerzeit die Verdoppelung der Penetrationsraten bei Autopolicen von Fahrzeugen des VW Konzerns sowie das Erreichen "signifikanter Mehrwerte für Kunden" und einen deutlich gesteigerten Fahrzeugabsatz gesetzt.

Keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken der EU-Kartellwächter

Dem Vorhaben scheint seit Freitag nun auch von Seiten der Behörden nichts mehr entgegen zu stehen. Denn: Die Brüsseler Kartellwächter haben keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken angemeldet. Ihrer Ansicht nach gibt es ausreichend viele Konkurrenten auf dem Automobil- und Versicherungsmarkt. Damit werden VW Financial Services AG und Allianz termingerecht zum 1. April mit der Vermarktung eigener Fahrzeugpolicen über die neue Volkswagen Autoversicherung AG starten. (wkp)

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