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Führerscheinausbildung: Computerbilder werten Theorieprüfung auf

Die Führerscheinprüfung am Computer erlaubt nun auch "echte" Straßensituationen nachzuvollziehen.
© Foto: ©Dron - www.fotolia.com

Ab Oktober werden Aufgaben bei theoretischen Fahrerlaubnisprüfungen mit modernen, am PC generierten Abbildungen aufgewertet. Bald sollen auch animierte Kurzfilme hinzukommen und damit komplexe Verkehrssysteme realitätsnah dargestellt werden.


Datum:
12.10.2012
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Bei der theoretischen Fahrerlaubnisprüfung kommen Änderungen auf die Bewerber zu. Darauf weisen die Sachverständigen des DEKRA e.V. hin. Ab Oktober 2012 sind die Prüfungsaufgaben mit modernen, am Computer erstellten Abbildungen illustriert. Demnächst kommen computeranimierte Kurzfilme hinzu. Damit ließen sich komplexe Verkehrssituationen dynamisch und realitätsnah darstellen.

Konzentrationsübung am Computer

"Mit diesen Schritten wollen wir die Fahranfänger noch besser auf die heutigen Anforderungen im Straßenverkehr vorbereiten und damit ihren Start in die Praxis noch sicherer machen," erklärte Dr. Roland Krause, Leiter der Technischen Prüfstelle für den Kraftfahrzeugverkehr beim DEKRA e.V. Dresden.

In der neuen Darstellungsweise werden den Aufgaben zunächst Basisabbildungen zugeordnet, die wie bisher auch im amtlichen Aufgabenkatalog veröffentlicht werden. In der Prüfung sollen dann aber abgewandelte Varianten dieser Abbildungen eingesetzt werden. Zum Beispiel variieren Fahrzeugtypen und -farben sowie die Umgebungsbebauung. Das biete für den Prüfling eine realistische Vielfalt und hilft die Aufmerksamkeit auf die eigentliche Verkehrssituation zu konzentrieren.

Blick auf moderne Straßen

"Das heißt, der Bewerber kann die Aufgabe nur dann lösen, wenn er die Verkehrssituation inhaltlich verstanden und sich intensiv mit der Aufgabe in der Prüfungsvorbereitung auseinandergesetzt hat", erläutert Krause die Neuerung. "Außerdem wird er nicht verleitet, aus dem amtlichen Aufgabenkatalog auswendig zu lernen."

Ein weiterer Vorteil sei, dass sich die computergenerierten Bilder einfacher erstellen lassen und schneller zu aktualisieren sind. Zudem sollen die neuen Abbildungen die aktuelle Verkehrsumwelt abbilden, zum Beispiel mit Blick auf Fahrzeugtypen oder die Umgebungsgestaltung.

Demnächst bringen Kurzfilme Dynamik

Als weiterer Schritt bei der Modernisierung der Fahrerlaubnisprüfung sei laut DEKRA vorgesehen, computeranimierte Kurzfilme einzuführen. Mit solchen kurzen Filmsequenzen ist es möglich, komplexe Verkehrssituationen selbsterklärend, das heißt ohne zusätzliche Beschreibungstexte, abzubilden. Das beuge Missverständnissen vor und helfe beispielsweise leseschwachen Fahrerlaubnisbewerbern, die Aufgabe besser zu verstehen. Die Prüflinge könnten realistischer voraussehen, wie sich die Situation weiterentwickeln wird. Oft lautet ja die Prüfungsfrage: "Womit müssen Sie rechnen?" Außerdem ließen sich mit den Kurzfilmen erstmals Gefahren darstellen, die nicht dauerhaft sichtbar sind, zum Beispiel von Fahrzeugen verdeckte Kinder oder Radfahrer im toten Winkel.

"Damit der Fahrer Unfälle vermeiden kann, braucht er nicht nur das richtige Wissen, sondern muss Gefahrensituationen auch angemessen wahrnehmen und bewerten können", erklärt Dr. Andreas Schmidt, Leiter Fahrerlaubniswesen bei DEKRA. "Dafür ist es wichtig, diese Situationen realistisch und dynamisch darzustellen."

Tests mit Filmsequenzen bei Theorieprüfungen, die DEKRA in Sachsen durchführte, hätten eine hohe Akzeptanz bei den Bewerbern gezeigt: 72 Prozent beurteilten die neuen Aufgaben als besser, beziehungsweise viel besser als die bisherigen. Zu ähnlichen Ergebnissen seien auch die Studien der TU Dresden und des Instituts für Prävention und Verkehrssicherheit (IPV) gekommen.

Seit 2010 flächendeckende Prüfung am PC

Mit Beginn des Jahres 2010 haben Prüforganisationen die theoretische Fahrerlaubnisprüfung in Deutschland flächendeckend auf die moderne Prüfung am PC umgestellt. Die Resonanz der überwiegend jungen Fahrerlaubnisbewerber sei durchweg positiv. "Nicht zuletzt weil sie den Computer meist täglich nutzen, akzeptieren sie ihn auch als Instrument für die Prüfung", erklärt Schmidt. (ll)

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