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Interview: Spies Hecker über die Zukunft in der Carlyle Group

Jochen Kleemann (l.) und Thomas Melzer, die beiden Geschäftsführer von Spies Hecker
© Foto: Spies Hecker

In einem offenen Interview sprechen Jochen Kleemann und Thomas Melzer von Spies Hecker über ihre Geschäftsstrategien, Absatzmärkte für Lackprodukte und über den Zusammenschluss mit der Carlyle Group.


Datum:
14.09.2012
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Im Interview sprechen die Geschäftsführer von Spies Hecker, Jochen Kleemann und Thomas Melzer, über die Marktstrategie der Lackmarke, über das "alltägliche Geschäft im Unternehmen" und über die Änderungen, die der Zusammenschluss mit der Carlyle Group mit sich bringt.

Autohaus (AH)Spies Hecker hat sein 130-jähriges Bestehen gefeiert. Worin liegt die Stärke der Marke?
Thomas Melzer: "Spies Hecker hat immer frühzeitig die Zeichen der Zeit erkannt und auf Veränderungen des Marktes rechtzeitig reagiert. Darin liegt unsere Stärke. Unser Unternehmen steht für Vertrauen, Lösungsorientierung und Innovation."
Jochen Kleemann: "In Deutschland zeichnen wir uns vor allem durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden aus. Die starke Vertriebsmannschaft stellt eine persönliche Beratung sicher, unsere Anwendungstechniker und das Team in der Zentrale ermöglichen eine individuelle Unterstützung, die an den Anforderungen unserer Kunden ausgerichtet ist."

AHWie positioniert sich Spies Hecker im derzeit schwierigen europäischen Markt?
Thomas Melzer: "Im Gesamtmarkt ist das Geschäft in Westeuropa insgesamt um elf Prozent rückläufig. Spies Hecker kann sich jedoch gut behaupten, unsere Marktanteile bleiben stabil und sind sogar leicht gestiegen. Aufgrund unserer jahrzehntelangen Erfahrung haben wir frühzeitig innovative Produktsysteme – wie z. B. Permahyd Hi-TEC 480 – eingeführt und auf modernes, digitales Color-Management gesetzt. Das hat dazu geführt, dass wir trotz Krise in diesem Jahr zahlreiche Kunden hinzugewonnen haben. In Osteuropa verzeichnen wir ein starkes Wachstum, auch hier setzen immer mehr Lackierer auf Spies Hecker."

AHBisher gehörte Spies Hecker zu DuPont. Nun wurde das Lackgeschäft an die Beteiligungsgruppe Carlyle verkauft – wie geht es weiter?
Thomas Melzer: "Die Carlyle Gruppe ist eine weltweit tätige Beteiligungsgesellschaft mit zahlreichen Investitionen im Automobil- und Industriesektor. Der Verkauf wird voraussichtlich im ersten Quartal 2013 abgeschlossen sein. Ziel von Carlyle ist es, weise zu investieren und Werte zu schaffen. Carlyle hat angekündigt, mit gezielten Investitionen die Produktentwicklungen und das Wachstum weiter voranzutreiben. Als Teil eines dann eigenständigen Unternehmens mit 11.000 Mitarbeitern besteht so für uns die Möglichkeit, unsere Stärken auszubauen."
Jochen Kleemann: "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unserem neuen Eigentümer, der übrigens von unserer Produktqualität, der zukunftsorientierten Technologie und unserem Kundenservice absolut überzeugt ist. In 130 Jahren hat Spies Hecker jede Veränderung positiv für sich nutzen können, das wird auch jetzt der Fall sein. Wir werden unsere Kunden weiterhin mit modernen Produktsystemen, Know-how und Engagement persönlich unterstützen."

AH:Was sind die Herausforderungen in der Reparaturlackierung?
Thomas Melzer: "Spies Hecker verfügt in Europa über ein flächendeckendes Netz an Händlern und Importeuren sowie über sehr kompetente Vertriebsmannschaften. Es kommt darauf an, passende Lösungen für eine effiziente Reparaturlackierung zu finden, die ein hohes Maß an Qualität sicherstellt. Wir sehen schon heute, dass nahezu die Hälfte unserer Kunden in den europäischen Märkten den modernen Wasserbasislack Permahyd Hi-TEC 480 nutzt. Das neue Produktsystem hat sich bereits in kürzester Zeit durchgesetzt, da es die hohen Erwartungen unserer Kunden bestens erfüllt."
Jochen Kleemann: "Neben den technologischen Neuerungen, wie z. B. dem digitalen Color-Management mit dem neuen Farbtonmessgerät ColorDialog Delta-Scan und der modernen Farbtonsoftware CRplus, wird es auch zukünftig auf eine gute Ausbildung und ein regelmäßiges Training ankommen. Zudem steigt die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Versicherungen, Flotten- und Leasingunternehmen. Die Unterstützung in dieser Richtung hat bei Spies Hecker Priorität. Mit unserem umfassenden Serviceangebot sind wir darauf bestens vorbereitet."

AHVielen Dank für das Gespräch! (ll)

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