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Präsidenten-Sicht: "Kostbare Erfahrungen" – ein Kommentar von Peter Börner

"Geschlossenheit erwarte ich nun auch von unserer gesamten Branche": ZKF-Präsident Peter Börner fand in seinem öffentlichen Kommentar zur Beendigung der Kooperation zwischen der EUROGARANT und dem SchadenLaden klare Worte.
© Foto: Anette Gundlach, ZKF e.V.

Ergänzend zu seinem offiziellen Verbands-Statement in Sachen "EUROGARANT, SchadenLaden und Control€xpert" veröffentlichte der Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugbau auch einen weiterführenden Kommentar seines Präsidenten Peter Börner. Hier der offizielle Wortlaut:


Datum:
12.04.2015
NOCH KEINE Kommentare

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"Sehr geehrte Innungsmitglieder,


die beiden kurzfristig aufeinanderfolgenden Entscheidungen der EUROGARANT AutoService AG zum Thema Kooperation mit SchadenLaden, haben zu ganz unterschiedlichen Reaktionen in unserer Branche gesorgt. ,Dafür' oder ,Dagegen' sind nur die beiden Oberbegriffe. Für mich haben die vergangenen Wochen und Monate kostbare Erfahrungen geliefert. Sie werden uns helfen, die Zukunft noch zielführender gestalten zu können, als wir das bisher getan haben.

Das Internet ist da, es wird auch unsere Branche verändern und es lässt sich nicht verhindern. Nicht mit SchadenLaden und auch nicht ohne SchadenLaden. Heute ist es augenscheinlich so, dass die Zeit in unserer Branche noch nicht reif genug ist, kurzfristig in das Thema Auftragsvergabe im Internet einzusteigen. In anderen Handwerksbranchen ist das Internet leider zum Nachteil der Betriebe längst tägliches Medium der Auftragsvergabe geworden. Die entsprechenden Zentralverbände haben uns um den Schritt der Kooperation beneidet, können nach den jüngsten Entscheidungen das Vorgehen nur teilweise nachvollziehen.

Zum einen hatten wir die Chance, uns mit dem derzeitigen Marktführer der Internet-
Schadengeschäfte zusammenzutun und die auf dieser Plattform gehandelten Preise auf ein normales Maß zu begrenzen. Auf der anderen Seite wuchsen die Bedenken der kritisch betrachtenden Werkstätten auf eine derart hohe Stufe, weil mit dem Eingriff in die Preisgestaltung selbstverständlich auch ein Eingriff in die Schadenabwicklung der Versicherungen einherging. Die daraus entstandenen umfangreichen Diskussionen und Erläuterungen verschleierten die tatsächlichen ursprünglichen Ziele derart, dass eine strategische Arbeit an der Sache kaum noch möglich schien. Exakt so, wie die AG in ihrem Schreiben an die Aktionäre auch geschildert hat, lagen dann die Gründe für das Ende der Testphase.

Die Kooperation mit SchadenLaden kann nicht über der Geschlossenheit der Karosserie- und Fahrzeugbauerzunft liegen, was aus meiner Sicht in den letzten Tagen als Einsatz auf dem Spiel stand. Nichts kann es wert sein, unsere Gemeinschaft derart zu gefährden und entzweigehen zu lassen. Unser höchstes Gut und die Ehre des Handwerks sprechen für die Entscheidung, diese Kooperation zu beenden. Auf Basis dieser Gründe stehen die Gremien der AG und des ZKF erneut hinter der Entscheidung. Diese Geschlossenheit erwarte ich nun auch von unserer gesamten Branche. Keiner darf und wird als Verlierer vom Platz gehen. Jeder hat Erfahrung gewonnen und gemeinsam werden wir diese wieder für den Bau der Zukunft an der Branche einsetzen. Wenn die eigene Organisation nicht die volle Unterstützung der Mitgliedsbetriebe für den Schritt in das Internet erhält, dann darf auch zukünftig keine andere Organisation diese bekommen.

Leider ist das Internet damit nicht verschwunden, SchadenLaden, AutoButler und eBay gibt es immer noch, der Druck auf die Schadenskosten der Versicherer besteht ebenso noch immer. Es wird garantiert einen neuen Player geben, der unsere Gemeinschaft abermals herausfordern wird. Wir müssen nun auf dem Weg in die Zukunft einen neuerlichen Pflock einschlagen, der unsere Lösung darstellt. Hierfür werde ich mit den Möglichkeiten, die sich bieten, gemeinsam mit allen Beteiligten der Branche die Weichen stellen und Lösungen anbieten. Mit der Geschlossenheit im Rücken und den Erfahrungen als Stärke.

Geschützt sei unser ehrbares Handwerk."  (gast)

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