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Schadenmanagement: Aufgeschlossenheit gegenüber Werkstattempfehlungen

Laut einer Studie der hnw consulting folgen 75 Prozent der Kfz-Halter der Empfehlung ihres Versicherers bei der Werkstattreparatur.
© Foto: Presse+PR Pfauntsch Archiv

Die Kunden ziehen mit: Eine Umfrage der Beratungsfirma hnw consulting hat ergeben, dass 75 Prozent der Kfz-Halter der Empfehlung ihres Versicherers bei der Werkstattreparatur folgen. Das viel diskutierte Schadenmanagement bei der Werkstattsteuerung scheint im Markt positiv angenommen worden zu sein.


Datum:
30.03.2012
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Drei Viertel der Autofahrer in Deutschland sind bei einem Unfallschaden grundsätzlich bereit, der Werkstatt-Empfehlung ihres Versicherers zu folgen und den Schaden am eigenen Fahrzeug dort reparieren zu lassen. Selbst wenn die Werkstatt-Empfehlung von der Assekuranz des Unfallgegners kommt, zeigen sich 35 Prozent der Befragten dafür offen. Das ist das Ergebnis der repräsentativen Studie "Werkstatt-Services aus der Sicht des Fahrzeughalters" der Management- und Organisationsberatung hnw consulting in Zusammenarbeit mit dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung. Befragt wurden 1062 Kfz-Halter.

Senkung von Schadennebenkosten


"Dass 35 Prozent auch als Geschädigter für Werkstattempfehlungen des Unfallgegners aufgeschlossen sind, ist ein bemerkenswert hoher Wert", sagt Carsten Nyhuis, Partner bei hnw consulting. "Für Versicherer bietet diese Bereitschaft großes Einsparpotenzial, da die von ihren Klienten geschädigten Kfz-Halter hohe Schadennebenkosten erzeugen", so Nyhuis. Dazu zählen nicht nur die Kosten für die Reparatur in einer teureren Werkstatt, sondern auch Anwalts- und Gutachterkosten sowie durch Personenschäden entstehende Kosten. Folgen die Geschädigten der Empfehlung der gegnerischen Versicherung zu einer kostengünstigen Werkstatt, können die Schadennebenkosten erheblich gesenkt werden. "Für Versicherer sollten Maßnahmen zur schnellen Kontaktaufnahme der von ihren Klienten geschädigten Fahrzeughalter deshalb oberste Priorität haben", sagt Nyhuis.

Ausnahme: Oldtimer


Je jünger das Unfallfahrzeug desto größer ist die Bereitschaft, der Empfehlung des Versicherers zu folgen, wie die Studie zeigt. Bei Fahrzeugen, die bis zu einem Jahr alt sind, zeigten sich 80 Prozent der Eigentümer bereit, dem Vorschlag ihres Versicherers zu folgen. In den Spannen zwei bis fünf Jahre sowie sechs bis zehn Jahre waren es je 77 Prozent. Bei einem Pkw-Alter von elf bis zu 30 Jahren verringert sich der Anteil weiter auf 70 Prozent. Ausnahme vom Trend sind Oldtimer: Bei Besitzern von über 30 Jahre alten Autos liegt die Akzeptanz bei 88 Prozent.

Kriterien sind Vertrauen und Qualität


16 Prozent der Befragten ohne werkstattgebundenen Tarif geben an, einen Werkstattservice ihres Versicherers schon einmal in Anspruch genommen zu haben, so die Studie. Weitere 63 Prozent können sich das vorstellen und nur 21 Prozent stehen dem ablehnend gegenüber. Als Top-Gründe für die Nutzung des Werkstattservices gaben die Fahrzeughalter zuerst Vertrauen (41 Prozent) und Qualität (37 Prozent) an. Eine Ersparnis an Ärger und Aufwand nannten 35 Prozent und Zeitersparnis 27 Prozent.
(ses)

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