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Teilemarkt: Röhl zum FIGIEFA-Präsident gewählt

GVA-Präsident Hartmut Röhl ist jetzt auch oberster Chef des europäischen Teile-Dachverbands FIGIEFA.
© Foto: Gesamtverband Autoteile-Handel e.V.

Hartmut Röhl, Präsident des Gesamtverband Autoteile-Handel e.V. (GVA) in Deutschland, hat den Vorsitz des europäischen Dachverbands des Kfz-Teilehandels (FIGIEFA) übernommen.


Datum:
15.06.2012
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Hartmut Röhl, Präsident des Gesamtverband Autoteile-Handel e.V. (GVA) in Deutschland, hat den Vorsitz des europäischen Dachverbands des Kfz-Teilehandels (FIGIEFA) übernommen. In den vor kurzem in Brüssel stattgefundenen turnusgemäßen Vorstandswahlen wurde Röhl von den FIGIEFA-Mitgliedern zum Präsidenten gewählt. Hartmut Röhl ist seit vielen Jahren Mitglied des FIGIEFA-Vorstands und amtierte bereits von 2002 bis 2006 als dessen Vorsitzender.

Freier Kfz-Teilehandel in Europa stellt sich künftigen Herausforderungen

Der neu gewählte Präsident Hartmut Röhl zeigte sich erfreut über das einstimmige Votum: "Ich danke den FIGIEFA-Mitgliedern für diesen starken Vertrauensbeweis. Das Ergebnis zeigt, dass die Akteure des freien Kfz-Teilehandels in Europa fest zusammenstehen, um den Herausforderungen der nächsten Jahre geschlossen gegenüber zu treten. Wir werden uns auf europäischer Ebene und in den Nationalstaaten unermüdlich engagieren, um faire Wettbewerbsbedingungen auf dem Kfz-Teile- und Servicemarkt in Europa durchzusetzen." 

Fairer Wettbewerb bedeute für den unabhängigen Ersatzteilhandel vor allem: Zugang zu den Ersatzteilen und keine Einschränkungen im Ersatzteilvertrieb, die zum Nachteil der Verbraucher sein könnten. Unabdingbar seien auch "offene Standards bei Fahrzeug-Elektronik, -Diagnose und -Kommunikation".

Monopole der Fahrzeughersteller bleiben im Fokus

Der Kampf gegen Service- und Ersatzteilmonopole der Fahrzeughersteller, etwa durch den Designschutz für sichtbare Kfz-Ersatzteile, sowie der Zugang der Unternehmen des freien Marktes zu den technischen Informationen der Fahrzeughersteller, einschließlich der Basisinformationen zur Ersatzteilidentifikation, stehen ganz oben auf dem Arbeitsprogramm der FIGIEFA und ihres neu gewählten Präsidenten. Des Weiteren identifiziert Hartmut Röhl das Thema Telematiksysteme als zusätzlichen inhaltlichen Schwerpunkt seiner Amtszeit, denn hierbei "dürfen die Serviceanbieter des freien Marktes nicht ausgegrenzt werden, da so die Wahlfreiheit der Verbraucher bei Wartung und Reparatur eingeschränkt" würde.

Die FIGIEFA hat die Aufgabe, laufende Gesetzgebungsverfahren und die Umsetzung bestehender Gesetze mit der Zielrichtung der Aufrechterhaltung des Wettbewerbs auf dem Kfz-Aftermarkt zu begleiten. Erfolge dieser Arbeit sind zum Beispiel die Berücksichtigung der Interessen des freien Kfz-Teile- und -Servicemarktes in der "Aftermarket-GVO" und in den Typzulassungsrichtlinien EURO 5/6 für Pkw sowie EURO VI für Nkw.

Struktur und Aufgaben des GVA

Der Gesamtverband Autoteile-Handel e.V. (GVA) ist der Branchenverband und laut eigenen Angaben die politische Interessenvertretung des freien Kfz-Teile-Großhandels in Deutschland. Darüber hinaus spricht er nach eigenem Bekunden auch für die rund 2000 Einzelhändler von Kfz-Ersatzteilen. Im GVA sind derzeit etwa 150 Handelsunternehmen mit über 1.000 Betriebsstellen und rund 130 Kfz-Teilehersteller organisiert. 

Es geht um einen Teileumsatz von 26 Milliarden Euro

Der Gesamtmarkt für Pkw- und Nutzfahrzeugteile hat in Deutschland ein Volumen von etwa 26 Mrd. Euro. Auf der Reparaturebene verfügt der freie Kfz-Service-Markt über einen Anteil von etwa 35 bis 40 Prozent. Die im GVA organisierten Handelsunternehmen repräsentieren rund 80 Prozent des Umsatzes des freien Kfz-Teile-Großhandels – einer rein mittelständisch strukturierten Branche. Schwerpunkte der Verbandsarbeit sind die Sicherung und der Ausbau des freien Kfz-Service-Marktes als echte Reparaturalternative für den Verbraucher sowie die Wahrung der Chancengleichheit gegenüber der Automobilindustrie im Ersatzteile-Handel. (ses)

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