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TÜV Rheinland: Bestes Jahr in der Unternehmensgeschichte

Dr. Manfred Bayerlein, Vorstandsvorsitzender des TÜV Rheinland, konnte das Geschäftsjahr 2011 mit den besten Zahlen der Unternehmensgeschichte abschließen.
© Foto: TÜV Rheinland

Volle Fahrt voraus: Der TÜV Rheinland legte vor kurzem seinen Geschäftsbericht vor und kann für 2011 mit eindrucksvollen Zahlen aufwarten. Rund 16.000 Beschäftigte erwirtschafteten einen Umsatz von 1,4 Milliarden Euro.


Datum:
20.04.2012
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TÜV Rheinland hat das Geschäftsjahr 2011 mit dem höchsten Umsatz und Gewinn der 140-jährigen Unternehmensgeschichte abgeschlossen. Auch das Investitionsniveau habe laut eigenen Angaben einen neuen Spitzenwert erreicht. Der Umsatz des international tätigen Prüfkonzerns stieg demnach 2011 um 8,8 Prozent auf 1,417 Milliarden Euro. "Unser Ziel ist es, bis 2014 den Umsatz auf über zwei Milliarden zu steigern. Das Wachstum geht dabei weiter einher mit zunehmender Profitabilität", so der Vorstandsvorsitzende Dr.-Ing. Manfred Bayerlein. Dies spiegele sich auch in der wachsenden Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wider: Weltweit beschäftigte TÜV Rheinland 2011 im Jahresdurchschnitt 16.000 Menschen, gut 1.500 mehr als im Jahr zuvor. Dr. Bayerlein: "Damit nähern wir uns den rund 2.000 zusätzlichen Beschäftigten im Jahr, mit denen wir mittelfristig planen."

"Wir sind der internationalste TÜV"

Die Internationalisierung, die TÜV Rheinland vor 40 Jahren gestartet hat, ist auch 2011 weiter gegangen. In Deutschland beschäftigte TÜV Rheinland 2011 knapp 6.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, außerhalb Deutschlands fast 9.200. Der jenseits des deutschen Marktes erzielte Umsatz lag 2011 bei 683 Millionen Euro und erreicht somit mehr als 48 Prozent am Gesamtumsatz von TÜV Rheinland. Aktuell ist das Unternehmen in 65 Ländern weltweit mit eigenen Tochtergesellschaften erfolgreich im Markt tätig. Dr.-Ing. Bayerlein: "Wir sind und wir bleiben der internationalste TÜV. Auch das ist Teil unserer Strategie und unseres Selbstverständnisses." In allen Regionen konnte TÜV Rheinland 2011 seinen Wachstumskurs fortsetzen. Asien mit China und dem Nahen Osten sowie die Amerikas sind die stärksten Standbeine außerhalb Deutschlands. Das höchste Umsatzwachstum wurde in der Region Südamerika mit einem Plus von 50 Prozent verbucht.

Das Eigenkapital ist im Geschäftsjahr 2011 ebenfalls angewachsen. Es ist von 288,6 auf 325,3 Millionen Euro gestiegen – ein Wachstum von knapp 13 Prozent. Die Eigenkapitalquote hat sich damit auf 24,1 Prozent verbessert. Vergangenes Jahr lag diese bei 22,2 Prozent. Auch die Entwicklung des Cashflow stellt sich positiv dar: Der Cashflow hat sich im vergangenen Jahr auf 112,3 Millionen Euro erhöht. Ulrich Fietz, Finanzvorstand TÜV Rheinland AG: "Damit konnten wir unsere Finanzkraft weiter erhöhen und unsere Investitionsmöglichkeiten verbessern."

Investitionen auf Rekordniveau

Auf ein Rekordniveau sind 2011 auch die Investitionen von TÜV Rheinland gestiegen: Investiert wurden 87,7 Millionen Euro – 12,3 Prozent mehr als 2010. "Im Fokus standen Investitionen in neue Technologien und Prüfkapazitäten sowie in die Modernisierung bestehender Standorte", so Ulrich Fietz weiter. Im vergangenen Jahr hat TÜV Rheinland Prüfzentren für Produkte an zahlreichen Standorten eröffnet: im türkischen Inegöl, im indischen Bangelore, in Apeldoorn in den Niederlanden sowie ein Labor im US-amerikanischen Bentonville. Die größte Investition war die Eröffnung des neuen TÜV Rheinland-Hauses in Shanghai: 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dort in der neuen hochmodernen Niederlassung mit integriertem Testzentrum tätig.

Das starke Wachstum wurde 2011 vorwiegend organisch, jedoch auch durch den gezielten Zukauf von wertsteigernden Unternehmen realisiert, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht. In den Niederlanden hat TÜV Rheinland den hoch spezialisierten Prüfdienstleister Sonovation erworben. Das Unternehmen beschäftigt 50 Mitarbeiter und bietet insbesondere für Unternehmen der Öl- und Gasindustrie Leistungen im Bereich der zerstörungsfreien Prüfungen. In Korea hat TÜV Rheinland Ende 2011 das Unternehmen L4S Engineering übernommen: einen Ingenieurdienstleister für das Management von radioaktiven Abfällen, Fragen des Strahlenschutzes und Sicherheitsanalysen der Nukleartechnik.

Zukauf von Prüfzentren

Des Weiteren wurde das Geschäft mit Fahrzeugprüfungen weiter ausgebaut. In Bayern hat TÜV Rheinland drei etablierte Prüfzentren für Fahrzeuge gekauft. Zudem hat die Überwachungsorganisation die Mehrheit an der französischen Société Européenne de Controle Technique Automobile erworben, der Secta Autosur. Das 1990 gegründete Unternehmen ist Lizenzgeber für über 800 Testcenter zur technischen Fahrzeugprüfung in ganz Frankreich, in denen rund 1.600 Mitarbeiter tätig sind.

Umsatz bei Mobilität stieg um 22 Prozent

Der Geschäftsbereich Mobilität ist mit einem Umsatzanteil von 22 Prozent am Gesamtumsatz von TÜV Rheinland der drittgrößte Geschäftsbereich. 2011 stieg der Umsatz um acht Prozent auf 336 Millionen Euro. Das mobile und stationäre Autoprüfgeschäft ist eine Kernkompetenz von TÜV Rheinland und mit weltweit rund 5,5 Millionen Prüfungen jährlich sehr erfolgreich. TÜV Rheinland führt Hauptuntersuchungen an Fahrzeugen in verschiedenen europäischen Ländern sowie in Argentinien und Chile durch. Auch in Deutschland konnten TÜV Rheinland in diesem Bereich gegenüber 2010 um knapp sieben Prozent wachsen – und das in einem gesättigten Markt, der von Verdrängung bestimmt wird.

Mobilität umfasst bei TÜV Rheinland jedoch weit mehr als das Auto. So ist das Unternehmen seit rund 30 Jahren auch für die Luftfahrtbranche vor allem im Bereich passive Sicherheit aktiv. Das Geschäft in der Bahntechnik wird schrittweise ausgebaut – immer unter dem Aspekt der Sicherheitssysteme sowie der Begleitung von Infrastrukturprojekten im schienengebundenen Verkehr. Dies ist insbesondere in den USA und Südamerika ein wichtiger Markt.

Megatrend Ressourceneffizienz mitgestalten

Künftig wird TÜV Rheinland seine Tätigkeit noch stärker darauf ausrichten, Lösungen mit zu gestalten, die wirklich nachhaltig sind. Dr.-Ing. Bayerlein: "Früher ging es im Kern um technische Sicherheit. Heute geht es um Erfolg in globalen Märkten durch Wirtschaftlichkeit, Qualität und Sicherheit. Morgen geht es um Ressourceneffizienz." Zunehmend stünden intelligente technische Lösungen im Zentrum, die dazu beitragen, die Ressourceneffizienz zu erhöhen. "Das gilt für den Einsatz notwendiger Arbeitsmittel, natürlicher Ressourcen und Rohstoffe, Energie, aber auch für finanzielle Ressourcen, Personal und natürlich den Faktor Zeit. Wir sind überzeugt, dass sich so Lösungen für Herausforderungen des 21. Jahrhunderts schaffen lassen, die wirtschaftlich tragfähig sind, dem Mensch und der Umwelt nutzen."

Für die kommenden Geschäftsjahre bis 2014 plant TÜV Rheinland, den Umsatz auf über zwei Milliarden Euro zu steigern. Dr.-Ing. Bayerlein: "Wir haben unser Ziel fest im Blick: Wir wollen der weltweit beste nachhaltige und unabhängige Dienstleistungskonzern für Prüfung, Inspektion, Zertifizierung, Beratung und Training sein." (ses)

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