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Unfallforschung: Junge Fahrer neben der Spur

Für einen sicheren Umgang mit dem Fahrzeug in Extremsituationen empfiehlt der ADAC vor allem Fahranfängern ein Fahrsicherheitstraining.
© Foto: ADAC

Die 18 bis 24-jährigen Autofahrer sind laut ADAC verhältnismäßig am häufigsten von schweren Unfällen betroffen. Der Automobilclub fordert deswegen sichere Markierungen der Straßen und rät den Anfängern zu Fahrsicherheitstrainings und Fahrzeugen mit ESP.


Datum:
25.10.2012
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Autofahrer zwischen 18 und 24 Jahren haben laut ADAC Unfallforschung das höchste Risiko, einen schweren oder tödlichen Unfall zu erleiden. Obwohl diese Altersklasse nur acht Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht, zählen 20 Prozent der Schwerverletzten sowie jeder vierte Verkehrstote laut Statistischem Bundesamt zu dieser Gruppe. Im Vergleich zur Allgemeinheit passieren die schweren Unfälle bei den Jungen doppelt so häufig in den Nächten am Wochenende – bei sogenannten "Discounfällen".

Verlust der Fahrzeugkontrolle häufigste Unfallursache bei Fahranfängern

Bei der aktuellen ADAC Analyse von 2.200 Fällen zeigt sich, dass 63 Prozent in dieser Altersgruppe ohne den Einfluss eines anderen Fahrzeuges verunglücken – größtenteils kommen die Fahrer von der Straße ab. Dieser sogenannte "Fahrunfall", ausgelöst durch den Verlust der Fahrzeugkontrolle, ist bei jungen Pkw-Lenkern der häufigste Unfalltyp. Auch überhöhte Geschwindigkeit in Kurven und Fehler beim Überholen sind Hauptursachen der schweren Unfälle. Wie die ADAC Auswertung weiter zeigt, fahren die 18 bis 24-Jährigen oft mit kleineren und älteren Autos (durchschnittliches Fahrzeugalter neun Jahre), die nicht über die heute üblichen aktiven und passiven Sicherheitstechniken verfügen.

ESP und profilierte Seitenmarkierungen gefordert

Deshalb rät der Automobilclub dazu, auch gebrauchte Autos nur mit ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) zu kaufen, um bei einem Kontrollverlust das Verletzungsrisiko zu minimieren. Außerdem sollten, so der ADAC, Front-, Seiten- und Kopfairbags vorhanden sein. Ein weiterer Tipp ist der Besuch eines speziellen Sicherheitstrainings für Fahranfänger. Hier können die jungen Menschen in gesicherter Umgebung den Umgang mit Extremsituationen üben. Außerdem fordert der ADAC eine Verbesserung der Infrastruktur an Unfallschwerpunkten, wie beispielsweise profilierte Seitenmarkierungen. (sh)

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