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Unfallhilfe: Mercedes-Benz startet eCall bereits ab Juni 2012

Mercedes-Benz eilt der EU voraus und startet 3 Jahre vor der geplanten Verpflichtung sein eigenes eCall-Notrufsystem.
© Foto: Mercedes

Bereits drei Jahre vor der avisierten EU-Pflicht wird Mercedes-Benz ab Juni 2012 den Fahrzeugnotruf eCall einführen. Das vermeldete der Stuttgarter Automobilhersteller in dieser Woche. eCall wird über die neueste Version des Multimedia-Systems COMAND Online darüberhinaus auch für die Modelle fast aller aktuellen Baureihen verfügbar sein.


Datum:
16.03.2012
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Ab Juni 2012 und damit drei Jahre vor der geplanten verbindlichen Einführung durch die Europäische Kommission startet bei Mercedes-Benz der Fahrzeugnotruf eCall. Bei einem schweren Unfall können damit die Rettungsdienste automatisch verständigt werden und erhalten binnen weniger Minuten Informationen über die exakte Unfallstelle und das Fahrzeugmodell. 

Keine Kosten seitens des Fahrzeugherstellers

Das Mercedes-Benz Notrufsystem ist Standard in der neuesten Version des Multimedia-Systems COMAND Online, das Mitte 2012 in B-Klasse, C-Klasse, E-Klasse, M-Klasse sowie SLK, CLS, SL als auch zur Markteinführung der neuen A-Klasse eingeführt wird. Alle Mercedes-Modelle, die nach dem 1. Juni 2012 neu auf den Markt kommen, werden über den Mercedes-Benz Notruf in Kombination mit COMAND Online verfügen. "Abgesehen von möglichen Mobilfunkgebühren, entstehen dem Mercedes Kunden für den Mercedes-Benz Notruf keinerlei Kosten", heißt es offiziell aus Stuttgart.

Nach einem schweren Unfall kommt es bekanntermaßen für die Insassen auf jede Sekunde an. Der neue Mercedes-Benz Notruf nutzt diese entscheidende Phase und kann nach einem schweren Crash automatisch die Rettungsdienste verständigen. Werden die Airbags oder Gurtstraffer ausgelöst und ist COMAND Online mit einem Mobiltelefon verbunden, werden die exakte GPS-Position des Fahrzeugs und dessen Fahrgestellnummer (VIN) per SMS an die Notruf- und Serviceleitstellen des Bosch Communication Center gesendet, die Positionsdaten dabei auch parallel per DTMF-Verfahren (Doppeltonmehrfrequenz). 

Notruf steht "immer an erster Stelle im Telefonbuch"

Selbst wenn die Insassen bewusstlos sind oder zum Beispiel auf einer Urlaubsreise gar nicht genau wissen, wo sie sich befinden, können die vom Communication Center alarmierten Rettungskräfte genau und schnell informiert werden.

Außerdem baut das Fahrzeug innerhalb kurzer Zeit eine Sprachverbindung zum Bosch Communication Center auf. Besonders praktisch und unter Umständen im Notfall hilfreich: Kommuniziert wird dabei nicht in der jeweiligen Landessprache, sondern in jener Sprache, die der Fahrer bei COMAND Online eingestellt hat. Auch manuell lässt sich ein Notruf absetzen, da sich der Eintrag "Mercedes-Benz Notruf" immer an erster Stelle des Telefonbuchs befindet. 

MB hängt in 2012 insgesamt 28 Länder an den eCall-Notruf

Geografisch wird eCall in mehreren Stufen eingeführt: Am 1. Juni 2012 startet der automatische Notruf in neun europäischen Ländern – Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, Österreich, Belgien, Niederlande sowie der Schweiz. Ende 2012 kommen 19 weitere Länder hinzu.

Der Mercedes-Benz Notruf ist Standard in der neuesten Version des Telematiksystems COMAND Online, die Mitte 2012 in B-Klasse, C-Klasse, E-Klasse, M-Klasse sowie SLK, CLS und SL eingeführt wird. Auch die neue A-Klasse besitzt, wie alle nach diesem Zeitpunkt neu auf den Markt kommenden Mercedes-Modelle, in Kombination mit COMAND Online den Mercedes-Benz Notruf-Service.

eCall-Planung der Europäischen Kommission

Die Europäische Kommission hat im Rahmen ihrer eSafety-Initiative angekündigt, eCall bis 2015 verbindlich bei Neuwagen einführen zu wollen. Nach Angaben der EU-Kommission könnte durch die sofortige eCall-Benachrichtigung und die Kenntnis der Koordinaten der Unfallstelle die Anfahrtszeit der Rettungskräfte in ländlichen Gebieten um 50 Prozent und in Städten um 40 Prozent verringert werden. Dadurch könnte es EU-weit bis zu 2.500 weniger Verkehrstote pro Jahr geben. (wkp)

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