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06.10.2017

Schadenmanagement

Wie "legal" sind Rechnungskürzungen eigentlich?

Schadenmanagement
Wie "legal" sind Rechnungskürzungen eigentlich?
Die Teilnehmer der Talkrunde beim AUTOHAUS-Schadenforum am 23. Oktober in Dresden (v.l. im Uhrzeigersinn): ZKF-Präsident Peter Börner, Daniela Dux, Abteilungsleiterin Unfallmanagement Leaseplan Deutschland, Thomas Geck, Schaden Prozessmanagementchef der HUK-COBURG, Innovation-Group-Vorstandsvorsitzender Matthew Whittall, Verkehrsrechtsanwalt Christian Janeczek und SSH-Geschäftsführer Michael Jänchen.
© Foto: Walter K. Pfauntsch, Leaseplan Deutschland, Kanzlei Roth|Partner

Über Jahre hinweg haben sich Reparaturwerkstätten und Sachverständige mehr oder weniger mit Rechnungskürzungen abgefunden. Der Trend, das nicht weiter hinzunehmen, hat sich allerdings gerade in diesem Jahr massiv verstärkt. Das AUTOHAUS-Schadenforum greift am 23. Oktober dieses Brandthema auf und hat den ZKF, den Deutschen Anwaltverein, Leaseplan, die SSH, HUK-Coburg und die Innovation Group zur Talkrunde mit unserer Schadenwelt geladen. Heiße Diskussionen sind garantiert!

"An einer ordentlichen Handwerkerrechnung hat niemand etwas wegzukürzen", hat ZKF-Präsident Peter Börner erstmals 2014 bei der Repanet-Hauptversammlung auf Mallorca mit unüberhörbarer Klarheit und Schärfe festgehalten. Und seither bei unzähligen weiteren öffentlichen Auftritten auch keinen Zweifel darüber aufkommen lassen, dass er dieses Thema auf seiner politischen Agenda behalten wird. An ersten Gegenmaßnahmen, die er seitens des Verbandes und in seiner weiteren Funktion als Eurogarant-Vorstand auch zusammen mit Thorsten Fiedler für die ZKF-Tochter gestartet hat, mangelte es seither ebenfalls nicht.

Rechtmäßig oder tatsächlich Willkür?

Gerade in diesem Jahr wird von verschiedener Seite verstärkt sogar die "Rechtmäßigkeit" von Rechnungskürzungen hinterfragt und immer öfter der Begriff der "Willkür" mit ins Spiel gebracht. Vor allem Kfz-Sachverständige, Autohäuser und freie K&L Fachbetriebe sehen sich als Leidtragende einer sich immer stärker zu ihren Ungunsten hin entwickelnden Schadenregulierungskultur. Die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltverein hat just aus diesem Grund im Vorjahr damit begonnen, mit einem eigenen Schadenkongress Anwälte wie auch Betriebe und Sachverständige über ihre Rechte aufzuklären.

Schaden-Streitkultur und mehr – die kardinalen Fragen auf dem Prüfstand

Wie gravierend ist die Situation wirklich? Gibt es noch eine "gesunde" Schaden-Streitkultur oder ist die längst den Bach hinunter gegangen? Wo steht der Reparaturmarkt bei Themen wie Garantie und Qualität? Und welche technischen und organisatorischen Prozesse werden künftig eingefordert? All diesen Fragen wird sich das 13. AUTOHAUS-Schadenforum in einer Talkrunde mit hochkaratätigen Experten zuwenden.

Die Experten der Talkrunde

Mit dabei sind die Repräsentanten der beiden größten deutschen Schadenslenker, Innovation-Group-Vorstandsvorsitzender Matthew Whittall und HUK-Coburg-Schadenprozessmanager Thomas Geck, ferner Michael Jänchen, Geschäftsführer der Sachverständigenorganisation SSH Schaden-Schnell-Hilfe und Daniela Dux, die Abteilungsleiterin Unfallmanagement von Leaseplan Deutschland. Auf der "Gegenseite" stehen mit ZKF-Präsident Peter Börner und Rechtsanwalt Christian Janeczek von der ArGe Verkehrsrecht im DAV zwei erklärte Gegner von Kürzungen bei Rechnungen und Kostenvoranschlägen, die sie in vielen Fällen für ungerechtfertigt und auch illegitim halten.

Läuft der Schaden gut – oder eher schlecht?

Die Talkrunde, in die sich Autohäuser, Werkstätten, Sachverständige und alle weiteren Kongressteilnehmer ausdrücklich mit einbringen können (und sollen), steht insgesamt unter der Präambel: "Wie gut läuft der Schaden bei OEM und Freien Werkstätten in der Praxis wirklich? Und wie regulieren Versicherer und Leasinggesellschaften?"

Teilnehmen und mitdiskutieren!

Wer am 23. Oktober im Kongresszentrum des Hotel Maritim aktiv mitdiskutieren möchte, der sollte sich am besten direkt anmelden unter autohaus.de/schadenforum2017.  (efk)