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Niederlassung: Service-Zukunft bei Mercedes in Berlin

Niederlassung
Service-Zukunft bei Mercedes in Berlin
Walter Müller (r.), Direktor der Mercedes-Niederlassung Berlin, erhält die Zertifizierungsurkunde von Dieter Rau, Geschäftsführer der Innung des Kfz-Gewerbes Berlin.
© Foto: Daimler

Daimler bereitet sich auf den Großserienanlauf alternativer Antriebe vor. In der Mercedes-Welt am Salzufer wurde jetzt die bundesweit erste zertifizierte "eMobility Service Werkstatt" eröffnet.

In der Mercedes-Welt am Salzufer in Berlin hat die Zukunft des Service-Geschäfts begonnen. In der Niederlassung wurde am Mittwoch die bundesweit erste zertifizierte "eMobility Service Werkstatt" eröffnet. Die Zertifizierung erfolgte durch die Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Berlin. Nach Angaben des Stuttgarter Autobauers ist der Betrieb jetzt die Anlaufstelle für die Elektro-, Brennstoffzellen- und Hybridautos von Mercedes-Benz und Smart, die in der Bundeshauptstadt unterwegs sind. Die Flotte besteht derzeit aus rund 240 Fahrzeugen, die meisten davon sind noch in der Erprobungsphase.

"Wir bieten den Nutzern und Kunden dieser Zukunftstechnologien erstmalig ein Kompetenzzentrum, mit dem wir uns durch speziell geschultes Personal flexibel allen Herausforderungen stellen", sagte Niederlassungsleiter Walter Müller bei der Übergabe des Zertifikats. 15 zusätzliche Arbeitsplätze – Hochvolt-Elektrofachkräfte und Druckgaskesselspezialisten – seien mit der Inbetriebnahme entstanden. Künftig würden zudem alle technischen Auszubildenden der Niederlassung in den neuen Technologien geschult.

Zu den Werkzeugen der mit einem antistatischen Fußboden ausgestatteten Werkstatt gehören unter anderem Rechner für die Diagnose der Brennstoffzellenfahrzeuge und Hochvolt-Batterien, ein Abblaseturm und Schläuche zum Inertisieren der Wasserstofftanks sowie spezielle Wagenheber, Batteriehubwagen und Hebebühnen. Ein Servicedisconnecter zum Abschalten des Hochvoltkreises sorgt für sicheres Arbeiten am Fahrzeug.

Die Mercedes-Niederlassung hat sich als erster Kfz-Meisterbetrieb in Berlin zum "Fachbetrieb für Hochvoltfahrzeuge und Brennstoffzellentechnik" qualifiziert. Für Kunden wird dies durch ein offizielles Werkstattschild sichtbar. "Darauf können Sie zu Recht sehr stolz sein", betonte Dieter Rau, Geschäftsführer der Kfz-Innung Berlin. Nach seiner Meinung ist die Elektromobilität kein Zukunftsthema mehr. "Die Branche richtet sich darauf ein, dass dieser Markt und die notwendigen Technologien bereits in relativ kurzer Zeit etabliert sein werden", so Rau.

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In der neuen Werkstatt: Müller mit den Kfz-Elektrikern Thomas Krüger (l.) und Gernot Wilsdorf. Insgesamt werden 15 Spezialisten beschäftigt.

Spezielle Prüfkriterien

Entsprechend den neuen Anforderungen bedurfte die Zertifizierung nach den Angaben verschiedener Prüfkriterien, die Fragen der personellen Voraussetzung ebenso betrafen wie der betrieblichen und technischen Ausstattung. Nachzuweisen waren unter anderem erfolgreich absolvierte Ausbildungen der Mitarbeiter, eine sicherheitsrelevante Arbeitsplatzgestaltung sowie technologiekompatible Werkzeuge und Ausstattungen.

Die Hauptstadt-Repräsentanz von Daimler beschäftigt sich seit über sieben Jahren mit modernen Antriebstechnologien und arbeitet dabei eng mit den Forschungsabteilungen des Konzerns zusammen. Die Stuttgarter sehen in alternativen Antrieben großes Potenzial: Als erstes Serienmodell geht im kommenden Frühjahr der Smart Electric Drive an den Start. 2014 will Daimler Elektroautos mit Brennstoffzelle auf den Markt bringen. Das kürzlich auf der IAA vorgestellte Konzeptfahrzeug B-Class E-Cell Plus gab einen Ausblick auf eine B-Klasse mit Range Extender. Geplant ist ferner eine E-Version des Supersportwagens SLS. (rp)

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