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Testprojekt: So fährt der BMW Active E

Testprojekt
So fährt der BMW Active E
Das 1er Coupé fährt als BMW Active E rein elektrisch. Der Buckel auf der Motorhaube kündet von der sauberen Antriebstechnik.
© Foto: BMW

Mit dem Stromer auf Basis des 1er Coupés überbrücken die Bayern die Zeit bis zur Fertigung des i3. Nur 1.100 Exemplare werden gebaut und anschließend gegen monatliche Nutzungsgebühren vermietet.

Mit dem BMW Active E auf Basis des 1er Coupés wollen die Bayern die Wartezeit bis zum i3 verkürzen. Ähnlich wie der Mini E wird auch der Stromer aber nicht beim Händler um die Ecke zu kaufen sein. Die 1.100 Fahrzeuge, die in einer Kleinserie im Werk Leipzig derzeit vom Band laufen, werden ausschließlich vermietet. 300 Fahrzeuge sind bereits produziert. Die Auslieferung beginnt in den nächsten Wochen. Mit rund 700 Fahrzeugen gehen die meisten Elektro-1er in die USA. Nur ein paar Handvoll der Active-E-Autos dürften daher die deutschen Straßen bevölkern.

Abgesehen von der bauchigen Motorhaube ist der BMW Active E kaum von den 1er-Serienmodellen mit Verbrennungsmotor zu unterscheiden. Auch die Leistungsdaten lesen sich auf den ersten Blick fast wie bei einem Diesel oder Benziner. Denn 125 KW / 170 PS und ein maximales Drehmoment von 250 Nm sollten an sich für genügend Freude am Fahren sorgen – wenn nur das Übergewicht nicht wäre. Während der BMW i3, der 2013 auf den Markt kommen soll, nur 1.250 Kilogramm auf die Waage bringt, ist der auf Spannung umgebaute 1er mit mehr als 1,8 Tonnen ein eiliger Fall für die Weight Watchers.

Immerhin wurde das üppige Gewicht sinnvoll im Verhältnis 50:50 auf die beiden Achsen verteilt. Das können andere Elektrofahrzeuge deutlich schlechter. So bullig und satt liegt derzeit kaum ein anderer auf der Straße. Projektleiter Bernhard Hofer: "Der BMW Active E ist kein Serienfahrzeug. Es geht vielmehr darum, weitere Erfahrungen zu machen und weitere Kunden zu gewinnen. Nach dem Mini E ist der BMW Active E nun das zweite Testprojekt vor dem Serienmodell des i3." Im Gegensatz zum Mini E wurde der Motor des Active E im Hause BMW entwickelt. Verschiedene Module aus dem Elektroantrieb sollen später beim i3 in Serie gehen.

Vom Chefdynamiker zum müden Krieger

Da, wo im Fahrzeug sonst Verbrennungsmotor, Kardanwelle und Tank untergebracht sind, wurden beim Active E die 450 Kilogramm schweren Lithium-Ionen-Akkumodule eingebaut. Ein hundert Kilogramm schwerer Elektromotor treibt die Hinterachse an und vermittelt zumindest auf den ersten Metern allerhand Dynamik. Das sieht bei einem Abstecher auf die Landstraße oder der Autobahn ganz anders aus. Hier wird der Active E schnell zum müden Krieger. Dabei wird das Spurtpotenzial (Null auf 100 km/h in neun Sekunden) für die meisten mehr als ausreichen. Die abgeregelte Höchstgeschwindigkeit von 145 km/h dürfte in den Augen eines BMW-Piloten eher zu wenig sein.

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