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Kommentare () Kommentare (0) 21.07.2010

Deutsche Bahn

Toyota Prius Plug-in im Test

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Toyota Prius Plug-in im Test
Die DB Rent setzt 18 Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge des japanischen Autobauers als Mietfahrzeuge der Deutschen Bahn ein.
© Foto: Bernd Dohrmann/AUTOHAUS

Die DB Rent setzt 18 Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge des japanischen Autobauers als Mietfahrzeuge der Deutschen Bahn ein. Mit ihnen soll schadstofffreie Mobilität vor allem in Innenstädten und Ballungsräumen getestet werden.

Toyota hat Anfang des Jahres einen weltweiten Feldversuch mit insgesamt 600 Prius Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen begonnen. In Deutschland hat die DB Rent GmbH, eine hundertprozentige Tochter der DB Dienstleistungs GmbH, jetzt 18 dieser Fahrzeuge übernommen. Sie werden ab sofort als Mietfahrzeuge der Deutschen Bahn u.a. im Rahmen des "BeMobility-Carsharing" in Berlin und des "HH=More" in Hamburg eingesetzt.

Prof. Andreas Knie, Bereichsleiter der DB Rent GmbH, sieht gute Chancen für das Projekt "BeMobility". Bereits Anfang 2011 soll nach der ersten Testphase die Zahl der Fahrzeuge bei DB Rent auf 40 erhöht werden, gleichzeitig sollen auch die schon bestehenden Ladesäulen von RWE und Vattenfall genutzt werden. Durch die enge Zusammenarbeit von Energieversorgern, Automobilherstellern und Mobilitätsdienstleitern könnten bis zu acht Millionen Großstädter erreicht werde, die Individualverkehr, öffentlichen Verkehr und andere Mobilitätsarten wie das Fahrrad kombinieren. Dies sei die "Zielmarkt für diese neuen Produkte", so Knie.

Gegenüber dem Prius Hybrid, der nur wenige hundert Meter rein elektrisch fahren kann, ist die Plug-In-Version dank eines größeren Batterie-Packs (345,6 Volt Lithium-Ionen-Batterie) in der Lage, mehr als 20 km ausschließlich mit Elektroantrieb zu fahren. Die Höchstgeschwindigkeit ist dabei auf 100 km/h begrenzt. Neben dem Elektrobetrieb kann der Prius Plug-in-Hybrid rund 1.150 km im bekannten Hybrid-Modus bis zu 180 km/h schnell gefahren werden. Der Ladeschluss am vorderen linken Kotflügel und das Ladegerät (220-346 Volt) erlauben eine Komplettaufladung an öffentlichen Ladestationen und zu Hause innerhalb von 90 Minuten.

Toyota und die Deutsche Bahn sehen in der Technologie beste Voraussetzungen für schadstofffreien, umweltfreundlichen Individualverkehr in Ballungsräumen und Großstädten. In Berlin sollen bis Ende des Jahres 20 neue Ladestationen installiert werden.

Auf dem Weg zur Brennstoffzelle

Koei Saga, seit 20 Jahren Managing Officer in der Toyota Motorenentwicklung und seit 2004 für die Entwicklung von Hybrid-, Plug-in- und Elektro-Fahrzeugen zuständig, erklärte bei der Übergabe der Fahrzeuge an DB Rent in Berlin die Toyota Umwelt-Strategie. Angesichts der nach wie vor begrenzten Reichweite von reinen Elektro-Fahrzeugen und den noch extrem hohen Kosten setzt Toyota zunächst auf den Plug-in als Weiterentwicklung des bisherigen Hybrid-Konzepts, entwickelt dazu parallel aber auch Elektroantriebe. Beide Entwicklungsstränge zusammen sieht der Toyota-Manager in späteren Brennstoffzellen-Hybrid-Fahrzeugen vereint.

"Frühe Projekte haben gezeigt, dass das Elektrofahrzeug auf absehbare Zeit keinen vollwertigen Ersatz für herkömmliche Pkw bildet. Die Reichweite, die Batteriekosten, die Lade-Infrastruktur und die noch langen Ladezeiten verhindern heute noch eine breite Kundenakzeptanz", erläuterte Saga.

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