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VW fordert Schadenersatz von verurteiltem Manager

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VW fordert Schadenersatz von verurteiltem Manager
Wegen des Abgas-Skandals musste VW in den USA Milliarden an Strafzahlungen leisten.
© Foto: picture alliance/Frank May
Zum Themenspecial Abgas-Skandal

Mit einer Feststellungsklage will Volkswagen erreichen, dass der im Zuge des Abgas-Skandals in den USA verurteilte Ex-Manager Oliver Schmidt Schadenersatz leistet.

Er gab dem VW-Abgas-Skandal in den USA ein Gesicht – Oliver Schmidt, damals Manager beim Wolfsburger Autobauer. Nun geht sein ehemaliger Arbeitgeber juristisch gegen den inhaftierten Ex-Manger vor und pocht auf Schadenersatz. Eine entsprechende Feststellungsklage hat das Unternehmen beim Arbeitsgericht in Braunschweig eingereicht, wie die "Braunschweiger Zeitung" (Freitag) berichtet.

Bei VW sei man der Auffassung, ohne Schmidts Zutun wären die Milliarden-Strafzahlungen in den USA nicht so hoch ausgefallen. Ein Unternehmenssprecher wollte sich mit Verweis auf die Verschwiegenheitspflicht am Donnerstagabend auf Anfrage nicht zu dem Bericht äußern.

Schmidt war Anfang Dezember wegen seiner Rolle im Abgas-Skandal wegen Verschwörung zum Betrug und Verstoßes gegen Umweltgesetze zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er hatte sich nach einem Deal mit der US-Staatsanwaltschaft im August schuldig bekannt. 

Schmidt soll Kosten für Verteidigung übernehmen

Wie das "Handelsblatt" berichtet, will sich der Autobauer einen großen Teil der Kosten für die Verteidigung des früheren Managers zurückholen, die sich auf vier Millionen Euro belaufen sollen. Das Blatt schreibt von mehreren solcher Klagen gegen frühere Mitarbeiter, die Personalvorstand Gunnar Kilian mit "schwerwiegenden Verfehlungen" begründet haben soll. (dpa)

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