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18.12.2014

Vertriebsnetz

Mercedes verkauft Betriebe in Erfurt und Wiesbaden

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Mercedes verkauft Betriebe in Erfurt und Wiesbaden

Das chinesische Unternehmen Lei Shing Hong steigt bei der Erfurter Niederlassung von Mercedes-Benz Russ & Janot ein. KBM Motorfahrzeuge erhält den Zuschlag in Wiesbaden.

Von Ralph M. Meunzel und Frank Selzle

Jetzt ist es amtlich: Die Erfurter Niederlassung von Mercedes-Benz Russ & Janot wird vom chinesischen Unternehmen Lei Shing Hong (LSH) übernommen. Nach Informationen von AUTOHAUS wurden die Mitarbeiter in der thüringischen Landeshauptstadt gestern am Abend über den Verkauf informiert. Die Hongkonger sind einer der ältesten und größten Mercedes-Händler in China.

Wie der Mercedes-Benz Vertrieb Deutschland mittlerweile bestätigte, wurde der Kaufvertrag zwischen der Daimler AG / Russ & Janot GmbH und der Stern Auto GmbH, einer Tochtergesellschaft der LSH, abgeschlossen. "Mit LSH haben wir einen erfahrenen und zuverlässigen Käufer gefunden", sagte eine Sprecherin auf Anfrage. Der Abschluss des Verkaufsprozesses sei für das zweite Quartal 2015 geplant.

Auch in Wiesbaden hat Daimler sich von dem konzerneigenen Autohaus getrennt. Neuer Eigentümer der Mercedes-Benz Taunus-Auto-Verkaufs GmbH ist die KBM Motorfahrzeuge GmbH. Der Deal soll ebenfalls im zweiten Quartal 2015 unter Dach und Fach gebraucht werden. Die KBM-Gruppe ist mit neun Standorten am Mittelrhein und im südlichen Hessen einer der größten Mercedes-Vertreter in Deutschland. Für 2013 meldete das Unternehmen rund 4.000 Neu- und Gebrauchtwagenverkäufe sowie 200 Millionen Euro Umsatz. Zum Portfolio gehören auch Mitsubishi- und Fuso-Fahrzeuge.

Verkauf ostdeutscher Niederlassungen weiter unklar

Noch nicht bekannt ist, wer die zum Verkauf stehenden Niederlassungen in Rostock, Schwerin, Magdeburg, Leipzig, Dresden und im Osten von Berlin übernimmt. Insider gehen davon aus, dass LSH hier auch zum Zug kommen wird. Das Unternehmen gibt sich als wichtiger Partner von Daimler im China in der Regel nicht mit kleinen Einheiten ab.

Sollten die zum Verkauf stehenden Häuser vollständig an einen ausländischen Investor gehen, dürfte dies bei manchem großen deutschen Partner auf Unverständnis und Enttäuschung stoßen. Die Begehrlichkeit nach den werkseigenen Betrieben ist letztlich höher als allgemein erwartet. In Erfurt hatten mehrere deutsche Interessenten mitgeboten. Der Verband
der Mercedes-Benz-Vertreter betrachtet die Verkäufe als normale Vorgänge und wollte die Veränderungen im Vertriebsnetz auf Nachfrage nicht kommentieren.

Als reine Spekulation bezeichnete ein Mercedes-Vertreter, dass der Abgang von Harald Schuff als Deutschland-Vertriebschef mit dem Verkauf der Niederlassungen zusammenhänge.

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