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Kommentare () Kommentare (0) 23.07.2013

Viertes Quartal

Mercedes startet Online-Verkauf

Viertes Quartal
Mercedes startet Online-Verkauf
Mercedes will die Zahl seiner innerstädtischen "Connection"-Center von derzeit weltweit 20 bis 2020 auf 40 erhöhen.
© Foto: Daimler

Ab dem vierten Quartal 2013 will der Stuttgarter Hersteller ausgewählte und vorkonfigurierte Modelle über das Internet vermarkten. Den Handel soll der neue Vertriebskanal nicht schwächen.

Mercedes-Benz wird im vierten Quartal 2013 mit dem Pkw-Online-Verkauf in Deutschland beginnen. Dies teilte die Leiterin Händlernetzentwicklung und Kundenzufriedenheit von Mercedes-Benz, Andrea Finkbeiner-Müller, am Dienstag in Neuhausen mit. Im dortigen Mercedes-Benz Markenlabor stellte der Hersteller seine Wachstumsstrategie vor. "Bis zum Jahr 2020 sollen nicht nur neue Produkte und Fahrzeugsegmente für mehr Wachstum sorgen, sondern auch die Anpassung der Vertriebsorganisation an sich ändernde Kundenwünsche", formulierte Joachim Schmidt, Mitglied der Geschäftsleitung Mercedes-Benz Cars und Leiter Vertrieb und Marketing, das Ziel.

Ein Baustein ist der Online-Verkauf. Er wird zunächst über die Niederlassungen in Hamburg und Warschau/Polen abgewickelt und beschränkt sich zunächst auf vorkonfigurierte Fahrzeuge. "Wir werden alle Kompaktmodelle und ein Volumenmodell über diesen Kanal anbieten", sagte Finkbeiner-Müller. Begonnen werde mit den A- und B-Klasse-Modellen, dem CLA sowie dem Shooting Brake. Die Auslieferung der Fahrzeuge sei derzeit auf eigener Achse über den lokalen Handel geplant. 

Welche Auswirkungen der neue Vertriebskanal auf die Entlohnung der Händler haben wird, konnte die Händlernetzentwicklerin noch nicht sagen: "Darüber haben wir noch nicht verhandelt." Es sei aber nicht das Ziel von Mercedes-Benz den Handel zu schwächen. Auch zu den Absatzzielen über diesen Kanal wollte sie sich nicht äußern. Sie betonte aber, dass es nicht darum gehe, möglichst hohe Stückzahlen über das Internet abzusetzen, sondern man wolle lediglich den Kundenwünschen entgegen kommen. 

Mehr Präsenz in Innenstädten 

Dafür setzt die Marke aber nicht nur verstärkt auf Online-Aktivitäten, sondern rückt auch physisch näher zum Kunden. Dabei kommen sowohl temporäre als auch stationäre Verkaufslokale zum Einsatz. Als Beispiele nannte Finkbeiner-Müller Pop-Up-Stores in Innenstädten oder Pavillons, die sich nur vorübergehend an einem Standort befinden und Gastronomie mit ungezwungenen Informationen rund um die Marke und ihre Produkte verbinden. 

Zudem wird Mercedes-Benz auch die bestehenden stationären innerstädtischen Formate sukzessive weiter ausbauen. Die Zahl dieser "Mercedes-Benz-Connection"-Center soll von heute weltweit 20 bis zum Jahr 2020 auf 40 ausgebaut werden. Wichtiger Bestandteil dabei ist die Vernetzung von klassischen Beratungs- und Informationsleistungen mit interaktiven Informationsstelen und Tablets. Für eine schnelle Einführung im bestehenden Vertriebssystem sowie für die einfache Anpassung an internationale Marktgegebenheiten sind die digitalen Elemente wie zum Beispiel der Multi-Touch-Tisch auch einzeln erhältlich und modular einsetzbar.

Mit ihrer neuen Strategie wollen die Schwaben auch das Absatzziel für das laufende Jahr erreichen. "Wir haben im zweiten Halbjahr vor, nochmal eine Ladung draufzulegen, um über 1,4 Millionen Fahrzeuge zu kommen", betonte Schmidt. Daimler will die Oberklasse-Konkurrenten BMW und Audi bis 2020 unter anderem beim Absatz überholen. Ziel für 2013 waren mehr als 1,4 Millionen Autos. 2015 sollen es mehr als 1,6 Millionen sein. (dp)

Wie sich Mercedes die Markenpräsentation in Innenstädten vorstellt, zeigt die AUTOHAUS Bildergalerie.

Bildergalerie
Vertriebskonzept "Mercedes-Benz 2020"
Mercedes-Benz Connection CenterMercedes-Benz Connection CenterMercedes-Benz Connection Center
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