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Weller: "Sie verbreiten Unwahrheiten"

Weller
"Sie verbreiten Unwahrheiten"
Burkhard Weller
Mit der erneuten Dudenhöffer-Kritik dürfte Burkhard Weller vielen Händlern aus der Seele sprechen.
© Foto: Wellergruppe

Erneut geht Burkhard Weller mit Ferdinand Dudenhöffer hart ins Gericht. Die ausufernde "Rabattschleuderei", angeheizt von den monatlichen Analysen des Autoexperten, schädige die Branche massiv.

Burkhard Weller legt nach: Knapp drei Jahre nach seiner öffentlichen Kritik an Ferdinand Dudenhöffer geht der Chef der Wellergruppe mit dem Autoexperten wieder hart ins Gericht. "Ich hatte die leise Hoffnung, Ihnen nicht erneut schreiben zu müssen, allemal nicht wegen 'Ihrer' Rabattschlacht", heißt es in einem neuen offenen Brief Wellers, der AUTOHAUS Online exklusiv vorliegt. Die "Rabattschleuderei" des Branchenkenners nehme mittlerweile aber ein Ausmaß an, "welches die Branche massiv schädigt, weil Sie Unwahrheiten verbreiten".

Wie im Januar 2010 stehen auch diesmal Dudenhöffers Studien zur Rabattentwicklung auf dem deutschen Automarkt im Zentrum der Kritik. Die monatliche Analysen des Center Automotive Research (CAR) werden von Verbrauchermedien gerne aufgegriffen. Im September hatte der so genannte "CAR Rabatt-Index" einen neuen Höchstwert erreicht.

Aktueller Aufhänger sind die kolportierten Rabatte zum neuen VW Golf 7 von 28 Prozent. Weller dazu: "Bitte, sehr geehrter Herr Prof. Dudenhöffer, Sie wissen mindestens genauso wie ich, dass der Durchschnittsrabatt eines Volkswagen-Händlers beim Golf 7 rund 17 Prozent beträgt, gepaart mit Fahranfänger- und Fremdfabrikatseintauschhilfe und weiß der Kuckuck was noch für Prämien. Obwohl es diese Prämien niemals so kumuliert gibt, käme man rein rechnerisch mit der mathematischen Aufrundung vielleicht in die Nähe Ihrer suggerierten 'Rabattitis'."

Weller wirft Dudenhöffer vor, den Verbraucher durch die überzogenen Rabattvorstellungen massiv zu täuschen: "Das Resultat daraus ist, dass der Kunde völlig enttäuscht ist, sich bei erster Händlernachfrage zurückzieht und schlimmstenfalls den Kauf eines Neuwagen verschiebt. Somit würden Sie also auch noch volkswirtschaftlichen Schaden anrichten."

"Öffentlichkeitsmodell überdenken"

Der Autohändler, der Fahrzeuge der Konzerne VW, Toyota und BMW verkauft, fordert Dudenhöffer deshalb auf, sein Öffentlichkeitsmodell zu überdenken. Wellers Empfehlung: "Befassen Sie sich mit der Wertschöpfung im Automobilgeschäft und nicht mit der Zerstörung durch Fehlinformationen der Verbraucher."

Der neue offene Brief ist auch eine Reaktion auf eine Einladung von Dudenhöffer zum "Car Symposium 2013". Weller lehnt dankend ab. Das Schreiben will er nach eigenen Angaben auch an alle Autohersteller bzw. deren Vorstände, Geschäfts- und Vertriebsleiter verschicken. (rp)

Den neue "Offenen Brief" von Burkhard Weller an Prof. Ferdinand Dudenhöffer finden Sie als Dateidownload unter diesem Artikel.

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