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Kommentare () Kommentare (0) 05.03.2018

Weltmarkttreiber

VDA-Chef setzt auf China

Weltmarkttreiber
VDA-Chef setzt auf China
Bernhard Mattes VDA
Der neue VDA-Chef Bernhard Mattes sieht China als weiter wachsenden Weltmarkt.
© Foto: VDA
Zum Themenspecial Abgas-Skandal

In wenigen Tagen treffen sich Autobauer aus aller Welt zur ersten großen Messe des Jahres in Europa. Die deutschen Hersteller geben sich in Genf optimistisch - Dieseldebatte und Zollgefahren zum Trotz. Der neue VDA-Verbandschef Mattes sieht das größte Wachstum jedoch woanders.

China wird nach Einschätzung des neuen VDA-Chefs Bernhard Mattes auch im laufenden Jahr seine Stärke als wichtigster Automarkt der Welt ausbauen. Daheim werde der Diesel weiter gebraucht - und Software-Nachbesserungen für ältere Modelle reichten aus.

Man rechne für die Volksrepublik 2018 mit einem Wachstum um zwei Prozent auf 24,7 Millionen Personenwagen, sagte der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA) am Samstag vor dem Start der Genfer Automesse in der kommenden Woche. Dagegen werde die Entwicklung in Europa mit 15,6 Millionen Pkw nur "stabil" bleiben. In den USA dürfte es einen Rückgang um zwei Prozent auf 16,8 Millionen Einheiten geben.

"Der Weltmarkt wächst 2018 um ein Prozent auf 86 Millionen Pkw", schätzte Mattes. Der frühere Ford-Deutschland-Chef hält die Konjunkturlage insgesamt für gut: "Wir gehen mit großer Zuversicht nach Genf." Besonders in Russland und Brasilien ziehe die Nachfrage an, dorthin verkaufen deutsche Hersteller in der Summe allerdings relativ wenige Fahrzeuge. Die Produktion der heimischen Autobauer werde in diesem Jahr auf insgesamt 16,8 Millionen Pkw (plus zwei Prozent) zulegen.

Diesel-Nachrüstung: Branche ist skeptisch

In der Diskussion um mögliche Diesel-Fahrverbote und die Forderung, die Hersteller müssten Umbauten an der Abgas-Hardware finanzieren, bekräftigte Mattes die Skepsis der Branche. Zu Nachrüstungen an Katalysatoren und Motorsteuerung für weniger Schadstoffausstoß meinte er: "Die Umsetzung dauert mindestens zwei bis drei Jahre und bringt kurzfristig keine Verbesserung der Luftqualität in Städten. Zweitens ist jede Hardware-Nachrüstung mit höherem Verbrauch und damit höheren CO2-Emissionen verbunden. Das hilft dem Klimaschutz nicht."

Moderne, saubere Dieselfahrzeuge seien nach wie vor nötig, um die Reduktionsverpflichtungen der Autoindustrie für das Klimagas CO2 einhalten zu können. Trotz des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts sei das letzte Wort bei Fahrverboten noch lange nicht gesprochen. "Leipzig hat klar gesagt, dass mögliche Fahrverbote verhältnismäßig sein müssen und nur als letzte Mittel in Frage kommen können", sagte der VDA-Chef. Auch wolle die Politik solche Schritte vermeiden. (dpa)

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