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Dekra: HU-Nachzügler haben mehr Mängel

Fahrzeuge, die verspätet zur Hauptuntersuchung kommen, haben laut Dekra deutlich mehr Mängel.
© Foto: Dekra

Fahrzeuge, die verspätet zur Hauptuntersuchung kommen, haben laut Dekra deutlich mehr Mängel. Der höhere Prüfungsaufwand rechtfertigt nach Ansicht der sachverständigen die höhere Gebühr für "Überzieher".


Datum:
26.11.2012
1 Kommentare

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Fahrzeuge, die verspätet zur Hauptuntersuchung (HU) kommen, haben laut Dekra deutlich mehr Mängel. In den Monaten Juli bis September 2012 prüfte die Sachverständigenorganisation laut einer Mitteilung vom Freitag rund 90.000 Pkw, die die Frist um mehr als zwei Monate überschritten hatten – 5,8 Prozent aller Autos bei der Dekra-HU. Dabei seien im Schnitt 30 Prozent mehr Mängel und bis zu 50 Prozent mehr erhebliche Mängel festgestellt worden als bei der fristgemäßen HU, hieß es.

Die Sachverständigenorganisation hatte im dritten Quartal 2012 bundesweit rund 1,6 Millionen Pkw unter die Lupe genommen. Mit der zum 1. Juli eingeführten Neuregelung bei Fristüberschreitung bekommen auch "Überzieher" nach bestandener Hauptuntersuchung die Plakette wieder für die volle Laufzeit. Bisher wurde die Überziehungszeit mitgerechnet.

Der höhere Anteil an technischen Mängeln führe dazu, dass sich die durchschnittliche Prüf- und Dokumentationszeit verlängere und der Prüfungsaufwand um durchschnittlich 20 Prozent steige, sagte Bruno Möbus, Technischer Leiter bei Dekra. Das rechtfertige eine höhere Gebühr. "Zur Ermittlung von Prüfgebühren wird ein durchschnittlicher Aufwand berechnet, um so zum Beispiel für alle Pkw-Kunden eine preisliche Gleichstellung zu sichern, unabhängig vom Fahrzeugtyp, Fahrzeugalter oder Ort der Prüfung." Deshalb sei im Rahmen der Neuregelung für "Überzieher" eine höhere Gebühr vorgeschrieben, damit der notwendige Mehraufwand nicht auf die Autofahrer umgelegt werden muss, die sich vorschriftsmäßig verhalten.

ADAC gegen erhöhte Prüfgebühr

Der ADAC sieht das etwas anders und fordert die Abschaffung der erhöhten Gebühr. Strafgebühren zu erheben sei allein Sache des Staates, teilte der Autofahrerclub bereits im September mit. Stichproben bei TÜV, Dekra, GTÜ und KÜS ergaben laut ADAC, dass es bei der "erweiterten Hauptuntersuchung" gar keinen zusätzlichen Check gibt. Dies wies der Verband der Technischen Überwachungs-Vereine (VdTÜV) zurück. Der Ablauf der vertieften Hauptuntersuchung liege im Ermessensspielraum des jeweiligen Sachverständigen. (se)

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KOMMENTARE


egon sunsamu

27.11.2012 - 11:22 Uhr

Dieser Artikel suggeriert, dass Fahrzeuge die rechtzeitig zum Prüftermin kommen, nicht so gründlich untersucht würden. Ist das bei der DEKRA so?Oder suchen sie nur Argumente für erhöhte Gebühren?


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