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GTÜ und ACE: SUV-Winterreifen im Praxistest

GTÜ und der ACE haben sieben aktuelle Premium-Winterreifen für kleine SUV getestet.
© Foto: GTÜ

Ein guter Winterreifen muss nicht nur auf Schnee, sondern auch auf Nässe und bei trockener Straße funktionieren. Ein Anspruch, den das für alle Neureifen obligatorisches Reifenlabel nur ungenügend abdeckt.


Datum:
13.09.2012
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Die GTÜ und der Auto Club Europa (ACE) haben sieben aktuelle Premium-Winterreifen für kleine SUV getestet. In den drei Kategorien des ab 1. November geltenden Reifenlabels – Rollwiderstand, Nasshaftung und Außengeräuschentwicklung – hat keines der aktuellen Modelle Spitzenwerte erreicht. Doch das müssen sie auch nicht, sagen die Tester, denn: "Diese Eigenschaften stehen technisch bedingt in vielen Fällen im Widerspruch zu den übrigen Testkriterien."

Ein guter Winterreifen müsse nicht nur auf Schnee, sondern auch auf Nässe und bei trockener Straße funktionieren. Ein Anspruch, den das für alle Neureifen obligatorische Reifenlabel nur ungenügend abdecke. Wichtige Wintereigenschaften wie das Fahrverhalten auf Schnee und Eis würden nicht berücksichtigt.

Die Unterschiede unter den Premiummarken sind gering. Bridgestone fährt laut GTÜ durch die Summe der Qualitäten mit dem neuen Blizzak LM-80 den Sieg nach Hause, dicht gefolgt vom Continental CrossContact Winter. Goodyear Ultra Grip 8, Nokian WR D3 und Semperit SpeedGrip 2 sind laut Testergebnis ebenfalls "sehr zu empfehlen". Der Dunlop SP Winter Sport 4D verpasst das Prädikat "sehr empfehlenswert" nur um Haaresbreite.

Auf Schnee und Nässe

Auf schneebedeckter Fahrbahn überzeugt der Semperit SpeedGrip 2 mit denkbar knappem Vorsprung. Continental CrossContact Winter und Nokian WR D3 folgen mit nur einem Punkt Abstand. Am meisten Punkte büßt hier der neu entwickelte Bridgestone Blizzak LM-80 ein, ohne wirklich schlechte Werte zu zeigen.

Auf Nässe belegt die Neuentwicklung den zweiten Platz, knapp hinter dem äußerst Aquaplaning-resistenten Goodyear Ultra Grip 8, der so schnell wie kein anderer durch die Pfützen pflügen kann. Dennoch besitzt der Goodyear nur den Labelwert E im Feld Nassgriff. Die Erklärung laut GTÜ: Zur Erstellung der Labelwerte wird die reine Bremsleistung gemessen - und das nur im Verhältnis zu einem bestimmten Referenzreifen. Der Bridgestone bremst auch im Test besser und fällt somit zu Recht in die Kategorie C.

Dass Nokian und Pirelli ebenfalls mit C klassifiziert werden, obwohl diese Reifen im Test schlechter verzögern als der Goodyear, liegt laut GTÜ daran, dass die vom Hersteller selbst ermittelten Labelwerte durch die völlig anders geartete Messprozedur kaum mit den im Test an einem realen Fahrzeug ermittelten Werten vergleichbar ist.

Bridgestone vorn bei Rollwiderstand

In Sachen Rollwiderstand holt sich der Bridgestone die entscheidenden Punkte, die letztendlich zum Gesamtsieg verhelfen. Kein anderer Reifen rollt so leicht, auch wenn die übrigen Leistungen auf trockener Fahrbahn eher durchschnittlich sind. Besonders der Nokian macht auf trockener Straße eine deutlich bessere Figur. Am anderen Ende der Skala – und das nicht nur beim Rollwiderstand – findet sich der aus der Vorserie stammende Pirelli-Testreifen wieder, bei dem die Entwicklung noch nicht stillsteht. Pirelli hat bereits angekündigt, den Reifen bis zur Markteinführung nochmals nachzubessern. (se)

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