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Spatenstich: Hermann baut ADAC-Werkstatt in Goslar

Beim symbolischen Spatenstich: Betriebsleiter Daniel Gebhardt, Karl-Heinz Kroha und Wolfgang Hermann.
© Foto: Hermann

Knapp eine Million Euro investiert das Autohaus Hermann in das Werstattkonzept des Clubs. Ziel ist es, Kunden aus dem Segment II oder III zurückzuholen. ADAC-Mitglieder erhalten Rabatte.


Datum:
20.08.2013
Autor:
<br>Von Prof. Anita Friedel-Beitz
5 Kommentare

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Die Hermann-Gruppe baut an ihrem Standort in Goslar eine ADAC-Werkstatt. Firmenchef Wolfgang Hermann hat schon viel versucht, ein Preiswert-Image zu bilden: "Sie können heute einem Kunden aus dem Segment II oder III eine Reparatur stark rabattieren, er kommt trotzdem nicht zum Markenhändler." Mit der Übernahme des Werkstattkonzeptes setzt er nun ein weiteres Branchensignal.

Das Unternehmen ist seit über 50 Jahren ADAC-Straßenpartner. Im neuen Werkstatt-Engagement sieht Hermann die vierte Marke neben Renault, Dacia und Ford. Überzeugt habe ihn neben dem Konzept selbst die professionelle Potenzialanalyse, aus der ein entsprechender Businessplan abgeleitet wurde. Hier arbeitet der ADAC mit Dekra zusammen. Der Prüfdienst ermittelt im Umkreis von 20 Minuten Fahrzeit die Autosegmente null bis drei Jahre, vier bis sieben Jahre sowie acht Jahre und älter – und weist unter anderem den Marktanteil auch der freien Kettenbetriebe aus.

Knapp eine Million Euro investiert Hermann in eine großzügig dimensionierte Direktannahme mit 6,5-Tonnen-Bühne auch für leichte Nutzfahrzeuge und Wohnmobile sowie sechs als Kopfstände konzipierte Werkstatt-Arbeitsplätze und eine Karosserieabteilung. Alles in Club-CI. Die Annahme beheimatet als zusätzlichen Kundenservice eine ADAC-Vertretung. Insgesamt werden zwölf neue Arbeitsplätze geschaffen. Hier will Hermann sein Konzept des "Theopraktikers" umsetzen, der die Funktionen Serviceberater, Kfz-Meister und Mechatroniker in einer Person vereint, sodass der Kunde für den kompletten Werkstattdurchlauf nur einen Ansprechpartner hat.

Partnerschaftliche Zusammenarbeit

Die ADAC-Standards entsprechen den Fabrikatshändler-Standards. Beeindruckt zeigte sich Hermann von der Beratungsqualität der Verantwortlichen: Das ADAC-Team um Karl-Heinz Kroha, Geschäftsführer Service GmbH, Frank Mattheis, Leiter Werkstatt-Service, Eckhardt Busche, Leiter Region Nord, und Volker Hillert, Launch-Manager Service, arbeite sehr partnerschaftlich. So hätten die Workshops mit Lieferanten und Mitarbeitern erstaunlich positive Ergebnisse gebracht, ohne dass Druck aufgebaut worden wäre. Als DMS kommt Werbas mit Datev-Schnittstelle zum Einsatz. Eine Hardware-Empfehlung gibt es nicht. Teilelieferanten müssen bis zu dreimal täglich sowie über Nacht liefern, um so wenig Teile wie möglich zu bevorraten.

Rabatte für Mitglieder

Eine Reparatursteuerung durch und über die Straßendienst-Partner sieht Hermann nicht: "Der ADAC möchte 100 bis 150 Werkstätten, die den Mitgliedern entsprechende Rabatte gewähren." Der Club empfehle einen Verrechnungssatz, der sich an der ländlichen Region Goslar orientiere. Rabatte seien nur auf Lohn nicht auf Teile zu gewähren.

Das Konzept für Kfz-Werkstätten ist nach Angaben des ADAC speziell kundenorientiert entwickelt. Vier ausgewählte Werkstattpartner in Mönchengladbach, Erfurt, München und Detmold setzen es aktuell um und werden durch den ADAC regelmäßig geschult und überprüft. (afb)

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KOMMENTARE


Schrauber

20.08.2013 - 16:57 Uhr

Nachtigall, ick hör dir trapsen!


Thomas Wagner

20.08.2013 - 20:27 Uhr

Also versucht der ADAC doch den Weg der eigenen Werkstatt-Kette!! Man darf sehr gespannt auf die zukünftige Entwicklung schauen....da haben sich schon viele versucht und auch viele sind gescheitert. Oder fahren Milliarden Verluste ein, siehe ATU. 18 Millionen Mitglieder bedeuten nicht automatisch eine volle Werkstatt und, viel wichtiger entsprechende Erträge. Mal gespannt, wie der ADAC dann mit Ergebnissen aus Werkstätten-Test &#34; im eigenen Hause&#34; umgeht. Auch die &#34;Mitglieder&#34; wollen schliesslich eine faire Leistung sehen und (O-Ton ADAC ) nicht über den Tisch gezogen werden.


kritiker

21.08.2013 - 09:12 Uhr

Rabatt für ADAC Mitglieder auf den Stundenverrechnungssatz, unlogisch. Das ist kein Rabatt, sondern Nicht-Mitgliedern im ADAC wird ein zusätzlicher Faktor bei der Arbeit aufgebrummt. Somit teilt man die Kunden in eine Zweiklassengesellschaft. Nennt doch das Kind beim Namen.Rabatte auf Teile wären viel logischer und begründbarer.


metz

21.08.2013 - 13:45 Uhr

Kritiker In welche Werkstatt gehen Sie mit Ihrem Auto


E.Kuehlwetter(wallibelli)

21.08.2013 - 16:50 Uhr

Es wird Zeit, dass man die &#34;Vereinsmeierei&#34; dieses &#34;Vereins&#34; mal auf den Status-Prüfstand stellt. Mit bald 2 Mia. Umsatz sind die Dimensionen eines gewöhnlichen Wirtschaftsunternehmens wohl erreicht. Wer keine Gewinne braucht, tut sich leicht mit Rabatten. Ich sehe in einer ADAC - Werkstattkette eine eindeutige Wetbewerbsverzerrung.


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