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ZDK-Bundestagung: Werkstätten hängen am Verbrenner

Die Teilnehmer der Diskussion (v.l.n.r.): Neofitos Arathymos (ZDK-Geschäftsführer Technik, Sicherheit, Umwelt), Gunter Schädlich (Hoppecke Batterien), Prof. Friedbert Pautzke (Institut für Elektromobilität der Hochschule Bochum), Werner Steber (ZDK-Referent Technik, Sicherheit, Umwelt) sowie Moderator und Bundesinnungsmeister Wilhelm Hülsdonk.
© Foto: Kerstin Hadrath

Das Kfz-Gewerbe sieht sich für die E-Mobilität gerüstet, befürchtet aber Einbußen im Servicegeschäft. Die Optimierung von Benzin- und Dieselmotoren sollte deshalb nicht vernachlässigt werden.


Datum:
25.10.2011
1 Kommentare

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Elektrisch betriebene Fahrzeuge werden sich auf lange Sicht auch in Deutschland durchsetzen. Diese Aussage war unter den Teilnehmern der Podiumsdiskussion "Batterie, Brennstoffzelle oder doch Verbrennungsmotor", die im Rahmen der 39. Bundestagung des Kfz-Gewerbes in Düsseldorf stattfand, Konsens. Differenzierter gestalteten sich die Meinungen zur Bedeutung, die dieser Antriebsform zukünftig zukommt. Wegen der kurzfristig kaum lösbaren Probleme hinsichtlich Kosten und Reichweite plädierte Werner Steber, ZDK-Referent für Technik, Sicherheit, Umwelt, dafür, nicht alles Augenmerk nur auf Elektromobilität zu legen, sondern auch den Verbrennungsmotor weiterzuentwickeln.

Mit optimierten Wirkungsgraden, dem Einsatz von Flüssiggas und Erdgas und der Nutzung von so genannten Klimagasen wie Methan und Lachgas als Kraftstoff lasse sich der CO2-Ausstoß deutlich verringern, so Steber. Das Kfz-Gewerbe sieht der Experte für die Wartung und Instandsetzungsarbeiten an Elektrofahrzeugen gut gerüstet. Dennoch gab er zu, dass die Branche wegen der anfallenden Werkstattarbeiten schon ein bisschen am Verbrennungsmotor hänge.

Als klarer Befürworter von E-Autos positionierte sich Prof. Friedbert Pautzke vom Institut für Elektromobilität der Hochschule Bochum. "Trends werden zukünftig nicht mehr in Europa oder den USA, sondern in Asien gesetzt", zeigte sich Pautzke überzeugt. Da insbesondere China dem Thema elektrisches Fahren große Bedeutung beimesse, sei für die Automobilhersteller eine klare Richtung bei Forschung und Entwicklung vorgegeben. Wenn der Massenmarkt Asien die Elektromobilität wolle, müsse Europa wohl oder übel mitziehen. "Wir können es uns nicht leisten, auf lange Sicht auf grundlegend andere Technologien zu setzen", mahnte Pautzke.

Flottenbetreiber als Pioniere

Weniger exklusiv beurteilte Gunter Schädlich vom Batteriehersteller Hoppecke die Zukunftsaussichten für Elektrofahrzeuge. Der Elektroantrieb werde nur einer der Antriebe der Zukunft sein. Als Wegbereiter für dessen Durchbruch werde nicht der Privatkunde wirken. Eher würden Flottenbetreiber und der öffentliche Personennahverkehr eine Vorreiterrolle übernehmen.

Großen Forschungs- und Entwicklungsbedarf sieht Schädlich bei den Batterien. Die Zielsetzung der Autobauer, pro Kilogramm Gewicht 600 Watt Leistung zu erzielen, werde wohl erst 2025 erreicht. Heute seien es höchstens 120 W/kg. In diesem Zusammenhang forderte Schädlich auch ein Umdenken beim Verbraucher. Ein batteriebetriebenes Fahrzeug könnte eben nicht genauso wie ein Auto mit Verbrennungsmotor eingesetzt werden. "Wir dürfen von Batterien keine Wunder erwarten", gab er zu bedenken. (kh)

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KOMMENTARE


Bernhard Seilz

26.10.2011 - 04:10 Uhr

Vollkommen Wurscht, welchen Anteil die Elektromobilität in Zukunft einnimmt! Wichtig ist, dass die Autohäuser und Werkstätten nicht ihren Anteil an diesem Geschäft verlieren. Jedes Elektroauto mehr fehlt in der traditionellen Werkstatt. Das Autohaus ist Dienstleister für individuelle Mobilität und nicht Verkaufs- und Reparaturabteilung für Verbrennungsmotoren. Darum sollte jeder Betrieb sich unabhängig von seinem Markenlieferanten auf den Weg machen und sich darauf vorbereiten, von diesem Kuchen seinen Teil abzuschneiden.


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