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Wiedereröffnung des Autohandels: Differenzierte Strategie mit Gefährdungsbeurteilung

Wiedereröffnung des Autohandels
Differenzierte Strategie mit Gefährdungsbeurteilung
Lockdown; Corona-Krise; Corona-Pandemie; Shutdown; Autohaus-Schließung; Autohandel; geschlossen					<br />
Das Kfz-Gewerbe ist unzufrieden darüber, dass bei den Corona-Beschränkungen allein die allgemeinen Inzidenzzahlen Maßstab des weiteren Handelns sind.
© Foto: picture alliance / Zoonar | Oliver Boehmer
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Der ZDK kämpft weiter für eine Öffnungsperspektive für die im Lockdown verharrenden Autohäuser. Wirtschaftsminister Altmaier liegt nun ein interessanter Vorschlag des Dachverbands vor.

Das Deutsche Kfz-Gewerbe (ZDK) macht sich für eine differenzierte Strategie zur Wiedereröffnung des stationären Automobilhandels in der Corona-Pandemie stark. Das Heranziehen von Inzidenzwerten sollte mit einer konkreten Gefährdungsbeurteilung kombiniert werden, erklärte ZDK-Präsident Jürgen Karpinski in einem Schreiben an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Darin plädierte er für eine "auf bestimmte Branchen oder Tätigkeitsbereiche bezogene Betrachtungsweise".

Altmaier hatte am Dienstag mit Vertretern von mehr als 40 Verbänden über eine Öffnungsstrategie beraten. Auch der ZDK war bei dem Wirtschaftsgipfel mit von der Partie. Altmaier hatte im Nachgang erklärt, in den kommenden Tagen ein umfassendes Konzept für den Weg aus dem Lockdown erarbeiten zu wollen. Die Vorschläge der Verbände sollen dann in die nächsten Corona-Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder am 3. März einfließen.

Das Kfz-Gewerbe ist unzufrieden darüber, dass bei den Corona-bedingten Beschränkungen viele Branchen über einen Kamm geschoren werden und allein die allgemeinen Inzidenzzahlen Maßstab des weiteren Handelns sind. Stattdessen sollte es aus Sicht des Verbands eine typisierte Beurteilung geben. Taugliche Parameter dafür seien etwa "die für den Kundenverkehr üblicherweise eröffnete Fläche im Verhältnis zur Kundenfrequenz, die Notwendigkeit oder Vermeidbarkeit direkten physischen Kontakts zwischen Personen sowie sonstige infektionsrelevante Spezifika", heißt es in dem Schreiben.

Bei der vom ZDK vorgeschlagenen Vorgehensweise müssten sich Inzidenzzahl und Gefährdungsbeurteilung zueinander verhalten wie kommunizierende Röhren: Je niedriger die Inzidenzzahlen sinken, desto höher dürfe der Gefährdungsgrad sein, den eine Branche als Voraussetzung für die Wiedereröffnung nicht überschreiten darf – und umgekehrt. Dabei sollten als Puffer Überlappungsbereiche definiert werden, damit es bei pendelnden Inzidenzen "nicht zu ständigen, unberechenbaren Hin-und-Her-Effekten" komme.

"Werden solche Kriterien zugrunde gelegt, zählen insbesondere die Autohäuser zu den ersten Kandidaten für eine Wiedereröffnung der Verkaufstätigkeit, da von ihnen so gut wie keine Infektionsgefahr ausgeht", betonte Karpinski. Die Öffnung des für die gesamte Automobilwirtschaft zentralen Vertriebskanals sei von großer wirtschaftlicher Bedeutung. (AH)


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