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AUTOHAUS SteuerLuchs: Schenken leicht gemacht

AUTOHAUS-Steuerexpertin Barbara Lux-Krönig

Nach Schätzungen von Experten werden in Deutschland jährlich ca. 200 Milliarden Euro vererbt. Da stellt sich natürlich die Frage: Wie kann man das eigene Vermögen steuerlich am günstigen weitergeben?


Datum:
20.06.2012
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Nach Schätzungen von Experten werden in Deutschland jährlich ca. 200 Milliarden Euro vererbt. Da stellt sich natürlich für jeden die Frage: Wie kann man das eigene Vermögen steuerlich am günstigen weitergeben?

Eine gute Alternative zur Erbschaft ist die vorgezogene Schenkung. Laut juristischer Definition ist die Schenkung eine unentgeltliche Vermögenszuwendung und somit ein Erwerb, der steuerpflichtig ist.

 Vorab die wichtigsten Fakten zur Schenkungsteuer:. Die Schenkungsteuer wird nach drei Steuerklassen erhoben. Die jeweilige Steuerklasse ist abhängig vom Verhältnis des Erwerbers zum Schenker.

Die Steuerklasse I gilt für Ehegatten, eingetragene Lebenspartner, Kinder (eheliche oder nichteheli­che Kinder, Adoptivkinder, Stiefkinder), Enkel und Urenkel.

Unter die Steuerklasse II fallen Eltern und Großeltern, Geschwister, Neffen und Nichten, Stiefeltern, Schwiegereltern, Schwiegerkinder, geschiedene Ehegatten und Lebenspartner einer aufgehobenen Lebenspartnerschaft.

Die Steuerklasse III gilt für alle übrigen Erwerber.

Die persönlichen Freibeträge staffeln sich wie folgt:

Ehegatten und eingetragene Lebenspartner: 500.000 Euro
Kinder: 400.000 Euro
Enkel 200.000 Euro
Personen der Steuerklasse II: 20.000 Euro
Personen der Steuerklasse III: 20.000 Euro

Zudem besteht die Möglichkeit, das Familienheim an den Ehepartner oder eingetragenen Lebenspartner steuerfrei zu verschenken. Eine Immobilie ist ein Familienheim, wenn darin eine Wohnung zu eigenen Wohnzwecken dauerhaft genutzt wird. Daher besteht keine Befreiung für das Ferien- oder Wochenendhaus.

Weiterhin wird die Schenkungsteuer nach folgenden Steuersätzen erhoben (ein Auszug):

Wert der Schenkung   Steuerklasse I   Steuerklasse II   Steuerklasse III
75.000 Euro 7 % 15 % 30 %
300.000 Euro 11 % 20 % 30 %
600.000 Euro 15 % 25 %

30 %

 

 

 


Ein paar Rechenbeispiele

Beispiel 1:
Schenken sowohl Mutter als auch Vater dem Kind je 400.000 Euro, so ist der Erwerb für das Kind auf Grund der Freibeträge steuerfrei. Schenkt hingegen der Vater 500.000 Euro und die Mutter 300.000 Euro, so sind 100.000 Euro vom Vater zu versteuern, da dieser Betrag den Freibetrag überschreitet. Der von der Mutter nicht genutzte Freibetrag kann nicht auf den Vater übertragen werden.

TIPP: Der Vater schenkt der Mutter vorab zur freien Verfügung (!) 100.000 Euro (falls noch Freibeträge vorhanden sind) und jeder schenkt dem Kind danach 400.000 Euro. Damit ist die Schenkung steuerfrei.

Beispiel 2:
Schenkt hingegen das Kind dem Vater 300.000 Euro, so kann dieser nur einen Freibetrag von 20.000 Euro geltend machen, da der Vater unter die Steuerklasse II fällt. Folglich hat der Vater 280.000 Euro mit 20 Prozent zu versteuern. Daraus folgt eine Schenkungssteuerlast i. H. v. 56.000 Euro.

TIPP: Eine vorgezogene Schenkung ist einer späteren Erbschaft vorzuziehen, da nach Ablauf von 10 Jahren der Freibetrag erneut in Anspruch genommen werden kann. Somit können vor allem große Vermögen steu­ergünstig an die nächste Generation übertragen werden.

Brauchen auch Sie einen Steuer-Tipp? Dann schicken Sie Barbara Lux-Krönig von der Kanzlei Rath, Anders, Dr. Wanner & Partner einfach eine E-Mail: lux@raw-partner.de

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