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AUTOHAUS SteuerLuchs: Und täglich grüßt das Fahrtenbuch…

AUTOHAUS-Steuerexpertin Barbara Lux-Krönig

Jüngst hat der BFH klargestellt, dass bloße Ortsangaben ohne weitere Benennung des aufgesuchten Kunden oder Geschäftspartners nicht den Anforderungen an ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch genügen.


Datum:
04.07.2012
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Auf dem Terrain des Steuerrechts ringen der Fiskus und die Steuerpflichtigen regelmäßig um die richtige Versteuerung. Aber gerade das "ordnungsgemäße Fahrtenbuch" beschäftigt sowohl die Finanzverwaltung als auch die Finanzgerichtsbarkeit regelmäßig und sogar den Bundesfinanzhof auffallend oft.

Schon in mehreren Ausgaben des AUTOHAUS SteuerLuchses haben wir Sie auf die Mindestanforderungen an ein Fahrtenbuch hingewiesen. Doch nachdem der Begriff des "ordnungsgemäßen Fahrtenbuchs" gesetzlich nicht bestimmt ist, ergehen regelmäßig Urteile des Bundesfinanzhofes zur Konkretisierung dieses Begriffes.

In seinem vorerst letzten Urteil zum Fahrtenbuch vom 1. März 2012 hat der Bundesfinanzhof klargestellt, dass bloße Ortsangaben ohne weitere Benennung des aufgesuchten Kunden oder Geschäftspartners nicht den Anforderungen an ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch genügen. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich die Ortsangabe in der bloßen Nennung eines Straßennamens erschöpft.

Grundsätzlich ist zu beachten, dass das ordnungsgemäße Fahrtenbuch zum Nachweis des zu versteuernden Privatanteils an der Gesamtfahrleistung eine hinreichende Gewähr für Vollständigkeit und Richtigkeit der Aufzeichnungen bieten und mit vertretbaren Aufwand auf materielle Richtigkeit hin überprüfbar sein muss.

Daher nochmals die Voraussetzungen eines "ordnungsgemäßen Fahrtenbuchs":

  • Bei betrieblich veranlassten Fahrten: das Datum und den Kilometerstand zu Beginn und zum Ende jeder einzelnen Fahrt, Reiseziel und bei Umwegen auch die Reiseroute, Reisezweck und aufgesuchte Gesprächspartner.
  • Bei Privatfahrten reicht es, das Datum und den Endkilometerstand anzugeben.
  • Weiterhin müssen die Aufzeich­nungen fortlaufend und zeitnah vorgenommen werden.
  • Zudem ist zu berücksichtigen, dass eine lose Zettelsammlung (z.B. Excel-Tabellenblätter) nicht ausreicht. Es ist vielmehr eine Form der Aufzeich­nung erforderlich, die gewährleistet, dass Änderungen, Streichungen und Ergänzungen erkennbar sind.


TIPP:
Beachten Sie unbedingt obige Voraussetzungen. Wird das Fahrtenbuch nicht anerkannt, so war die ganze Arbeit umsonst und der geldwerte Vorteil wird pauschal mit der Ein-Prozent-Regel versteuert.

Erst kürzlich hat zudem das Finanzgericht Münster entschieden, dass ein Fahrtenbuch nur ordnungsgemäß ist, wenn es für einen repräsentativen Zeitraum von mindestens einem Jahr geführt wird. Ein monatlicher Wechsel zwischen Fahrtenbuch- und Pauschalwertmethode ist nicht möglich. Hat sich der Steuerpflichtige zu Beginn des Veranlagungsjahres für die Ein-Prozent-Regel entschieden, so wird diese für das gesamte Veranlagungsjahr angesetzt. Ein Wechsel innerhalb dieses Jahres hin zur Fahrtenbuchmethode ist nicht möglich.

TIPP: Beim Bundesfinanzhof ist zwischenzeitlich ein Revisionsverfahren gegen die Entscheidung des Finanzgerichts Münster anhängig. Beantragen Sie in ähnlich gelagerten Fällen unter Berufung auf das Revisionsverfahren beim Finanzamt das Ruhen des Verfahrens, bis ein Urteil des Bundesfinanzhofes vorliegt.

Brauchen auch Sie einen Steuer-Tipp? Dann schicken Sie Barbara Lux-Krönig von der Kanzlei Rath, Anders, Dr. Wanner & Partner einfach eine E-Mail: lux@raw-partner.de

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